Automobilwoche Konferenz:
„Im Automotive-Geschäft brauchen die Zulieferer die DNS des Silicon Valley“

Autor:
Henning Krogh
hkrogh@craincom.de
Kelei Shen: „Head-up-Displays können noch verbessert werden“. (Foto: Stephan Sahm)
Donnerstag, 15. Mai 2014, 11.39 Uhr

Für Kelei Shen, Produktentwickler von Harman, ist die wichtigste Frage bei der Vernetzung noch nicht beantwortet.



München. Für Kelei Shen ist es "schlicht Fakt, dass die Autos der Zukunft komplett vernetzt sein werden". Der Senior Vice President von Harman International sieht die entscheidende Frage aber noch nicht beantwortet: "Wie wird die Vernetzung konkret gestaltet?" Auf der Suche nach Lösungen folgt der Manager für Global Innovation & Development bei dem Infotainment-Anbieter den "eindeutigen Megatrends" (Shen). Eine dieser Strömungen beschrieb er so: "Smartphones und Apps werden zunehmend integraler Bestandteil der Fahrerassistenz im Auto". Für Lieferanten wie Harman folge daraus der Schluss: "Im Automotive-Geschäft brauchen die Zulieferer die DNS des Silicon Valley". Die IT-Unternehmen Google und Apple bezeichnete Shen als "Duopol", das potenzielle Geschäftsmodelle rund um die individuelle Mobilität maßgeblich beeinflusst.

Doch neben "realen Risiken" (Shen) wie Hackerangriffen auf die IT des vernetzten Autos und der Ablenkung des Fahrers durch überbordende Informationsangebote, zeigte der Harman-Manager auch verlockende Chancen auf. "Head-up-Displays etwa können noch deutlich verbessert werden", sagte Shen, "über größere Abbildungen im Sichtfeld und schärfere Einspiegelungen auf die Windschutzscheibe". Neben Touren bei hohem Tempo sollen Autofahrer davon alsbald auch bei Rangiermanövern profitieren. Shen: "Parkassistenzkameras mit 360-Grad-Blick sind eine große Hilfe."

 

 
»
 
Kommentare zum Video:
Das könnte Sie auch interessieren: