Die Arbeitnehmer von Volkswagen sollen mehr Mitspracherecht erhalten, indem sie symbolisch am Unternehmen beteiligt werden. Mehr Geld bekommen sie dadurch aber nicht automatisch.
Absatz von Toyota, General Motors und Volkswagen im Jahr 2012
München. Die Familien Porsche und Piech, die Mehrheits-Eigentümer von Volkswagen, übertragen zwei Prozent der Stammaktien an die Salzach Stiftung. Die österreichische Privatstiftung, in der sowohl Mitglieder der beiden Familien als auch Arbeitnehmer von Volkswagen vertreten sind, ist damit mittelbar an Volkswagen beteiligt. Die Übertragung ist in einer am Mittwoch veröffentlichen Stimmrechtserklärung bekannt gemacht worden.
Wie die Stimmrechte ausgeübt werden, entscheidet dem "Handelsblatt" zufolge der Stiftungsvorstand, in dem die VW-Arbeitnehmer die Mehrheit haben. Am Unternehmenserfolg beteiligt werden die Mitarbeiter auf diese Weise jedoch nicht: Die Dividenden fließen weiterhin vollständig an die Familien. "Mit den zwei Prozent Stimmrechten kann zwar auf Hauptversammlungen keine Entscheidung herbeigeführt werden, aber zumindest der Wille der Arbeitnehmer zur Zukunft ihres Unternehmens kann deutlich sichtbar gemacht werden", sagte Betriebsratschef Bernd Osterloh dem "Handelsblatt". Der Einfluss der Arbeitnehmer war bei VW allerdings auch vorher schon groß.
Die Beteiligung der Arbeitnehmer ist eine Folge des Übernahmekampfes zwischen VW und Porsche. Ursprünglich sollten beide Autobauer fusionieren und die Arbeitnehmer sollten eine Kapitalbeteiligung an dem neuen Unternehmen erhalten.
Überraschend schnell und geräuschlos haben IG Metall und Arbeitgeber sich auf einen neuen Tarifvertrag geeinigt: Die Beschäftigten bekommen eine Lohnerhöhung in zwei Stufen.
Der Stuttgarter Autobauer Daimler hat einem Bericht des Fernsehsenders ARD widersprochen, wonach Mitarbeiter mit Werksverträgen die gleichen Tätigkeiten ausführen wie festangestellte Mitarbeiter, dafür aber erheblich schlechter bezahlt werden.
Der Kompaktvan Opel Zafira Tourer wird ab 2015 im Werk Rüsselsheim gebaut. Bisher wird das Modell in Bochum gefertigt. Der Betriebsrat protestierte und sprach von einer "unglaublichen Provokation".
Daimler hat am Mittwochabend seine neue S-Klasse präsentiert. Die Luxus-Limousine strotzt vor Superlativen. Der Stuttgarter Autobauer spricht vom "besten Auto der Welt".
In der Europäischen Union wurden im April knapp 1,04 Millionen Neuzulassungen registriert. Dies ist ein Zuwachs um 1,7 Prozent gegenüber April 2012 - und der erste Anstieg seit September 2011.
Der VW-Konzern muss mehrere Zehntausend Fahrzeuge seiner New Small Family, zu der neben dem VW Up auch die weitgehend baugleichen Modelle Seat Mii und Skoda Citigo gehören, wegen Airbagproblemen in die Werkstätten zurückrufen.
Auf der BMW-Hauptversammlung sprach sich Vorstandschef Norbert Reithofer gegen die neuesten CO2-Forderungen der EU aus. Er forderte von der Politik "verlässliche Rahmenbedingungen". Die neueste Forderung von 68 bis 78 Gramm CO2 pro Kilometer für 2050 sei "politisches Wunschkonzert" und habe "mit technischer Analyse oder Machbarkeit nichts, aber auch gar nichts, zu tun".
Der amerikanische Autokonzern Ford erweitert seine Produktionskapazitäten in Russland. In Tatarstan entsteht ein Motorenwerk, außerdem soll ein weiteres Modell vor Ort produziert werden.
BMW will mit seiner neuen Submarke BMWi Bestmarken in der Produktion setzen. Auf der Automobilwoche-Konferenz in München kündigte Ulrich Kranz, Chef der Marke BMWi, erhebliche Energie-Einsparungen in der Fertigung der neuen Elektroautos an.