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Cebit 2017 in Hannover:

Wie Audi, Vodafone und Huawei das Autofahren sicher machen wollen

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Autorin:
Agnes Vogt
avogt@craincom.de
Wie sich Vodafone die Vernetzung des Autos vorstellt können Cebit-Besucher im Konzeptfahrzeug mit Hilfe von virtueller Realität erleben. (Foto: av)
Dienstag, 21. März 2017, 15.45 Uhr
Vodafone will mit Audi und Huawei den Straßenverkehr revolutionieren und Autos mit Technologie ausstatten, damit diese Daten austauschen können.


Der Straßenverkehr der Zukunft ist vernetzt - allein schon, weil der Datenaustausch garantiert, dass weniger Unfälle entstehen. Auf der Cebit stellen darum Vodafone, Huawei und Audi gemeinsam vor, wie der Straßenverkehr der Zukunft funktioniert. Auf Basis der Technologie LTE-V2X kommunizieren Autos direkt miteinander, aber die Fahrzeuge sind auch in der Lage, Informationen auf direktem Wege mit Fußgängern, Ampeln und Kreuzungen austauschen.

Datenaustausch funktioniert in Echtzeit, was bedeutet, dass potenzielle Gefahrensituationen besonders schnell an andere Verkehrsteilnehmer weitergeleitet werden. Dadurch lassen sich natürlich Unfälle vermeiden, aber es spart auch Ressourcen und bis zu 15 Prozent Benzin.


Netze werden so schnell wie menschliches Nervensystem

"Mobilfunk steuert den Verkehr von morgen. Vernetzte Autos werden künftig um die Ecke schauen - und sich gegenseitig vor Gefahren warnen. Das ist ein großer Schritt in eine voll vernetzte Welt. In eine Welt, die ohne Ampeln auskommen kann, die keinen Stau mehr kennt und in der es deutlich weniger Verkehrstote gibt", sagt Vodafone-Deutschland-Chef Hannes Ametsreiter.

Netze werden so schnell wie das menschliche Nervensystem. Aus diesem Grund will Vodafone mit Audi zusammen das Autofahren im Straßenverkehr auf eine andere Ebene heben.

Die Technologie LTE-V2X macht es heute schon möglich, dass die Daten mit einer extrem geringen Verzögerung ausgetauscht werden können - nahezu in Echtzeit. Mobilfunk regelt hierbei wann und welche Daten zwischen den Autos übertragen werden. Informationen zu potenziellen Gefahrensituationen haben Vorrang und werden besonders schnell an alle Personen und Autos in direkter Umgebung weitergeleitet.

Parallel dazu senden und erhalten Verkehrsteilnehmer Informationen über das übergreifende Mobilfunknetz. So lassen sich Hindernisse oder Staus schon aus weiter Entfernung erkennen und umgehen. Selbst dann, wenn diese Situationen für das menschliche Auge noch zu weit entfernt oder, zum Beispiel wegen Hauswänden, nicht sichtbar sind. Die parallele Kommunikation direkt zwischen den Autos und im übergreifenden Mobilfunknetz schafft einen doppelten Boden. Autos sehen so auch das, was der Fahrer nicht sieht.

Lesen Sie auch:

Cebit: VW will Staus vermeiden

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