Eine mobile Branche geht am Stock. Abbau von Arbeitszeitkonten, Personalreduzierung, Standortverlagerung, sogar Werksschließungen: Die Autozulieferer in Deutschland diskutieren landauf landab, wie sie sich am sinnvollsten gegen die Branchenflaute wappnen.
Die Firmenchefs gehen längst nicht mehr von einer vorübergehenden Konjunkturdelle aus. Denn die Automobilindustrie und damit die Zulieferer hat mit der möglichen Abkehr vom Verbrennungsmotor sowie Marktproblemen in China, Indien und den USA eine saftige Strukturkrise ereilt. Und zwar viel schneller, als einige Konzernlenker es erwartet hatten.
Dass in Bauteilen der größten deutschen Autozulieferer Continental und Bosch nun auch noch zu hohe Mengen an Blei festgestellt wurden, passt in das wenig rosige Gesamtbild. Wenn sich die Branche vom 10. September an zur Internationalen Automobilausstellung (IAA) in Frankfurt trifft, dürften sich dort vor allem nachdenkliche Gesichter zeigen.
Ein Überblick über die Lage bei den wichtigsten deutschen Zulieferern.