Der Luxusauto-Hersteller Bentley will angeblich bis zu 1000 Stellen in Großbritannien streichen. Das entspricht rund einem Viertel der Belegschaft. Wie die BBC berichtet, will das Unternehmen, das zum Volkswagen-Konzern gehört, den Betroffenen die Möglichkeit eines freiwilligen Ausscheidens einräumen.
Bentley produziert seine Fahrzeuge in Crewe im Nordwesten Englands, nicht weit entfernt von Liverpool und Manchester. Der Hersteller kämpft mit den wirtschaftlichen Folgen des Coronavirus. Schon vor dem Ausbruch der Pandemie hatte Bentley jedoch Schwierigkeiten mit der Profitabilität.
In Kürze wird eine entsprechende Mitteilung des Herstellers über den Stellenabbau erwartet. Die Medienberichte wollte er zunächst aber nicht kommentieren. Für ein Viertel der Belegschaft hat Bentley nach Auskunft von Chef Adrian Hallmark ein Regierungsprogramm in Anspruch genommen, bei dem für vorübergehend beurlaubte Mitarbeiter 80 Prozent des Gehaltes aus der Staatskasse finanziert wird.
Tiefe Krise der Autoindustrie
Bentley hat im Zuge der Lockerungen der Ausgangsbeschränkungen zuletzt wieder mit der Produktion von Fahrzeugen begonnen, allerdings bis auf Weiteres nur mit etwa der Hälfte der Belegschaft.
Die Autoindustrie in Großbritannien ist von der Corona-Krise schwer getroffen. Im Mai wurden laut dem Industrieverband SMMT nur 20.000 Autos neu zugelassen, das entspricht einem Minus von 89 Prozent im Vergleich mit dem Vorjahresmonat.
Bis Donnerstag starben rund 40.000 positiv auf das Coronavirus getestete Menschen im Land. (mer)
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