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Händler zwingen Opel zum Umdenken
Matthias Seidl: Der Deutschland-Vertriebschef von Opel hat sich mit den Händlern auf ein vereinfachtes Verkaufsprogramm geeinigt.
(Foto: GM Company)
Autor:
Matthias Karpstein
mkarpstein@craincom.de
Mittwoch, 06. Februar 2013, 10.39 Uhr
Die Opel-Händler haben mit ihrem massiven Widerstand gegen das neue Vertriebsprogramm des Herstellers Erfolg: Der Rüsselsheimer Autobauer hat sich zu Anpassungen bereit erklärt.

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Rüsselsheim. Der Widerstand der Opel-Händler hat Erfolg, sie haben sich mit ihrer Forderung nach einem deutlich einfacheren Verkaufsprogramm durchgesetzt. Mehrere deutsche Opel-Händler hatten den Rüsselsheimern damit gedroht, ihre Verträge zurückzugeben und Opel-Häuser zu schließen, wenn der Autobauer nicht zu Änderungen am neuen Vertriebsprogramm bereit sei (Automobilwoche 4/2013). Am Dienstag nun haben Hersteller und Händlerverband "eine Vereinfachung des bestehenden Bonus-Systems" verabschiedet, wie Opel der Automobilwoche mitteilte. "Wir sind davon überzeugt, mit dieser deutlich vereinfachten Programmstruktur die gemeinsamen Ziele noch besser erreichen zu können", sagte Deutschland-Vertriebschef Matthias Seidl. Das unter ihm eingeführte neue Programm war nach Aussagen von mehreren Händlern an VW und Škoda angelehnt und verteuerte die Fahrzeuge. Zudem wurde das aus verschiedenen Einzelprogrammen bestehende System als so komplex beschrieben, dass es Verkäufer im alltäglichen Geschäft völlig überfordert hätte. "Dafür muss man einen Diplom-Mathematiker einstellen", sagte ein Händler.
Mit dem nun angepassten Programm werden nach Informationen der Automobilwoche unter anderem mehrere Programmpunkte zusammengefasst und das System dadurch vereinfacht. Zudem bietet es Vorteile für Händler, die nur knapp über 80 Prozent ihrer Zielerreichung kommen. Denn sie erhalten Boni nun für alle verkauften Fahrzeuge. Zuvor wäre dies nur für die Fahrzeuge der Fall gewesen, die im Bereich zwischen 80 und 130 Prozent der Zielerreichung liegen, wie es aus dem Handel heißt.
Weil das bisherige System die Planung erschwert hatte, mussten Händler sehr vorsichtig kalkulieren und büßten dadurch im hart umkämpften Volumenmarkt Wettbewerbsfähigkeit ein. Es drohte eine um vier bis fünf Prozent geringere Marge. Dieses Problem sei mit der nun getroffenen Vereinbarung vom Tisch, sagte ein Händler.
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