Während Absatz und Umsatz wachsen, schmilzt der Gewinn der Pkw-Sparte zusammen. Allen Effizienzsteigerungsprogrammen zum Trotz muss Mercedes-Benz Cars die Ertragsziele immer weiter in die Zukunft verschieben.
Im Mai war die Produktion von Neuwagen in der EU wieder rückläufig.
"Wir sind noch nicht am Ziel, aber auf dem richtigen Weg", so die Einschätzung von Daimler-Chef Dieter Zetsche. Schaut man sich die Entwicklung der Pkw-Sparte Mercedes-Benz Cars in den vergangenen zehn Jahren an und blickt in die nahe Zukunft, könnte man auch sagen: "Der Weg ist das Ziel." Seit der Jahrtausendwende ist Mercedes aus der Erfolgsspur geraten - mit einem kurzen Zwischenhoch im Jahr 2007. Einmal sind es Qualitätsprobleme, dann müssen die Stuttgarter den Anschluss bei spritsparenden Antriebstechnologien finden oder sie laufen beim Einstieg im wichtigen Wachstumsmarkt China hinterher. Und immer sind die Kosten nicht wettbewerbsfähig, die Sparte zu ineffizient, um mit den Besten mithalten zu können. Schon Zetsches Vorgänger Eckhard Cordes hat im Frühjahr 2005 mit seinem Kostensenkungs- und Effizienzsteigerungsprogramm Core den dauerhaften Durchbruch schaffen wollen. Schon damals wurde mit den Grundzügen der Modulstrategie begonnen und sich das Ziel gesetzt, die Produktivität in der Fertigung auf 30 Stunden pro Fahrzeug zu steigern. Das will Produktions- und Einkaufsvorstand Wolfgang Bernhard nun im Jahr 2015 erreichen - zehn Jahre später. Nicht viel besser sieht es bei der Modulstrategie aus, die 2007 nochmals neu justiert wurde: Erst im Jahr 2018 werden alle Baureihen und Derivate aus dem Baukasten bedient. Erst dann - praktisch zwei Fahrzeuggenerationen nach dem Startschuss - kommt die Sparte in den vollen Genuss der Einsparungen. Nachdem die Wettbewerber BMW und Audi sowohl beim Absatz als auch der Profitabilität Mercedes weit enteilt sind, wollen die Schwaben nun 2020 wieder an die Spitze des Premiumsegments zurückkehren. Dazu muss Mercedes die Modellpalette stark ausbauen, die Produktionskapazitäten verdoppeln und gleichzeitig die strukturellen Kosten um Milliarden Euro senken - während die bayerischen Konkurrenten aus einer viel komfortableren Position an der Spitze des Feldes Gas geben können. Bis jetzt hat Zetsche noch keinen Nachweis für eine dauerhafte und durchgreifende Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit geliefert, die ein Überholmanöver möglich macht. Für Mercedes ist es noch ein langer Weg und das Ziel in weiter Ferne.
Das Automatikgetriebe macht Volkswagen Probleme: Nach Rückrufaktionen im großen Stil in China und Japan müssen nun auch in Australien Autos wieder in die Werkstatt. Der Konzern sieht keine Alternative zum Werkstattbesuch. Auslöser der Probleme sind verstopfte, heiße Großstadtdschungel.
Die Porsche Holding ist wieder ganz im Familienbesitz: Der Staatsfonds des Emirats Katar hat seinen Anteil von zehn Prozent an der Porsche SE an die beiden Familien Porsche und Piech verkauft.
Die Europäische Union hat Deutschland eine Frist gesetzt: Zehn Wochen hat die Bundesregierung einem Medienbericht zufolge Zeit, die Einhaltung der Richtlinie zum Kältemittel in Klimaanlagen sicherzustellen – danach droht ein Verfahren.
Etwa 100.000 Personen haben sich weltweit bereits für eine Probefahrt mit dem Elektroauto BMW i3 angemeldet, wie Vertriebsvorstand Ian Robertson auf dem Kongress der Automotive News Europe in Paris bekanntgab.
Beim Stuttgarter Automobilhersteller ist die erste Limousine der neuen S-Klasse-Baureihe vom Band gelaufen. Zum Produktionsstart zeigte sich Daimler- und Mercedes-Chef Dieter Zetsche zuversichtlich, das Absatzvolumen ausweiten zu können. Der neue Produktionsvorstand Andreas Renschler will das Werk Sindelfingen zu einem der effizientesten Standorte im Mercedes-Verbund machen.
Fondsmanager Michael Muders von Union Investment hat sich in einem Interview vehement gegen ein weiteres Engagement von Mercedes ausgesprochen: "Mercedes muss raus aus der Formel 1."