ACTech hat sich mit der Fertigung kleiner Serien hochkomplexer Gussteile einen Namen gemacht. Kunden sind vor allem die Automobilindustrie, die Luft- und Raumfahrt und der Maschinen- und Anlagenbau. 2016 erzielte ACTech nach eigenen Angaben einen Umsatz von 34,3 Millionen Euro. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) lag bei 8,2 Millionen Euro, der Nettogewinn bei 2,3 Millionen Euro.
In Freiberg sind 360 Mitarbeiter beschäftigt. Auf das Personal habe der Verkauf keine Auswirkungen, sagte der Freiberger Geschäftsführer Ray Wünsche.
Materialise wolle mit dem Erwerb der Kompetenz und der hauseigenen Infrastruktur von Actech die Entwicklung seines eigenen Metallkompetenzzentrums beschleunigen und eine starke Position auf dem Markt für 3D-gedruckte Metallteile einnehmen können, hieß es.
"ACTech kennt Metall und weiß, wie man es gemäß den Produktionsstandards formt, und wir kennen den Metall 3D-Druck", erklärte Wilfried Vancraen, Gründer und Geschäftsführer von Materialise mit Sitz in Leuven. Materialise gilt als weltweit führender Entwickler von 3D-Druck-Software und ist zugleich ein 3D-Druck-Dienstleister für Unternehmen und Privatpersonen. Das Unternehmen beschäftigt über 1000 Mitarbeitern. In Deutschland gibt es Niederlassungen in Bremen und München.
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