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Fiat 500 nicht mehr aus Mexiko
Fiat-Werk in Tychy: Das Werk soll künftig besser ausgelastet werden. (Foto: Fiat)
Dienstag, 12. Februar 2013, 12.50 Uhr
Die Produktion des Fiat 500 in Mexiko soll einem Medienbericht zufolge mit dem Ende des aktuellen Modells auslaufen. Der Kleinstwagen würde dann für die globalen Märkte nur noch in Polen gebaut.
Neuzulassungen in Europa im Januar 2013 nach Marken. Copyright: Jato Dynamics
Turin. Die nächste Generation des Fiat 500, die wahrscheinlich 2015 auf den Markt kommen wird, soll nach Informationen der "Automotive News Europe" für die globalen Märkte nur noch in Polen gebaut werden. Bisher laufen die für den nordamerikanischen Markt benötigten Exemplare des Kleinstwagens in einem mexikanischen Chrysler-Werk vom Band. Im vergangenen Jahr waren es 82.000 Autos.
Mit der Verlagerung will Fiat Kosten sparen. Obwohl der 500 in Europa und Nordamerika nahezu gleich aussieht, unterscheiden sich die Fahrzeuge unter dem Blech deutlich voneinander. Das soll bei dem neuen Modell anders werden. Der Autobauer will damit Entwicklungs- und Werkzeugkosten sparen.
Das Werk im polnischen Tychy nahe der südlichen Landesgrenze ist nicht mehr ausgelastet, seit die Produktion des Panda nach Italien verlegt wurde. Neben dem 500 werden in Tychy noch der Lancia Ypsilon und der Ford Ka gebaut. Sinkende Verkaufszahlen zwangen Fiat, eine von drei Schichten zu streichen und 1450 der 4900 Arbeiter zu entlassen. Die höchste Produktionszahl erreichte das Werk 2009 mit 605.797 Fahrzeugen. Im vergangenen Jahr waren es noch et 300.000, für dieses Jahr rechnet das Unternehmen mit 250.000. Die Entlassungen sind Fiat-Chef Sergio Marchionne eigenen Aussagen zufolge schwergefallen. Die Verlegung des Panda nach Pomigliano sei "keine rationale Entscheidung" gewesen In Italien sind die Löhne höher, die Verlegung sei erfolgt, um Arbeitsplätze im Heimatland des Autobauers zu schützen. Bevor neue Werke in Nordamerika gebaut würden, sollten zunächst einmal die Kapazitäten der europäischen Fiat-Werke voll ausgenutzt werden.
In Mexiko wiederum würden Kapazitäten für Chrysler-Fahrzeuge frei. Im Januar lag der Absatz des 500 in den USA bei 2503 – eine Steigerung um 25 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat, aber unsere Schwesterzeitung Automotive News meldete am Montag, dass die Chrysler-Händler sich beschwert hätten, weil zu wenig Jeep Wrangler produziert würden. Der Geländewagen fand im Januar 8854 Käufer, es hätten den Händlern zufolge aber deutlich mehr sein können. Dazu muss man wissen, dass es in den USA nicht üblich ist, Neuwagen zu bestellen und dann monatelang darauf zu warten; in der Regel kauft der Kunde ein vorhandenes Auto und nimmt es direkt mit.
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