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Preiskampf auf dem schwächelnden Automarkt
Rabattindex: Nur noch ein Punkt fehlt zum Rekordwert aus dem Oktober 2012.
(Foto: CAR)
Autor:
Christof Rührmair
cruehrmair@craincom.de
Sonntag, 10. März 2013, 17.27 Uhr
Während die Verkaufszahlen im Februar in den Keller gingen, verschärfte sich der Rabattwettbewerb deutlich. Der Rabatt-Index des Duisburger Center Automotive Research stieg erneut an und nähert sich Rekordhöhen. Insbesondere die Eigenzulassungsquote legte zu und kletterte auf den höchsten Stand seit gut sechs Jahren.

Hintergrunddaten zum Thema:
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06/2013
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04/2013
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Duisburg. Die Autobranche kämpft in Deutschland mit immer mehr Sonderaktionen und Eigenzulassungen um die wegbleibenden Kunden. Im Februar stieg der vom Autoexperten Ferdinand Dudenhöffer erhobene Rabattindex um zwei auf 128 Punkte. Er ist damit nur noch einen Zähler von seinem Rekordstand aus dem Oktober vergangenen Jahres entfernt. Zudem erwartet Dudenhöffer weiter steigende Rabatte. Ein Ende sei derzeit nicht in Sicht, erklärte er - auch weil Hersteller wie Ford angekündigt hätten, ihren Marktanteil "mit Kampfpreisen" zu verteidigen. Insgesamt sehe man an der Rabattsituation, dass der deutsche Automarkt über alle Marktsegmente "äußerst schwach" sei. Das wichtige Frühjahrsgeschäft laufe "trotz höchster Rabatte" nicht an.
Treiber des Anstiegs waren mehr Sonderaktionen - ihre Zahl legte um 35 auf 422 zu - und eine höhere Eigenzulassungsquote. Letztere fließt immer aus dem Vormonat in den Rabattindex ein und lag im Januar mit 33,8 Prozent um 3,5 Punkte höher als im Dezember oder ein Jahr zuvor. Für Premiumhersteller "ungewöhnlich hohe Eigenzulassungsquoten" machte Dudenhöffer bei Mercedes mit 35,9 und BMW mit 30,2 aus. Einen Monat davor hatten die beiden Marken nur 14,2 beziehungsweise 12,0 Prozent gehabt. Audi lag im Januar mit 26,7 Prozent leicht darunter. Verbessern konnten sich Volumenhersteller wie Ford, wo es von 40,7 auf 33,8 nach unten ging. Opel drückte seine Quote von 45,6 auf 37,2 Prozent. Bei Volkswagen ging es dagegen um 1,8 Punkte auf 31,5 Prozent nach oben. Die niedrigsten Eigenzulassungsquoten auf dem deutschen Markt verbuchten Smart (10,5 Prozent), Dacia (14,7) und Honda (17,9), die höchsten Jaguar (59,5), Lancia (57,5) und Alfa Romeo (57,1)

Gesunkene Rabatte bei VW
Auch wenn die Zahl der Sonderaktionen stieg, der Durchschnitt der dabei gewährten Rabatte sank um 0,7 Punkte auf 12,3 Prozent. Dies sei fast ausschließlich auf gesunkene Nachlässe bei VW-Modellen zurückzuführen, schreibt Dudenhöffer in seiner Studie. Für den März habe der Konzern aber neue Händlerincentives ausgelobt. Für den laufenden Monat erwartet der Autoexperte auch ein Ansteigen der Rabatte. Die höchsten Nachlässe bei Sonderaktionen machte Dudenhöffer im Februar bei der Jaguar XK Series mit bis zu 35,2 Prozent, dem Renault Twingo mit bis zu 34,2 Prozent und dem Renault Megane mit bis zu 31,2 Prozent aus.
Nach unten ging im Februar die Rabattquote der 30 beliebtesten Autos bei Internetvermittlern. Sie sank um 1,2 Punkte auf 17,6 Prozent. Auch dies führt Dudenhöffer auf gesunkene Rabatte bei VW-Modellen zurück, erwartet aber einen Anstieg im März. Den mit Abstand höchsten Nachlass im Netz gab es mit 33 Prozent auf den Ford Focus.
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