Während die Verkaufszahlen im Februar in den Keller gingen, verschärfte sich der Rabattwettbewerb deutlich. Der Rabatt-Index des Duisburger Center Automotive Research stieg erneut an und nähert sich Rekordhöhen. Insbesondere die Eigenzulassungsquote legte zu und kletterte auf den höchsten Stand seit gut sechs Jahren.
Vor allem die Zahl der Markenbetriebe ist zwischen 2000 und 2012 zurückgegangen.
Duisburg. Die Autobranche kämpft in Deutschland mit immer mehr Sonderaktionen und Eigenzulassungen um die wegbleibenden Kunden. Im Februar stieg der vom Autoexperten Ferdinand Dudenhöffer erhobene Rabattindex um zwei auf 128 Punkte. Er ist damit nur noch einen Zähler von seinem Rekordstand aus dem Oktober vergangenen Jahres entfernt. Zudem erwartet Dudenhöffer weiter steigende Rabatte. Ein Ende sei derzeit nicht in Sicht, erklärte er - auch weil Hersteller wie Ford angekündigt hätten, ihren Marktanteil "mit Kampfpreisen" zu verteidigen. Insgesamt sehe man an der Rabattsituation, dass der deutsche Automarkt über alle Marktsegmente "äußerst schwach" sei. Das wichtige Frühjahrsgeschäft laufe "trotz höchster Rabatte" nicht an. Treiber des Anstiegs waren mehr Sonderaktionen - ihre Zahl legte um 35 auf 422 zu - und eine höhere Eigenzulassungsquote. Letztere fließt immer aus dem Vormonat in den Rabattindex ein und lag im Januar mit 33,8 Prozent um 3,5 Punkte höher als im Dezember oder ein Jahr zuvor. Für Premiumhersteller "ungewöhnlich hohe Eigenzulassungsquoten" machte Dudenhöffer bei Mercedes mit 35,9 und BMW mit 30,2 aus. Einen Monat davor hatten die beiden Marken nur 14,2 beziehungsweise 12,0 Prozent gehabt. Audi lag im Januar mit 26,7 Prozent leicht darunter. Verbessern konnten sich Volumenhersteller wie Ford, wo es von 40,7 auf 33,8 nach unten ging. Opel drückte seine Quote von 45,6 auf 37,2 Prozent. Bei Volkswagen ging es dagegen um 1,8 Punkte auf 31,5 Prozent nach oben. Die niedrigsten Eigenzulassungsquoten auf dem deutschen Markt verbuchten Smart (10,5 Prozent), Dacia (14,7) und Honda (17,9), die höchsten Jaguar (59,5), Lancia (57,5) und Alfa Romeo (57,1)
Gesunkene Rabatte bei VW Auch wenn die Zahl der Sonderaktionen stieg, der Durchschnitt der dabei gewährten Rabatte sank um 0,7 Punkte auf 12,3 Prozent. Dies sei fast ausschließlich auf gesunkene Nachlässe bei VW-Modellen zurückzuführen, schreibt Dudenhöffer in seiner Studie. Für den März habe der Konzern aber neue Händlerincentives ausgelobt. Für den laufenden Monat erwartet der Autoexperte auch ein Ansteigen der Rabatte. Die höchsten Nachlässe bei Sonderaktionen machte Dudenhöffer im Februar bei der Jaguar XK Series mit bis zu 35,2 Prozent, dem Renault Twingo mit bis zu 34,2 Prozent und dem Renault Megane mit bis zu 31,2 Prozent aus. Nach unten ging im Februar die Rabattquote der 30 beliebtesten Autos bei Internetvermittlern. Sie sank um 1,2 Punkte auf 17,6 Prozent. Auch dies führt Dudenhöffer auf gesunkene Rabatte bei VW-Modellen zurück, erwartet aber einen Anstieg im März. Den mit Abstand höchsten Nachlass im Netz gab es mit 33 Prozent auf den Ford Focus.
Überraschend schnell und geräuschlos haben IG Metall und Arbeitgeber sich auf einen neuen Tarifvertrag geeinigt: Die Beschäftigten bekommen eine Lohnerhöhung in zwei Stufen.
Der Stuttgarter Autobauer Daimler hat einem Bericht des Fernsehsenders ARD widersprochen, wonach Mitarbeiter mit Werksverträgen die gleichen Tätigkeiten ausführen wie festangestellte Mitarbeiter, dafür aber erheblich schlechter bezahlt werden.
Der Kompaktvan Opel Zafira Tourer wird ab 2015 im Werk Rüsselsheim gebaut. Bisher wird das Modell in Bochum gefertigt. Der Betriebsrat protestierte und sprach von einer "unglaublichen Provokation".
Daimler hat am Mittwochabend seine neue S-Klasse präsentiert. Die Luxus-Limousine strotzt vor Superlativen. Der Stuttgarter Autobauer spricht vom "besten Auto der Welt".
In der Europäischen Union wurden im April knapp 1,04 Millionen Neuzulassungen registriert. Dies ist ein Zuwachs um 1,7 Prozent gegenüber April 2012 - und der erste Anstieg seit September 2011.
Der VW-Konzern muss mehrere Zehntausend Fahrzeuge seiner New Small Family, zu der neben dem VW Up auch die weitgehend baugleichen Modelle Seat Mii und Skoda Citigo gehören, wegen Airbagproblemen in die Werkstätten zurückrufen.
Auf der BMW-Hauptversammlung sprach sich Vorstandschef Norbert Reithofer gegen die neuesten CO2-Forderungen der EU aus. Er forderte von der Politik "verlässliche Rahmenbedingungen". Die neueste Forderung von 68 bis 78 Gramm CO2 pro Kilometer für 2050 sei "politisches Wunschkonzert" und habe "mit technischer Analyse oder Machbarkeit nichts, aber auch gar nichts, zu tun".
Der amerikanische Autokonzern Ford erweitert seine Produktionskapazitäten in Russland. In Tatarstan entsteht ein Motorenwerk, außerdem soll ein weiteres Modell vor Ort produziert werden.
BMW will mit seiner neuen Submarke BMWi Bestmarken in der Produktion setzen. Auf der Automobilwoche-Konferenz in München kündigte Ulrich Kranz, Chef der Marke BMWi, erhebliche Energie-Einsparungen in der Fertigung der neuen Elektroautos an.