Der Augsburger Handelsriese hat im abgelaufenen Geschäftsjahr bei Gewinn und Absatz Rückgänge hinnehmen müssen. Im Zuge des kürzlich verkündeten Konsolidierungskurses soll die Rendite nun in den kommenden Jahren deutlich steigen. Für das laufende Geschäftsjahr wäre man angesichts des schwierigeren Umfelds allerdings bereits mit einem konstanten Wert zufrieden.
Der durchschnittliche CO2-Ausstoß pro Neuwagen ist in Deutschland von 2011 bis 2012 bei fast allen Marken gesunken.
Augsburg. Die AVAG hat im abgelaufenen Geschäftsjahr 2011/2012 Gegenwind bekommen. Der Augsburger Konzern, dessen größte Marke Opel ist, verkaufte insgesamt 84.215 Autos - gut 2300 weniger als ein Jahr zuvor. Der Rückgang betrifft vor allem den Gebrauchtbereich. Der Neuwagenabsatz ging nur von 48.321 auf 47.714 zurück. Da man aber insgesamt höherwertige Fahrzeuge verkauft habe, sei der Umsatz dennoch gestiegen. Auf Konzernebene stieg er von 1,340 auf 1,352 Milliarden Euro. Der Gewinn ging auf Konzernebene zurück: Von 8,2 auf 1,7 Millionen Euro. Insgesamt habe man sich besser als seine Marken entwickelt, sagte Vorstandssprecher Roman Still. Bei den Gebrauchten sank der Absatz von 38.258 auf 36.501. Die sei zwar ein erheblicher Rückgang, sagte Vorstandsmitglied Albert C. Still, er führe allerdings lediglich auf ein normales Niveau zurück. Nachdem man das Geschäft 2010/2011 intensiviert habe, hab man sich im abgelaufenen Geschäftsjahr angesichts der fallenden Neuwagenpreise schnell aus dem problematischen Jungwagengeschäft zurückgezogen.
Rendite soll steigen Für das laufende Geschäftsjahr, das am 31. August endet, erwartet die AVAG einen Umsatzrückgang auf 1,34 Milliarden Euro und eine stabile Umsatzrendite von 0,6 Prozent. "Das Jahr 2013 wird kein Zuckerschlecken", sagte Roman Still. 0,6 Prozent seien ein stabil positives Ergebnis und in einem schwierigen Geschäftsumfeld sei es nicht ratsam, euphorische Prognosen zu stellen. Man sehe sich aber gut aufgestellt. Für die Zeit ab dem nächste Geschäftsjahr 2013/14 gab er zudem das Ziel einer Rendite von mindestens einem Prozent aus. Sein Vater und Aufsichtsratsvorsitzender Albert K. Still sagte sogar, ihm wären mittelfristig 1,5 Prozent lieber. Das sei binnen fünf Jahren zu schaffen, wenn die jetzt neuen Betriebe keine Kosten mehr verursachten. Der Aufsichtsratschef sagte zudem, es seien aktuell zwei neue Standorte geplant. So übernehme man in Nordbayern ein bestehendes Ford-Traditionshaus und habe in Nürnberg ein Gebäude gekauft, das bisher ein Baumarkt sei. Wenn es 2014 frei werde, werde dort eine Ausstellungsfläche von mindestens 1600 Quadratmetern entstehen. Hier gehe es um eine Investition in der Größenordnung von fünf Millionen Euro. Grundsätzlich will die AVAG nach einer Zeit des Wachstums aber für einige Zeit auf Konsolidierung setzen.
"Man sollte dann von Wachstum auf Konsolidierung umschalten, wenn man es noch freiwillig und aus eigener Kraft tun kann.“ So kündigte Roman Still jüngst den Kurswechsel bei... » mehr lesen
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