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Wellergruppe will von der Hotelbranche lernen
Burkhard Weller: "Aus den eigenen Reihen diejenigen herausfiltern, die für Führungsaufgaben geeignet sind." (Foto: Wellergruppe)
Autor: Bettina John
Dienstag, 19. Februar 2013, 15.18 Uhr
Im Vergleich zum Autohandel bietet die Hotelbranche schlechtere Bedingungen für Mitarbeiter und schafft es trotzdem, qualifiziertes Personal zu rekrutieren. Diese Mechanismen will jetzt auch die Wellergruppe bei ihrer Mitarbeiterförderung nutzen.
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Berlin. Mithilfe der neu ins Leben gerufenen Weller-Akademie will die Berliner Wellergruppe das Thema Personalrekrutierung und das Finden, Fördern und Aufbauen von jungen Führungskräften aus den eigenen Reihen intensivieren. Unternehmenschef Burkhard Weller hat dafür Personalrecruiter Andreas Kurtenbach engagiert, einen Personalexperten aus der Hotelbranche. Ausgangspunkt der Überlegungen war Weller zufolge, dass die Hotelbranche im Vergleich zum Autohandel schlechtere Bedingungen für Mitarbeiter biete – vor allem hinsichtlich der Arbeitszeiten und der Bezahlung – es aber aber dennoch schaffe, sehr freundliches, hilfsbereites und qualifiziertes Personal zu rekrutieren. Diese Mechanismen wolle man sich zunutze machen, sagte Weller. "Wir haben aktuell 1950 Mitarbeiter. Da muss es doch möglich sein, aus den eigenen Reihen diejenigen herauszufiltern, die für Führungsaufgaben geeignet sind". Seit fünf Monaten versucht dies nun Andreas Kurtenbach, mit 250 Mitarbeitern hat er bereits Einzelinterviews geführt. Ziel ist es, besonders geeignete Mitarbeiter schnell zu entdecken, abteilungsübergreifend zu fördern und für höhere Aufgaben innerhalb des Gesamtunternehmens zu qualifizieren. "Zunächst sollen die Kandidaten in ihren Filialen bleiben", sagt Weller, "wir wollen natürlich keine Löcher reißen". Andererseits müsse man diese Potenziale gezielt fördern, "sonst gehen sie irgendwann zur Konkurrenz." Die Wellergruppe ist eine der größten Automobilhandelsgruppen in Deutschland und betreibt derzeit 31 Autohäuser der Marken Toyota/Lexus (Auto Weller), BMW/Mini (B&K) und VW/Audi/Skoda (Max Moritz). 2012 verkaufte das Unternehmen insgesamt 45.800 Fahrzeuge und setzte 940 Millionen Euro um. Unternehmenschef Burkhard Weller will 2020 mit 3000 Mitarbeitern 100.000 Fahrzeuge verkaufen und zwei Milliarden Euro umsetzen.
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