Nach einer Verschnaufpause im November und Dezember ist der Preiskampf auf dem deutschen Automarkt mit neuer Wucht zurück. Autoexperte Ferdinand Dudenhöffer erwartet zudem keine Entspannung in den kommenden Monaten.
Modellvorschau für die Audi S- und RS-Modelle der Quattro-GmbH in den Jahren 2013 bis 2016
Duisburg. Die Rabattschlacht tobt wieder. Gestiegene Kundenvorteile und höhere Rabatte bei Internetvermittlern haben den Rabatt-Index des Duisburger CAR-Instituts im Januar um acht auf 126 Punkte steigen lassen. Im Vergleich zum Vorjahresmonat ging es sogar um 15 Punkte nach oben. Es ist der höchsten Januarwert seit Beginn der Erhebung vor sieben Jahren, wie Direktor Ferdinand Dudenhöffer schreibt. Die noch im Dezember festgestellte Entspannung sei "nur ein sehr kurzes Intermezzo" gewesen. Die "schleppende Nachfrage" und die Kaufzurückhaltung der Privatkunden zwängen die Hersteller und Händler "weiterhin zu ungewöhnlich großen Zugeständnissen in der Preisgestaltung". Eine Besserung ist laut Dudenhöffer zunächst nicht in Sicht. "Es ist davon auszugehen, dass sich der Rabattwettbewerb in den nächsten Monaten auf hohem Niveau fortsetzt", schreibt der Autoexperte. "Die nächsten Monate werden im deutschen Automarkt zum Käuferparadies und die Margen der Autobauer im ertragreichen Markt Deutschland stehen im Jahr 2013 unter Druck."
Weniger, aber höhere Sonderaktionen Zwar sank die Zahl der von Dudenhöffer festgestellten Sonderaktionen im Januar um elf auf 387, der dabei angebotene Kundenvorteil stieg allerdings um 1,3 Punkte auf 13,0 Prozent. Die Nachlässe bei Internetvermittlern auf 30 besonders beliebte Modelle legten um 1,2 Punkte auf 18,8 Prozent zu. Insbesondere auf Autos der Marke Ford sei der Rabatt gestiegen, schreibt der Autoexperte. Aber auch bei VW, Toyota, Seat und Skoda ermittelte er steigende Nachlässe. Bei den Eigenzulassungen von Herstellern und Handel war nur ein leichter Anstieg zu verzeichnen, hier liegen allerdings auch nicht Zahlen aus dem Januar sondern dem Dezember zugrunde. Im Vergleich zum November ging die Quote um 0,3 Prozent auf 30,3 nach oben. Die niedrigsten Quoten unter den deutschen Herstellern wiesen BMW mit 12,0 und Mercedes mit 14,2 Prozent auf, die höchsten Opel mit 45,6 und Ford mir 40,7 Prozent. Audi mit 23,8 und VW mit 29,7 Prozent lagen im Mittelfeld.
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