Deutschland ist damit für Unternehmen jedoch nicht das teuerste Pflaster, wie aus der Mitteilung der Wiesbadener Behörde hervorgeht: Europas größte Volkswirtschaft rangiert innerhalb der EU wie 2017 auf Rang sechs.

Die höchsten Arbeitskosten je Stunde hatte nach wie vor Dänemark mit 44,70 Euro vor Luxemburg (40,30 Euro) und Belgien (40,00 Euro). Auch in Schweden (39,30 Euro) und Frankreich (36,50 Euro) waren die Arbeitskosten 2018 höher als in Deutschland. Am günstigsten war der Faktor Arbeit demnach in Bulgarien mit 5,30 Euro je Arbeitsstunde.

Erfasst werden in der Statistik Arbeitsplätze in der Industrie und in wirtschaftlichen Dienstleistungen, ohne den öffentlichen Dienst.

In der Industrie in Deutschland kostete eine Arbeitsstunde im Schnitt 40 Euro - 48 Prozent mehr als im EU-Schnitt (27 Euro). Beschränkt auf diesen Wirtschaftsbereich lag Deutschland auf Rang vier.

Die Arbeitskosten setzen sich zusammen aus den Bruttoverdiensten und den Lohnnebenkosten, zu denen unter anderem die Arbeitgeberbeiträge zu den Sozialversicherungen zählen.

Im vergangenen Jahr zahlten die Arbeitgeber in der deutschen Privatwirtschaft auf 100 Euro Bruttoverdienst zusätzlich 27 Euro Lohnnebenkosten. Damit lagen die Lohnnebenkosten den Angaben zufolge unter dem EU-Schnitt von 30 Euro. (dpa)

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