Der italienisch-amerikanische Autobauer Fiat Chrysler erwägt Kreisen zufolge die Verkäufe von Autos der Marke Fiat in Nordamerika und China einzustellen. Gleichzeitig solle sich Chrysler weitgehend auf den US-Markt konzentrieren, berichtete die Nachrichtenagentur Bloomberg am Mittwoch mit Bezug auf mit der Sache vertraute Personen. Nach dem Vorbild amerikanischer Wettbewerber werde zudem die Gründung einer eigenen Finanz-Sparte in den USA erwogen.
Unterdessen strebe man eine Verdoppelung der Jeep-Verkäufe bis zum Jahr 2022 an, hieß es weiter. Demnach soll die Entwicklung der Geschäfte von Alfa Romeo und Maserati künftig womöglich gemeinsam ausgewiesen werden.
Der Konzern wollte vor einer offiziellen Strategie-Präsentation am Freitag zu den Sachverhalten keine Stellung nehmen. Die Aktie von Fiat Chrysler legte nach Veröffentlichung der Bloomberg-Meldung um über 4 Prozent zu.
In den USA hat Fiat Chrysler derzeit mit technischen Problemen zu kämpfen. Am Freitag hatte der Konzern den Rückruf von 4,8 Millionen Fahrzeugen aufgrund mögliche Probleme mit dem Tempomat bekanntgegeben. (dpa)
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