NEU: ePaper
NEU: Jobsjobs.automobilwoche.de
Benutzeranmeldung:
Tiemeyer bleibt auf Wachstumskurs
Präsentation der Bilanz: Michael Evers, Heinz-Dieter Tiemeyer, Klaus-Peter Schütt (v.l.)
(Foto: Tiemeyer)
Autor: Bettina John
Mittwoch, 20. Februar 2013, 14.52 Uhr
Um annähernd 50 Prozent hat die Tiemeyer-Gruppe ihren Absatz in den vergangenen drei Jahren gesteigert. Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurde beim Umsatz erstmals die 300 Millionen-Euro-Schwelle überschritten.

Hintergrunddaten zum Thema:
13/2013
Im Mai war die Produktion von Neuwagen in der EU wieder rückläufig.

10/2013
Entwicklung von Neugeschäft, Finanzierung, Leasing, Gebrauchtwagen der Autobanken in den Jahren 2004 bis 2012 (in Milliarden Euro)

06/2013
Der Neuwagen-Absatz in Deutschland ist im Januar 2013 im Vergleich zum Vorjahresmonat gesunken.

Bochum. Die Tiemeyer-Gruppe, alteingesessener VW/Audi-Partner im Ruhrgebiet, hat im abgelaufenen Geschäftsjahr 2012 (per 31.8.) insgesamt 14.000 Neu- und Gebrauchtwagen verkauft und beim Umsatz erstmals die 300 Millionen-Euro-Schwelle überschritten. Trotz hoher Investitionen mit ergebnisbelastenden Abschreibungen sei die bisher schon stabile Ergebnislage gefestigt worden, hieß es bei der Präsentation des abgelaufenen Geschäftsjahres. Dank strukturbedingter Synergieeffekte liege die Gruppe im Neu- und Gebrauchtwagengeschäft deutlich über dem Branchendurchschnitt.
Der Absatzanstieg von annähernd 50 Prozent in drei Jahren sei das Ergebnis einer Unternehmensstrategie, die erfolgreich auf die Identifikation mit den langjährig vertretenen Marken setze, sagte Aufsichtsratsmitglied Klaus-Peter Schütt. Demnach stieg der Absatz der Gruppe 2012 erneut um sieben Prozent, nachdem die Steigerungsrate in den beiden Geschäftsjahren zuvor jeweils 20 Prozent betragen hatte.
3600 der insgesamt 4800 verkauften Neuwagen waren VW-Modelle, 1200 entfielen auf Audi. Mit beiden Marken erreichen die Tiemeyer-Standorte nach Angaben von Inhaber Heinz-Dieter Tiemeyer einen Marktanteil von über 30 Prozent.

Gebrauchtwagengeschäft als Hauptwachstumstreiber
Leicht unter dem Vorjahr blieb der Neuwagenumsatz mit 123 Millionen Euro. Davon entfielen 97 Millionen auf das Privatkundengeschäft, 26 Millionen Euro wurden im Großkundenbereich erwirtschaftet. Der Umsatz mit VW-Nutzfahrzeugen stieg um 40 Prozent auf sieben Millionen Euro.
Hauptwachstumstreiber war in den vergangenen Jahren das Gebrauchtwagengeschäft. Mit 9400 Fahrzeugen verkaufte die Gruppe fast doppelt so viele Gebrauchte wie Neuwagen. Erstmals übertraf die Gebrauchtwagensparte mit dem Rekordwert von 140 Millionen Euro auch beim Umsatz das Neuwagengeschäft. Im Service steigerte das Unternehmen seinen Umsatz um fünf Prozent auf 40 Millionen Euro, knapp die Hälfte davon (19 Millionen) wurden mit Teilen und Zubehör erwirtschaftet.
Das inhabergeführte Familienunternehmen Tiemeyer ist seit 60 Jahren Partner von VW und vertritt seit 35 Jahren die Marke Audi. In den vergangenen Jahren ist die Gruppe stark gewachsen, aktuell gehören zu Tiemeyer acht Autohäuser in Bochum, Gelsenkirchen, Castrop-Rauxel, Marl, Herne und Recklinghausen. Zudem hält die Gruppe eine Mehrheitsbeteiligung am WH Autozentrum mit Standorten in Witten und Hattingen.
Kommentare zum Artikel:
Weiterführende Links:
VW erhöht den Druck auf den Handel
Um die Kundenzufriedenheit zu steigern, hebt VW die Zahl der unangekündigten Testkäufe im Autohandel erheblich an. Der Konzern... » mehr lesen

Tiemeyer kooperiert mit BCA
Ab sofort vermarktet die Tiemeyer-Gruppe, einer der größten VW/Audi-Händler im Ruhrgebiet, seine Business-to-Business-Fahrzeuge... » mehr lesen

VW zieht im Autohandel die Zügel straff
VW, Europas größter Automobilhersteller, will sein Programm zur Leistungssteigerung, kurz LSP genannt, für den Neuwagenhandel im... » mehr lesen

Die beliebtesten Inhalte der letzten 7 Tage:
9332
Leser
Werkstätten und Kunden des Premiumherstellers BMW müssen derzeit teilweise wochenlang auf Ersatzteile warten. Grund ist eine Software-Umstellung.
9043
Leser
Das Automatikgetriebe macht Volkswagen Probleme: Nach Rückrufaktionen im großen Stil in China und Japan müssen nun auch in Australien Autos wieder in die Werkstatt. Der Konzern sieht keine Alternative zum Werkstattbesuch. Auslöser der Probleme sind verstopfte, heiße Großstadtdschungel.
6257
Leser
Neuer Vorstand für Produktion bei Jaguar Land Rover wird Wolfgang Stadler. Der 55-Jährige ist bisher Leiter des BMW-Werks in Dingolfing.
5342
Leser
Die Porsche Holding ist wieder ganz im Familienbesitz: Der Staatsfonds des Emirats Katar hat seinen Anteil von zehn Prozent an der Porsche SE an die beiden Familien Porsche und Piech verkauft.
4835
Leser
Noch vor zwei Wochen hatte Chrysler einen Rückruf von 2,7 Millionen Jeeps kategorisch abgelehnt. Nun knickt der Hersteller zumindest teilweise ein.
2903
Leser
Der Stuttgarter Autohersteller Daimler stellt weitere Weichen, um die Pkw-Vertriebsorganisation in China schlagkräftiger zu machen. In der Zentrale in Stuttgart wurde ein eigener Bereich "Vertriebssteuerung China“ geschaffen, dessen Leitung der ehemalige Audi-Manager Bernhard Auer übernimmt.
2744
Leser
Der Chef der weltweiten Marketing-Kommunikation bei Volkswagen, Giovanni Perosino, wechselt zur Konzerntochter Audi nach Ingolstadt.
2481
Leser
Die Europäische Union hat Deutschland eine Frist gesetzt: Zehn Wochen hat die Bundesregierung einem Medienbericht zufolge Zeit, die Einhaltung der Richtlinie zum Kältemittel in Klimaanlagen sicherzustellen – danach droht ein Verfahren.
2258
Leser
Etwa 100.000 Personen haben sich weltweit bereits für eine Probefahrt mit dem Elektroauto BMW i3 angemeldet, wie Vertriebsvorstand Ian Robertson auf dem Kongress der Automotive News Europe in Paris bekanntgab.
2073
Leser
Fondsmanager Michael Muders von Union Investment hat sich in einem Interview vehement gegen ein weiteres Engagement von Mercedes ausgesprochen: "Mercedes muss raus aus der Formel 1."