NEU: ePaper
Benutzeranmeldung:
Volkswagen mit Rekordgewinn von 21,9 Milliarden Euro
Volkswagen: Ein wichtiger Grund für den hohen Gewinn war auch die Integration von Porsche - diese Sondereffekte werden 2013 weitgehend wegfallen.
(Foto: Volkswagen)
Autor: Gerhard Mauerer
Freitag, 22. Februar 2013, 15.07 Uhr
Volkswagen hat seinen Gewinn nach Steuern im Jahr 2012 deutlich gegenüber dem Vorjahr auf 21,9 Milliarden Euro gesteigert. Der Umsatz stieg um mehr als ein Fünftel auf knapp 193 Milliarden Euro.

Hintergrunddaten zum Thema:
03/2012
Wertentwicklung der Aktien von Daimler, BMW und Volkswagen vom 1.1.2000 bis zum 31.12.2011

05/2013
Der Verkauf seiner EADS-Anteile hat dem Konzern über 700 Millionen Euro Gewinn eingebracht.

01/2013
Absatz von Toyota, General Motors und Volkswagen im Jahr 2012

Wolfsburg. Europas größter Autobauer Volkswagen hat 2012 einen Rekordgewinn von knapp 21,9 Milliarden Euro eingefahren. Das Nettoergebnis des Vorjahres von rund 15,8 Milliarden Euro wurde damit deutlich gesteigert, wie der Konzern am Freitag in Wolfsburg auf Basis vorläufiger Daten mitteilte.
Das operative Ergebnis - zentrale Messgröße für die Geschäftsentwicklung - legte trotz der angespannten Marktlage in Süd- und Westeuropa noch einmal leicht von 11,3 auf 11,5 Milliarden Euro zu. VW-Chef Martin Winterkorn hatte wegen der Nachfrageschwäche auf dem Heimatkontinent angepeilt, den Vorjahreswert zumindest zu halten.
Ein wichtiger Grund für das starke Ergebnis war - wie im vorigen Jahr - auch der Sondereffekt höher bewerteter Anteile und Optionen bei Porsche. Weil ein Buchgewinn in entsprechendem Umfang 2013 nicht mehr ansteht, rechnen Beobachter für das laufende Jahr mit einem Rückgang des Gesamtergebnisses.
Der Umsatz Volkswagens stieg im Jahr 2012 um mehr als ein Fünftel auf 192,7 Milliarden Euro. Dazu trugen auch weitere Aufstockungen beim Lkw-Bauer MAN und die Übernahme des restlichen Porsche-Sportwagengeschäfts bei. Die vollständigen Zahlen will Volkswagen zur Bilanzvorlage am 14. März bekanntgeben.
Weltweit lieferte Volkswagen im abgelaufenen Jahr 9,3 Millionen Neuwagen aus, 12,2 Prozent mehr als 2011.
Für 2013 gab sich der Konzern in einer Ad-Hoc-Mitteilung optimistisch: "Wir gehen davon aus, dass sich der Volkswagen Konzern in einem herausfordernden Umfeld besser als der Gesamtmarkt entwickeln wird und die Auslieferungen an Kunden im Vergleich zum Vorjahr steigen werden. Dem intensiven Wettbewerb und den daraus resultierenden Belastungen können wir uns jedoch nicht vollständig entziehen." Positive Effekte auf die Kostenstruktur erwartet der Konzern "zunehmend aus dem Modularen Baukastensystem", das weiter ausgebaut werden soll.

