Der IT-Dienstleister und weltweit größter SAP-Implementierungspartner Accenture eröffnet ein Büro in Stuttgart und will am Automobilstandort Baden-Württemberg stärker präsent sein.
Conti und Bosch-Mahle trumpfen auf
Der Markt für Turbolader kommt stärker in Schwung - US-Zulieferer reagieren gelassen auf die neue Konkurrenz aus Deutschland
Bosch und Denso mit Kopf-an-Kopf-Rennen
Großes Stühlerücken im Zulieferer-Ranking
Bosch musste in der vergangenen Dekade seine Top-Position zweimal zurückerobern - Koreaner und Chinesen im Aufwind
Stuttgart. Accenture will das Geschäft mit der deutschen Autoindustrie ankurbeln und hat dazu ein Büro in Stuttgart eröffnet. "Wir wollen näher an die Automobilhersteller und Zulieferern in Baden-Württemberg rücken und mehr Präsenz zeigen", so Bürochef Axel Schmidt, der dafür eigens von der Strategieberatung Roland Berger abgeworben wurde und Geschäftsführer im Bereich Products bei Accenture ist, bei der Eröffnungfeier am Mittwochabend. Die Autoindustrie stehe vor großen Veränderungen, so der Manager mit Blick auf die Digitale Revolution und neue Geschäftsmodelle. Accenture könne die Unternehmen bei dem Wandel unterstützen. Im Ranking der Automobilwoche liegt Accenture mit einem Umsatz von 30 Millionen Euro im Jahr 2011 auf Platz 14 der 25 größten IT-Dienstleister für die Autoindustrie in Deutschland. Das an der New York Stock Exchange notierte Unternehmen wies im Fiskaljahr 2012 (per 31. August 2012) einen Umsatz von knapp 28 Milliarden Dollar aus. Operativ hat Accenture fast 3,9 Milliarden Dollar verdient und kommt auf eine Rendite von 13,9 Prozent.
Neue Geschäftsmodelle entstehen "Wir sind der weltweit größte SAP-Implementierer", so Deutschland-Chef Frank Riemensperger. Rund 20 Prozent des Konzernumsatzes entfalle auf die Beratung, zwei Drittel stammt von industrienahen IT-Dienstleistungen sowie dem Betrieb von Anwendungslandschaften. Der Betrieb von Geschäftsprozessen - etwa die Übernahme des Einkaufs, der Buchhaltung oder des Personalwesens - erwirtschafte 15 Prozent des Gesamtumsatzes. Wachstumschancen für sein eigenes Unternehmen und die Accenture-Kunden sieht Riemensperger vor allem durch die anstehende Digitale Revolution: "Intelligente Produkte in intelligenten Netzen werden die deutschen Großunternehmen befeuern". Dabei lieferten Daten Ideen für neue Produkte und vor allem zusätzliche Dienstleistungen. "So entstehen neue Geschäftsmodelle, die weit über den Verkauf eines Produkts hinausgehen."
Das Automatikgetriebe macht Volkswagen Probleme: Nach Rückrufaktionen im großen Stil in China und Japan müssen nun auch in Australien Autos wieder in die Werkstatt. Der Konzern sieht keine Alternative zum Werkstattbesuch. Auslöser der Probleme sind verstopfte, heiße Großstadtdschungel.
Die Porsche Holding ist wieder ganz im Familienbesitz: Der Staatsfonds des Emirats Katar hat seinen Anteil von zehn Prozent an der Porsche SE an die beiden Familien Porsche und Piech verkauft.
Der Stuttgarter Autohersteller Daimler stellt weitere Weichen, um die Pkw-Vertriebsorganisation in China schlagkräftiger zu machen. In der Zentrale in Stuttgart wurde ein eigener Bereich "Vertriebssteuerung China“ geschaffen, dessen Leitung der ehemalige Audi-Manager Bernhard Auer übernimmt.
Die Europäische Union hat Deutschland eine Frist gesetzt: Zehn Wochen hat die Bundesregierung einem Medienbericht zufolge Zeit, die Einhaltung der Richtlinie zum Kältemittel in Klimaanlagen sicherzustellen – danach droht ein Verfahren.
Etwa 100.000 Personen haben sich weltweit bereits für eine Probefahrt mit dem Elektroauto BMW i3 angemeldet, wie Vertriebsvorstand Ian Robertson auf dem Kongress der Automotive News Europe in Paris bekanntgab.
Fondsmanager Michael Muders von Union Investment hat sich in einem Interview vehement gegen ein weiteres Engagement von Mercedes ausgesprochen: "Mercedes muss raus aus der Formel 1."