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Europas Automobilverbände begrüßen Freihandels-Pläne
ACEA-Generalsekretär Hodac: "Ein umfassendes Abkommen mit den USA wird große Vorteile für alle Hersteller und Verbraucher bringen", ist der Verbandschef überzeugt.
(Foto: ACEA)
Autor:
Michael Knauer
mknauer@craincom.de
Donnerstag, 14. Februar 2013, 12.45 Uhr
Die großen Automobilverbände in Europa begrüßen die neuen Pläne von US-Präsident Barack Obama zur Vereinbarung eines umfassenden Freihandelsabkommens mit der Europäischen Union. Die Verbände erwarten davon einen wichtigen Wachstumsimpuls für die gesamte Branche und positive Auswirkungen auf die Beschäftigung.

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Berlin/Brüssel. Das von US-Präsident Barack Obama in Aussicht gestellte umfassende Freihandelsabkommen zwischen den USA und der Europäischen Union könnte nach Einschätzung der großen europäischen Automobilverbände dem lahmenden Automobilgeschäft in Europa neue Impulse verleihen und für Wachstum sorgen.
"Präsident Obama hat an die Welt gerichtet eine klare Botschaft gesendet, wonach Handel, Wachstum und Arbeitsplätze an der Spitze seiner Prioritäten stehen. Ein mögliches Freihandelsabkommen zwischen den USA und der EU würde die industrielle Produktion in beiden Wirtschaftsräumen sichern und zugleich die Kooperation in wichtigen Bereichen wie dem Klimaschutz verbessern," sagte am Donnerstag der Generalsekretär des europäischen Herstellerverbandes ACEA, Ivan Hodac.
Auch der europäische Zuliefererverband CLEPA begrüßte die Ankündigungen Obamas: "Der CLEPA sieht in diesem Plan eine gute Möglichkeit, noch bestehende Hindernisse für freien und fairen Handel aus dem Weg zu räumen, indem tarifäre und nicht-tarifäre Handelshemmnisse abgebaut werden", sagte Generalsekretär Jean-Marc Gales auf Anfrage der Automobilwoche. Dadurch könnten Kosten gesenkt, Komplexität abgebaut und neue Geschäftsmöglichkeiten eröffnet werden.
Die Ankündigung habe große Bedeutung für die gesamte Branche, verdeutlichte Gales. Denn europaweit habe sich das Handelsvolumen der EU-27-Staaten im Bereich Automotive-Komponenten im vergangenen Jahr auf 9,39 Milliarden Dollar belaufen. Der europäische Zuliefererverband CLEPA erwarte, gemeinsam mit dem Ausrüster-Verband Motor & Equipment Manufacturers Association (MEMA) in die künftigen Gespräche zum Freihandelsabkommen eingebunden zu werden, fügte Gales hinzu.

VDA: Deutsche Autobranche zahlt rund eine Milliarde Euro Zölle
Bereits am Mittwoch hatte VDA-Präsident Matthias Wissmann die Ankündigung Obamas begrüßt. "Ein solches Abkommen könnte einen großen Push für die Volkswirtschaften von Deutschland und den USA bedeuten", sagte er. Es könne zusätzliches Wachstums von bis zu 1,5 Prozent beiderseits des Atlantiks auslösen, was besonders positiv für die Autoindustrie wäre.
EU-Kommissionspräsident Manuel Barroso hat bereits angekündigt, die notwendigen internen Prozesse in der EU für die Gespräche mit der US-Administration anzustoßen. "Wir werden die größte Freihandelszone der Welt ins Leben rufen", hatte er erklärt. 
Dem VDA zufolge belaufen sich die Einfuhrzölle, die durch das Abkommen gesenkt oder abgeschafft werden sollen, je nach Fahrzeugtyp zwischen 2,5 und 22 Prozent sowohl in der EU als auch in den USA. Allein die deutsche Autoindustrie bringe für Export- und Importzölle pro Jahr etwa eine Milliarde Euro auf, so der Verband.
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