Bei VW steht der Aufbau eines Geschäftsfelds namens Smart Mobility weit oben auf der Agenda. Dabei verspricht sich Konzernchef Matthias Müller wertvolle Impulse durch den Einstieg beim On-Demand-Mobilitätsdienstleister Gett. Auf smarte Weise könnten auch die VW-Premiumtöchter Porsche und Audi profitieren.

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Matthias Müller in Berlin: "Man möchte von A nach B, zückt sein Smartphone, aktiviert eine App, und innerhalb weniger Minuten biegt der persönliche Chauffeur um die Ecke, öffnet die Tür und bringt einen ans Ziel", beschrieb der Vorstandsvorsitzende von VW einen der Vorzüge des Ride Hailings à la Gett. (Foto: kro)
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Hamburg. Matthias Müller war gut aufgelegt. Sichtlich zufrieden präsentierte der VW-Chef in Berlin die Grundzüge der strategischen Partnerschaft zwischen dem etablierten Fahrzeughersteller und Gett, einem Fahrtenvermittler und App-Anbieter des Entrepreneurs Shahar Waiser. "Unser Kernprodukt ist künftig zunehmend nicht mehr nur das Auto", betonte der Topmanager, "Unser Kernprodukt, unser Versprechen an die Menschen, ist Mobilität".

VW hat verstanden. Die Bedürfnisse der Kunden von morgen und übermorgen wandeln sich rasant. Das Auto war, ist und bleibt wichtig. Aber intelligente Dienstleistungen um das Auto herum werden eben immer wichtiger. Mithin macht Müller mobil. Es gelte für VW, "den neuen, disruptiven Technologien und ihren Konsequenzen für unser Geschäftsmodell mehr Bedeutung zu schenken als bisher", hatte er erst vor Kurzem auf einer internen Managementversanstaltung seinen Führungskräften eingeschärft.


Luxuslimousinen für verwöhnte User

Dabei geht Müller persönlich voran. Auf Konzernebene etwa hat er den Bereich "Digitalisierung" ins Leben gerufen, diesen in seinem Ressort "verortet", wie er sagt, und obendrein neue "Group Future Center" auf den Weg gebracht. Zur Seite stehen Müller bei der im Rahmen seiner "Strategie 2025" geplanten "digitalen Transformation des Konzerns" mit Thomas Sedran und Johann Jungwirth zwei entscheidende Experten, die beide beim "Gett-together" (VW) in Berlin zugegen waren.

Sedran, Leiter Konzern Strategie, sagte VW-intern jüngst: "Strategie ist mehr als Powerpoint. Es geht um konkrete Ideen, die umgesetzt werden". Ein aktuelles Beispiel aus der betrieblichen Praxis von VW ist Gett. Und Johann "Jay Jay" Jungwirth, Chief Digital Officer des Wolfsburger Mehrmarkenkonzerns, will den "Wandel zur agilen, kunden- und nutzerorientierten Organisation vorantreiben", wie es auf besagtem Treffen der VW-Führungskräfte hieß. Den Anfang hat VW mit Gett gemacht. Nun muss es flott weitergehen. "Warum sollten die Gett-Fahrer in einer speziellen Premium-Variante der App ihre Kunden künftig nicht im Porsche Panamera oder Audi A8 durch die Metropolen dieser Erde lenken?", fragte Matthias Müller in Berlin, schaute in die Runde - und lächelte. Von diesem Punkt an wurde die ohnehin schon gute Laune des neuen VW-Konzernlenkers nochmals sichtlich besser.

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