Während Absatz und Umsatz wachsen, schmilzt der Gewinn der Pkw-Sparte zusammen. Allen... » mehr lesen
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Ferdinand Piëchs Formel 1
Dienstag, 26. Februar 2013, 13.38 Uhr
Das Ein-Liter-Auto von VW ist serienreif - der XL1 kommt zur Jahresmitte auf den Markt. Seine Technik soll auch in anderen Modellen des Konzerns eingesetzt werden und deren Verbrauch senken.
Prognose zur Entwicklung des weltweiten Markts für Fahrzeugvernetzung in den Jahren 2013 bis 2020 in Milliarden Euro
Osnabrück. Ferdinand Piëch ist bekannt für kurze Sätze: "Meine Formel 1 ist das Ein-Liter-Auto", pflegt der Aufsichtsratschef von VW Fragen nach einem Einstieg des Wolfsburger Fahrzeugherstellers in die Königsklasse des Motorsports zu beantworten. Und der Konzernpatriarch ist nicht gern Zweiter: "Da gewinnt man immer", merkt Ingenieur Piëch mit Blick auf das Projekt eines besonders verbrauchs- und emissionsgünstigen Zweisitzers an. Wie wahr. Mit dem XL1, der zur Jahresmitte startenden Serienversion des Ein-Liter-Autos, darf sich VW in vielerlei Hinsicht als Sieger fühlen. Zum einen wird dessen Durchschnittskonsum von 0,83 Liter Diesel pro 100 Kilometer auf absehbare Zeit kaum ein anderes vollwertiges Auto unterbieten. "Leider rundet die Zulassungsstelle die zweite Zahl hinter dem Komma auf", sagt VW-Entwicklungschef Ulrich Hackenberg. "Somit ergibt sich amtlicherseits der Verbrauchswert 0,9." Lediglich 21 Gramm CO2 pro Kilometer stößt der Zweizylinder-TDI aus. Zum anderen baut VW mit dem XL1 einen "Leuchtturm" (Hackenberg) für die geplante Plug-in-Hybridoffensive des Konzerns, an dem sich andere Marken orientieren. Die Premiumtochter Audi etwa wird auf dem Genfer Salon den A3 e-tron zeigen. Dessen TFSI-Benziner und ein Elektromotor bescheren dem kompakten Plug-in-Hybridauto eine Systemleistung von 204 PS und bullige 350 Newtonmeter Drehmoment. "Die Elektrifizierung des Antriebs, vor allem mit der Plug-in-Technologie, spielt in der Strategie der Marke eine entscheidende Rolle", so Audi-Entwicklungsvorstand Wolfgang Dürheimer. Sein VW-Kollege Hackenberg sagt: "Wir treiben die Idee des XL1 weiter und werden sie über das hohe Volumen unseres Modularen Querbaukastens demokratisieren." Doch auch weit unterhalb des VW Golf, der wie der Audi A3 auf dem MQB basiert, will VW Plug-in-Hybride bringen. So passt der Antrieb des XL1 in den Motorraum des VW-Kleinwagens Up. "Damit werden wir ziemlich nahe an einen Durchschnittsverbrauch von einem Liter kommen", kündigt Hackenberg an. Beim VW Golf mit Plug-in-Hybrid rechnet der Chefingenieur mit einem CO2-Ausstoß von "rund 35 Gramm".
Marken- und marktübergreifende Zusammenarbeit Neben der Funktion des XL1 als Leuchtfeuer für alternative Antriebe dürfte sich Piëch an der marken- und marktübergreifenden Zusammenarbeit erfreuen, die das Ein-Liter-Auto erzwungen hat. So wurden die Verstellschienen des Fahrersitzes als sogenannte Übernahmeteile vom Indien-Polo entlehnt, den VW in Pune produziert. Die Sprengschrauben an den Flügeltüren, die im Falle einer Dachlandung des XL1 dessen Flügeltüren pyrotechnisch lösen, stammen von Lamborghini. Alle LEDs der Hauptscheinwerfer von Zulieferer Visteon gehören ohnehin zum Fundus von VW. Und der XL1-Bremskraftverstärker fand sich in Audis Teileregal. "Man muss das Rad ja nicht immer neu erfinden", begründet Projektleiter Holger Bock derlei "Maßnahmen der Kostenhygiene". Manchmal aber doch: Die XL1-Räder lässt VW aus Magnesium schmieden. Als Sonderanfertigung.
Überraschend schnell und geräuschlos haben IG Metall und Arbeitgeber sich auf einen neuen Tarifvertrag geeinigt: Die Beschäftigten bekommen eine Lohnerhöhung in zwei Stufen.
Daimler hat am Mittwochabend seine neue S-Klasse präsentiert. Die Luxus-Limousine strotzt vor Superlativen. Der Stuttgarter Autobauer spricht vom "besten Auto der Welt".
Der Kompaktvan Opel Zafira Tourer wird ab 2015 im Werk Rüsselsheim gebaut. Bisher wird das Modell in Bochum gefertigt. Der Betriebsrat protestierte und sprach von einer "unglaublichen Provokation".
Der Stuttgarter Autobauer Daimler hat einem Bericht des Fernsehsenders ARD widersprochen, wonach Mitarbeiter mit Werksverträgen die gleichen Tätigkeiten ausführen wie festangestellte Mitarbeiter, dafür aber erheblich schlechter bezahlt werden.
In der Europäischen Union wurden im April knapp 1,04 Millionen Neuzulassungen registriert. Dies ist ein Zuwachs um 1,7 Prozent gegenüber April 2012 - und der erste Anstieg seit September 2011.
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Der amerikanische Autokonzern Ford erweitert seine Produktionskapazitäten in Russland. In Tatarstan entsteht ein Motorenwerk, außerdem soll ein weiteres Modell vor Ort produziert werden.
BMW will mit seiner neuen Submarke BMWi Bestmarken in der Produktion setzen. Auf der Automobilwoche-Konferenz in München kündigte Ulrich Kranz, Chef der Marke BMWi, erhebliche Energie-Einsparungen in der Fertigung der neuen Elektroautos an.
Der Ingolstädter Autobauer steckt Milliardensummen in neue Fahrzeuge und den Ausbau der Produktion. Dies kündigte Unternehmenschef Rupert Stadler auf der Audi-Hauptversammlung an. Dort wurde auch Ursula Piech in den Aufsichtsrat gewählt.