Seit Monaten verhandeln das Management von General Motors und die Arbeitnehmervertreter von Opel um die Zukunft des Werks Bochum. Einem Medienbericht zufolge droht die Einigung zu scheitern, was ein früheres Aus für das Werk bedeuten würde.
Chart der Woche: Wird der neue Opel Adam ein Erfolg für die Marke?
Bochum. Die Verhandlungen zwischen dem GM-Management und den Opel-Betriebsräten um die Zukunft des Werks Bochum sind ins Stocken geraten. Der amerikanische Mutterkonzern verlangt einem Bericht von "Spiegel Online" zufolge, dass die zentrale Fertigungsplanung, der Werkzeugbau und der Prototypenbau am Stammsitz Rüsselsheim aufgegeben werden sollen. Die Aufgaben sollen teilweise an fremde Firmen vergeben und teilweise im GM-Werk in Polen geleistet werden. Betroffen wären 700 Arbeitsplätze in Rüsselsheim. Diesen Plänen können die Arbeitnehmer nicht zustimmen. Jetzt droht "Spiegel Online" zufolge ein Abbruch der Gespräche, was bedeuten würde, dass die Autofertigung in Bochum schon Ende 2014 statt 2016 auslaufen würde. Die Gespräche waren schon recht weit gediehen: So hatte das Management in Detroit nicht nur zugestimmt, die Autofertigung bis 2016 weiterlaufen zu lassen, sondern war auch bereit, dort weiter Teile herstellen zu lassen und eine Transfergesellschaft zu finanzieren, mit deren Hilfe möglichst viele der gut 4000 Arbeitsplätze in Bochum erhalten bleiben sollten.
Doch jetzt stocken die Verhandlungen. Schon vor einigen Wochen forderte Steve Girsky, Opel-Aufsichtsratschef und GM-Vize, dass bis Ende Februar ein Ergebnis vorliegen müsse. Bisher hat der Konzern jedoch nicht erklärt, welche Teile er künftig in Bochum fertigen lassen will – für die Betriebsräte eine wichtige Information, die ihnen vorenthalten wird. Möglich wäre beispielsweise der Bau von Dieselmotoren, aber die will GM lieber in Ungarn fertigen lassen. Der Vorstand des Weltkonzerns ist frustriert: Man sei den Arbeitnehmern weit entgegen gekommen, sagte ein Manager. Man habe die Finanzierung von Opel für die nächsten Jahre zugesagt und die Fertigung von Teilen angeboten, um Arbeitsplätze zu sichern. Doch der Betriebsrat in Bochum stelle immer neue Forderungen. Man werde nicht ewig verhandeln. Das klingt nicht gut für das Werk Bochum.
Das Automatikgetriebe macht Volkswagen Probleme: Nach Rückrufaktionen im großen Stil in China und Japan müssen nun auch in Australien Autos wieder in die Werkstatt. Der Konzern sieht keine Alternative zum Werkstattbesuch. Auslöser der Probleme sind verstopfte, heiße Großstadtdschungel.
Die Porsche Holding ist wieder ganz im Familienbesitz: Der Staatsfonds des Emirats Katar hat seinen Anteil von zehn Prozent an der Porsche SE an die beiden Familien Porsche und Piech verkauft.
Der Stuttgarter Autohersteller Daimler stellt weitere Weichen, um die Pkw-Vertriebsorganisation in China schlagkräftiger zu machen. In der Zentrale in Stuttgart wurde ein eigener Bereich "Vertriebssteuerung China“ geschaffen, dessen Leitung der ehemalige Audi-Manager Bernhard Auer übernimmt.
Die Europäische Union hat Deutschland eine Frist gesetzt: Zehn Wochen hat die Bundesregierung einem Medienbericht zufolge Zeit, die Einhaltung der Richtlinie zum Kältemittel in Klimaanlagen sicherzustellen – danach droht ein Verfahren.
Etwa 100.000 Personen haben sich weltweit bereits für eine Probefahrt mit dem Elektroauto BMW i3 angemeldet, wie Vertriebsvorstand Ian Robertson auf dem Kongress der Automotive News Europe in Paris bekanntgab.
Fondsmanager Michael Muders von Union Investment hat sich in einem Interview vehement gegen ein weiteres Engagement von Mercedes ausgesprochen: "Mercedes muss raus aus der Formel 1."