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GM verstärkt Druck auf Opel erneut
Opel-Werk Bochum: Die Verhandlungen um die Zukunft des Standorts sind ins Stocken geraten.
(Foto: Opel)
Autor:
Stefan Wimmelbücker
swimmelbuecker@craincom.de
Sonntag, 24. Februar 2013, 12.00 Uhr
Seit Monaten verhandeln das Management von General Motors und die Arbeitnehmervertreter von Opel um die Zukunft des Werks Bochum. Einem Medienbericht zufolge droht die Einigung zu scheitern, was ein früheres Aus für das Werk bedeuten würde.

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Bochum. Die Verhandlungen zwischen dem GM-Management und den Opel-Betriebsräten um die Zukunft des Werks Bochum sind ins Stocken geraten. Der amerikanische Mutterkonzern verlangt einem Bericht von "Spiegel Online" zufolge, dass die zentrale Fertigungsplanung, der Werkzeugbau und der Prototypenbau am Stammsitz Rüsselsheim aufgegeben werden sollen. Die Aufgaben sollen teilweise an fremde Firmen vergeben und teilweise im GM-Werk in Polen geleistet werden. Betroffen wären 700 Arbeitsplätze in Rüsselsheim. Diesen Plänen können die Arbeitnehmer nicht zustimmen. Jetzt droht "Spiegel Online" zufolge ein Abbruch der Gespräche, was bedeuten würde, dass die Autofertigung in Bochum schon Ende 2014 statt 2016 auslaufen würde.
Die Gespräche waren schon recht weit gediehen: So hatte das Management in Detroit nicht nur zugestimmt, die Autofertigung bis 2016 weiterlaufen zu lassen, sondern war auch bereit, dort weiter Teile herstellen zu lassen und eine Transfergesellschaft zu finanzieren, mit deren Hilfe möglichst viele der gut 4000 Arbeitsplätze in Bochum erhalten bleiben sollten.

Doch jetzt stocken die Verhandlungen. Schon vor einigen Wochen forderte Steve Girsky, Opel-Aufsichtsratschef und GM-Vize, dass bis Ende Februar ein Ergebnis vorliegen müsse. Bisher hat der Konzern jedoch nicht erklärt, welche Teile er künftig in Bochum fertigen lassen will – für die Betriebsräte eine wichtige Information, die ihnen vorenthalten wird. Möglich wäre beispielsweise der Bau von Dieselmotoren, aber die will GM lieber in Ungarn fertigen lassen.
Der Vorstand des Weltkonzerns ist frustriert: Man sei den Arbeitnehmern weit entgegen gekommen, sagte ein Manager. Man habe die Finanzierung von Opel für die nächsten Jahre zugesagt und die Fertigung von Teilen angeboten, um Arbeitsplätze zu sichern. Doch der Betriebsrat in Bochum stelle immer neue Forderungen. Man werde nicht ewig verhandeln. Das klingt nicht gut für das Werk Bochum.
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