Auch beim Umsatz erwartet Volkswagen 2013 eine Steigerung gegenüber 2012: "Wir gehen davon aus, dass die Umsatzerlöse des Volkswagen Konzerns im Jahr 2013 den Vorjahreswert übertreffen." Vor dem Hintergrund der "anhaltend unsicheren wirtschaftlichen Rahmenbedingungen" besteht für das Operative Ergebnis das Ziel, im Jahr 2013 das Niveau des Vorjahres wieder zu erreichen.
Auch die Aktionäre sollen am Rekordergebnis teilhaben: Vorstand und Aufsichtsrat schlagen eine erhöhte Dividende je Stammaktie von 3,50 Euro und je Vorzugsaktie von 3,56 Euro vor. (Mit Material von dpa)
Kommentare zum Artikel:
Weiterführende Links:
Sternzeichen - VW-Chef zum Wettbewerb
"Wir sehen gute Chancen, dass sich der Volkswagen-Konzern im laufenden Jahr erneut besser entwickelt als der Wettbewerb.“... » mehr lesen

VW-Finanzchef: Deutschland profitiert von Rekordgewinn
Hans Dieter Pötsch, der Finanzvorstand von Volkswagen, hat in einem Interview betont, dass Deutschland von dem Rekordgewinn... » mehr lesen

VW erhöht den Druck auf den Handel
Um die Kundenzufriedenheit zu steigern, hebt VW die Zahl der unangekündigten Testkäufe im Autohandel erheblich an. Der Konzern... » mehr lesen

Volkswagen startet mit deutlichem Absatzplus ins Jahr
Europas größter Autobauer Volkswagen steigerte seine weltweiten Verkäufe im Januar um knapp 15 Prozent. Insbesondere das starke... » mehr lesen

Die beliebtesten Inhalte der letzten 7 Tage:
7932
Leser
Überraschend schnell und geräuschlos haben IG Metall und Arbeitgeber sich auf einen neuen Tarifvertrag geeinigt: Die Beschäftigten bekommen eine Lohnerhöhung in zwei Stufen.
4120
Leser
Der Zulieferer Mahle übernimmt die Mehrheit am Klimaanlagenspezialisten Behr. Dies teilte Mahle am Donnerstag mit.
3871
Leser
Der Stuttgarter Autobauer Daimler hat einem Bericht des Fernsehsenders ARD widersprochen, wonach Mitarbeiter mit Werksverträgen die gleichen Tätigkeiten ausführen wie festangestellte Mitarbeiter, dafür aber erheblich schlechter bezahlt werden.
3186
Leser
Der Kompaktvan Opel Zafira Tourer wird ab 2015 im Werk Rüsselsheim gebaut. Bisher wird das Modell in Bochum gefertigt. Der Betriebsrat protestierte und sprach von einer "unglaublichen Provokation".
3180
Leser
Daimler hat am Mittwochabend seine neue S-Klasse präsentiert. Die Luxus-Limousine strotzt vor Superlativen. Der Stuttgarter Autobauer spricht vom "besten Auto der Welt".
2466
Leser
In der Europäischen Union wurden im April knapp 1,04 Millionen Neuzulassungen registriert. Dies ist ein Zuwachs um 1,7 Prozent gegenüber April 2012 - und der erste Anstieg seit September 2011.
2450
Leser
Der VW-Konzern muss mehrere Zehntausend Fahrzeuge seiner New Small Family, zu der neben dem VW Up auch die weitgehend baugleichen Modelle Seat Mii und Skoda Citigo gehören, wegen Airbagproblemen in die Werkstätten zurückrufen.
2111
Leser
Auf der BMW-Hauptversammlung sprach sich Vorstandschef Norbert Reithofer gegen die neuesten CO2-Forderungen der EU aus. Er forderte von der Politik "verlässliche Rahmenbedingungen". Die neueste Forderung von 68 bis 78 Gramm CO2 pro Kilometer für 2050 sei "politisches Wunschkonzert" und habe "mit technischer Analyse oder Machbarkeit nichts, aber auch gar nichts, zu tun".
2001
Leser
Der amerikanische Autokonzern Ford erweitert seine Produktionskapazitäten in Russland. In Tatarstan entsteht ein Motorenwerk, außerdem soll ein weiteres Modell vor Ort produziert werden.
1649
Leser
BMW will mit seiner neuen Submarke BMWi Bestmarken in der Produktion setzen. Auf der Automobilwoche-Konferenz in München kündigte Ulrich Kranz, Chef der Marke BMWi, erhebliche Energie-Einsparungen in der Fertigung der neuen Elektroautos an.