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Automobilgesellschaft Weilbacher ist insolvent
Die Automobilgesellschaft Weilbacher: Die Gesellschaft hat einen Rechtsstreit gegen Daimler verloren und muss nun Insolvenz anmelden.
(Foto: Weilbacher)
Autor:
Stefan Wimmelbücker
swimmelbuecker@craincom.de
Dienstag, 19. Februar 2013, 14.19 Uhr
Die Automobilgesellschaft Weilbacher hat im Rechtsstreit mit Daimler eine Niederlage erlitten und wird Insolvenz anmelden. Der Geschäftsführer will jedoch weiter um seinen Ruf kämpfen.

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Eberswalde/Stuttgart. Das Landgericht Stuttgart hat im juristischen Streit der Automobilgesellschaft Weilbacher gegen den Premiumhersteller Daimler dem Widerspruch des Autobauers gegen eine einstweilige Verfügung stattgegeben. Der Konzern hat daraufhin die Lieferung von Ersatzteilen an den Händler eingestellt. Das Unternehmen hatte Weilbacher vorgeworfen, Originalersatzteile nach Russland verkauft zu haben. Der Verkauf in Nicht-EU-Staaten ist den Händlern verboten.

Geschäftsführer Michael Weilbacher hat seine Mitarbeiter laut einer Pressemitteilung deshalb am Montag darüber informiert, dass das Unternehmen Insolvenz anmelden wird. Davon sind rund 130 Beschäftigte an den vier Standorten des Unternehmens in Brandenburg betroffen.

Der Rechtsstreit zwischen dem Händler und Daimler tobt schon längere Zeit. Weilbacher hatte der Mercedes-Benz-Bank bereits im Sommer 2010 vorgeworfen, Kreditzinsen falsch berechnet zu haben. Einem von dem Händler in Auftrag gegebenen Gutachten zufolge schuldete die Autobank Weilbacher mehr als 650.000 Euro. Schon damals reagierte die Bank mit der Kündigung eines Kredits in Höhe von rund drei Millionen Euro, worauf Weilbacher den Pkw-Verkauf einstellen musste.

Weilbacher bestreitet die gegen ihn erhobenen Vorwürfe: "Ich habe nie Originalteile an Händler verkauft, von denen ich wusste, dass sie diese nach Russland leiten. Im Gegenteil, ich habe über das von der Daimler AG geforderte Maß hinaus geprüft, an wen ich geliefert habe." Demzufolge ist sich der Unternehmer auch "sicher, dass dieses Urteil keinen Bestand haben wird". Er will weiter um seinen Ruf kämpfen. "Zunächst aber muss ich Insolvenz anmelden. Es ist sehr schmerzhaft, dass die Daimler AG soweit gegangen ist, die Arbeitsplätze von rund 130 Menschen zu gefährden und mehrere Standorte aufs Spiel zu setzen. Alles hätte verhindert werden können, wenn die AG zu ihren Fehlern gestanden und diese behoben hätte."


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