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Seats Stammwerk Martorell feiert 20. Geburtstag
Werk Martorell aus der Vogelperspektive: Die Fabrik erstreckt sich über drei Millionen Quadratmeter, der Fläche von 400 Fußballfeldern. Die Fertigungsanlage wurde in 34 Monaten errichtet. (Foto: Seat)
Das Hauptwerk von Seat wurde vor 20 Jahren eröffnet. Heute erstreckt es sich über drei Millionen Quadratmeter. Seit 1993 liefen dort knapp acht Millionen Fahrzeuge vom Band. Die Investitionen in die Fabrik belaufen sich auf insgesamt 1,5 Milliarden Euro.
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Martorell. Die Volkswagen-Tochter Seat feiert am Freitag, 22. Februar, den 20. Geburtstag des Stammwerks im spanischen Martorell. Am 22. Februar 1993 hatten Spaniens König Juan Carlos und der damalige Chef der Volkswagen-Gruppe, Ferdinand Piëch, heute Vorsitzender des VW-Aufsichtsrates, Martorell eingeweiht. Das Werk galt damals als eine der modernsten Fertigungsstätten in Europa. Heute erstreckt es sich über drei Millionen Quadratmeter, eine Fläche von 400 Fußballfeldern. Die Kapazität in Martorell kann auf bis zu 500.000 Einheiten ausgeweitet werden. Doch der kriselnde spanische Hersteller, der seit Jahren rote Zahlen schreibt, lastet die Fabrik schon lange nicht mehr aus. Jährlich werden dort nur rund 350.000 Autos produziert.
Als erste Modelle liefen dort nach der Eröffnung die zweite Generation des Ibiza und dessen Stufenheck-Variante Cordoba vom Band. Während der vergangenen 20 Jahre kamen nach Angaben von Seat knapp acht Millionen Fahrzeuge von 32 Modellen aus Martorell – angefangen mit der ersten Generation des Toledo, gefolgt vom Inca Nutzfahrzeug, Arosa, Altea oder Exeo, bis hin zum Leon. "Im Laufe seiner zwanzigjährigen Geschichte wurde Martorell zunehmend weiterentwickelt. Dank kontinuierlicher Investitionen in Technologie und einem hoch qualifiziertem Team haben wir die Qualität perfektioniert, sowohl beim Produkt wie auch bei den Prozessen", sagt Seats Produktionsvorstand Andreas Tostmann. Heute bauen die Spanier in Martorell alle drei Ibiza-Varianten, den Leon, die Altea-Baureihe, den Exeo sowie den Exeo ST Kombi sowie den Audi Q3.
Auch VW Polo und Caddy liefen in Martorell vom Band In der Fabrik wurden auch Autos anderer VW-Marken gefertigt: Zwischen 1995 und 2003 liefen hier vier Versionen des VW Polo und Caddy vom Band. 2011 startet die Fertigung des Audi Q3 dem ersten in Spanien produzierten Premiumfahrzeug.
Die Investitionen in das Werk betrugen im Laufe der Jahre laut Seat fast 1,5 Milliarden Euro. Von Anbeginn auf Just-in-time Produktion ausgerichtet, ist der logistische Kreislauf des Werkes heute durch zwei interne Schienenstränge organisiert. Der eine dient der Anlieferung von Güter, auf dem anderen werden die fertig gestellten Fahrzeuge transportiert. Damit, so Seat, vermeide das Unternehmen eine jährliche Emission von 2600 Tonnen CO2, die bei ansonsten notwendigen 57.000 Lkw-Transporten anfallen würden.
1993 wurde eine komplette Anlage für Zulieferer geschaffen, anfangs waren das lediglich 20 Unternehmen. Heute sind 60 Prozent der Seat-Zulieferer spanische Unternehmen. Seat exportiert 85 Prozent der Produktion und beschäftigt direkt in Martorell 11.500 Menschen und schafft nach eigenen Angaben indirekt Arbeit für weitere 46.000 Personen. Seat verkaufte im Januar weltweit 25.900 Fahrzeuge, ein Plus von 19,1 Prozent.
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