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Automobilwoche Kongress 2016:

Schneller puzzeln bei der Vernetzung

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Autor:
Klaus-Dieter Flörecke
kfloerecke@craincom.de
Oliver Bahns, T-Systems International, Carl Friedrich Eckhardt, BMW, Agnes Vogt, Automobilwoche, Jörg Oltrogge, Geschäftsführer Landesbetrieb Verkehr – Hamburg, Steffen Braun, Fraunhofer-Institut (Foto: Poblete)
Donnerstag, 17. November 2016, 15.33 Uhr
Eine höhere Geschwindigkeit bei den Umsetzung von Mobilitätskonzepten wünschen sich die Teilnehmer T-Systems Breakfast Session bei Projekten zum vernetzten Autos in der Stadt der Zukunft. Doch noch weiß keiner wie die einzelnen Puzzleteile zusammenpassen.


Dank Digitalisierung ist bei Mobilitätskonzepten in der Stadt in den vergangenen Jahren schon viel erreicht worden. Verschiedene Verkehrsmittel lassen sich miteinander verknüpfen und es gibt diverse Angebote, so die Einschätzung von Steffen Braun, Leiter des Geschäftsfeldes "Mobilitäts- und Stadtsystem-Gestaltung" des Fraunhofer-Instituts für Arbeitswirtschaft und Organisation IAO. Doch "wir wissen noch nicht, wie die Puzzleteile zusammenpassen. Das big picture steht noch nicht." Er ist zudem davon überzeugt, dass es bei den künftigen Lösungen nicht ohne Partnerschaften gehen wird.

Carl Friedrich Eckhardt, Leiter Kompetenzzentrum Urbane Mobilität der BMW Group, verweist im Zusammenhang mit neuen Geschäftsmodellen auf das Carsharing DriveNow,  mit dem man neue Zielgruppen erreiche. Der Manager sieht in den Städten "noch viel Raum" zwischen dem öffentlichen Personennahverkehr und dem Pkw-Besitz. Dieser werde mit allen möglichen Angeboten gefüllt, die erst durch die Digitalisierung für Kunden attraktiv geworden sind. "Das ist eine riesige Chance die wir haben", ist er überzeugt.


Weitere Industriepartner erwünscht

"Für Hamburg ist die Digitalisierung eine große Herausforderung", konstatiert Jörg Oltrogge, Geschäftsführer Landesbetrieb Verkehr - Hamburg. Er verweist in diesem Zusammenhang auf eine Zusammenarbeit zwischen dem Autohersteller Volkswagen und der Stadt Hamburg. Dabei soll es nicht bleiben, weitere Industriepartner sind durchaus erwünscht. Bereits weiter sind schon die Stadtentwickler in Singapore. Dort wird derzeit eine flächendeckende Sensorik-Infrastruktur aufgebaut.

Mehr Geschwindigkeit fordert Oliver Bahns, Senior Vice President Connected Mobility bei T-Systems International. Dass es häufig mit der Umsetzung hapert liegt für ihn oft nicht am Geld, "sondern an der fehlenden Geschwindigkeit in den Umsetzungsprozessen." Er fordert daher, dass bestimmte Vorhaben jetzt in die Fläche gebracht werden.


Problemlösung bis 2030

Dem stimmt auch Carl Friedrich Eckhardt, Leiter Kompetenzzentrum Urbane Mobilität der BMW Group, zu. "In vielen Bereichen sind wir heute keinen Schritt weiter." Doch nun hätten alle Beteiligten "die Riesenchance an einem Strang zu ziehen". Und er ist optimistisch: "Bis 2030 können wir alle Probleme, die wir heute im Straßenverkehr haben, lösen" und spielt mit dieser Aussage auf Probleme wie Staus und Parkplatzsuche an.

Oltrogge verweist auf die Herausforderung, dass Städte die Wünsche der Industrie schnell genug umzusetzen. Doch Stadtplaner würden häufig noch in alten Strukturen denken. Doch es gibt auch positive Ansätze. Er verweist auf ein Projekt mit BMW und DriveNow. Dabei werde versucht, in zwei Stadtteilen Carsharing vor Ort als neue Mobilitätsform zu etablieren.


WLAN in der Hochbahn

"Wir müssen nicht auf Google oder Facebook warten", so Oltrogge. Als Beispiel für einen eigenen Ansatz sieht er eine Befragung zur Hamburger Hochbahn. Im Ergebnis soll die Hochbahn nun auf die Wünsche der 15- bis 20-jährigen ausgerichtet werden. Um dem Wunsch nach Unterhaltung gerecht zu werden, soll es nun beispielsweise einen WLAN-Zugang in der Hochbahnhaben. Dieses Vorhaben soll nun in den nächsten ein bis zwei Jahren umgesetzt werden.

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