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T-Systems steigert Auftragseingang und Rendite
Zentrale der Deutschen Telekom in Bonn: Rechenleistung aus der Cloud soll das Geschäft der Zukunft sein.
(Foto: Deutsche Telekom)
Autor:
Matthias Krust
mkrust@craincom.de
Donnerstag, 28. Februar 2013, 12.01 Uhr
Die Geschäftskundensparte der Deutschen Telekom hat im vergangenen Geschäftsjahr einen stagnierenden Gesamtumsatz ausgewiesen. Der operative Gewinn legte bereinigt um Sondereinflüsse deutlich zu.

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Bonn. T-Systems hat im vergangenen Geschäftsjahr den Auftragseingang um rund 18 Prozent auf 8,7 Milliarden Euro gesteigert. Grund dafür seien Großaufträge unter anderem von Daimler und dem Schweizer Zulieferer Georg Fischer sowie von Shell, BP, Clariant und British American Tobacco, teilte die Geschäftskundensparte der Deutschen Telekom bei Vorlage des Jahresabschlusses 2012 mit. "Das Systemgeschäft hat sich sehr erfreulich entwickelt", so Telekom-Chef René Obermann. Der Umsatz von T-Systems stagnierte bei rund zehn Milliarden Euro. Operativ weitete die Sparte den Verlust vor Zinsen und Steuern (EBIT) von 290 Millionen im Jahr 2011 auf 299 Millionen Euro aus. Dabei schlugen Sondereinflüsse von 409 Millionen Euro zu Buche, die im Vorjahr nur 313 Millionen Euro betragen hatten. Bereinigt um diese Effekte stieg der Gewinn von 23 Millionen Euro auf 110 Millionen Euro. Damit lag die bereinigte Marge bei 1,1 Prozent nach 0,2 Prozent im Jahr 2011.
T-Systems ist im Ranking der Automobilwoche mit einem Umsatz von 700 Millionen Euro im Jahr 2011 der mit Abstand größte IT-Dienstleister der Autoindustrie in Deutschland. Basierend auf die Zahlen von 2012 wird derzeit eine neues Ranking erstellt, das Mitte Mai veröffentlicht wird.

Ziel ist Wachstum ab 2014
T-Systems befindet sich seit Sommer in einer Restrukturierungsphase. Im Juli 2012 waren die gesamten konzerninternen IT-Aktivitäten in Deutschland in der Telekom IT gebündelt worden, die wiederum Teil der Sparte T-Systems ist. Telekom IT ist als Dienstleister für die EDV der Deutschen Telekom zuständig. Mit der Neuformierung hat der Bonner Konzern das alte Vergütungssystem abgeschafft: Nun erhält die Telekom IT keine marktüblichen Margen mehr auf die Aufträge. Dadurch liegt die EBIT-Marge im Systemgeschäft insgesamt deutlich unter den früher ausgewiesenen Margen. Die Telekom will die internen IT-Kosten bis 2015 dauerhaft um eine Milliarde Euro reduzieren. Bis dann soll die EBIT-Marge von T-Systems auf vier Prozent wachsen.
Der Mutterkonzern sieht sich angesichts eines "harten Jahres" solide aufgestellt. "Wir sind im opertiven Geschäft stabil und haben eine klare Strategie für die nächsten Jahre formuliert", so Obermann. Während der Konzernumsatz mit 58,2 Milliarden Euro leicht rückläufig war, sank  das bereinigte EBITDA um 3,8 Prozent auf knapp 18 Milliarden Euro. Aufgrund einer Abschreibung über 7,8 Milliarden Euro in den USA wies die Deutsche Telekom einen Nettoverlust von fünf Milliarden Euro aus. Rechnet man die Abschreibung heraus, bliebe ein Gewinn von 2,5 Milliarden Euro.
"Während die Telekommunikationsbranche in Europa unter großen Druck steht, bleiben wir voll handlungsfähig", so Obermann. In den Jahren 2013 bis 2015 wolle die Telekom ihre Investitionen auf nahezu 30 Milliarden Euro massiv erhöhen. Vor allem in den Ausbau des LTE-Netzes will Obermann viel Geld stecken, "um uns hier vom Wettbewerb zu differenzieren". "Im deutschen Mobilfunk haben wir 2012 die Investitionen um 16 Prozent erhöht. Das ist ganz besonders wichtig, weil wir aktuell das einzige Unternehmen sind, dessen LTE-Netz beim iPhone 5 die volle Geschwindigkeit unterstützt."
Für das laufende Jahr plant die Telekom ein bereinigtes EBITDA von 18,4 Milliarden Euro. Der free Cash-flow wird mit fünf Milliarden Euro erwartet. Darin sind die erhöhten Investitionen berücksichtigt. "Wir wollen die Basis schaffen für eine weiter stabile Entwicklung der Deutschen Telekom,um ab 2014 im Konzern insgesamt wieder zu wachsen", so Obermanns Ziel.
 
 
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