Sonntag, 03. Februar 2013, 08.00 Uhr
Karl-Thomas Neumann hat bei Opel noch nicht einmal sein neues Büro eingerichtet, da bekommt er schon den Zorn der Opel-Händler vor Augen geführt. Das neue Vertriebsprogramm der Rüsselsheimer treibt die Händler auf die Barrikaden, einige haben bereits mit der Rückgabe von Händlerverträgen und der Schließung von Opel-Häusern gedroht.
Hintergrunddaten zum Thema:
09/2013
Sollte das Management von Opel den Arbeitern im Werk Bochum weiter entgegenkommen?
07/2013
Die deutschen Autohändler haben ihre Hersteller bewertet. Peugeot hat am stärksten zugelegt.
05/2013
Wird GM Karl-Thomas Neumann ausreichend freie Hand lassen, um Opel sanieren zu können?
Rüsselsheim. Nach der Einführung eines neuen Vertriebssystems für Opel wehren sich die Händler des Unternehmens gegen komplizierte Abrechnungen und geringere Margen. Wie mehrere Autohändler der Automobilwoche berichteten, ist das Vertriebssystem an VW und Skoda angelehnt und verteuert die Fahrzeuge. Zudem sei es so komplex, dass die Verkäufer im alltäglichen Geschäft völlig überfordert seien. "Dafür muss man einen Diplom-Mathematiker einstellen", sagte ein Händler der Automobilwoche.
Das Vorgehen von Opels neuem Deutschland-Vertriebschef Matthias Seidl hat mehrere Händler des Rüsselsheimer Unternehmens so verärgert, dass sie mit Rückgabe von Verträgen und Schließung von Opel-Häusern gedroht haben. "Die Planbarkeit zu Beginn eines Quartals ist stark eingeschränkt", kritisierte ein Händler. Dadurch müsse er seine Angebote vorsichtiger kalkulieren und sei damit gegenüber der harten Konkurrenz im Volumensegment nicht mehr wettbewerbsfähig.
Der Zulieferer Mahle übernimmt die Mehrheit am Klimaanlagenspezialisten Behr. Dies teilte Mahle am Donnerstag mit.
Daimler hat am Mittwochabend seine neue S-Klasse präsentiert. Die Luxus-Limousine strotzt vor Superlativen. Der Stuttgarter Autobauer spricht vom "besten Auto der Welt".
In der Europäischen Union wurden im April knapp 1,04 Millionen Neuzulassungen registriert. Dies ist ein Zuwachs um 1,7 Prozent gegenüber April 2012 - und der erste Anstieg seit September 2011.
Im Bochumer Opel-Werk ruhte am Dienstag die Arbeit für mehrere Stunden die Arbeit, während die Beschäftigten an einer Informationsveranstaltung teilnahmen.
Der erste Fünfer startete 1972 durch, jetzt bringt BMW die überarbeitete Version der sechsten Generation: Sie steht ab 20. Juli bei den Händlern. Für Limousine und Kombi bietet der Autobauer vier Benzin- und sechs Dieselantriebe an. Als Spitzenmotorisierung dient ein neuer V8-Antrieb mit 450 PS.
In Europa beklagt sich die Autobranche mit wachsender Verzweiflung über die unaufhaltsam scheinenden Marktanteilsgewinne der koranischen Autobauer. In Korea jedoch sehen sich inzwischen auch Hyundai und Kia einer wachsenden Schar erfolgreicher Importeure aus Deutschland gegenüber - wenn auch nur in dem prestigeträchtigen Segment der Luxuswagen.
In der EU wird heftig um schärfere CO2-Grenzwerte für Autos gerungen. Aus deutscher Sicht könnten diese große Nachteile für einheimische Oberklasse-Hersteller bringen. Der mächtige Branchenverband VDA hat nun der Kanzlerin geschrieben.
BMW will mit seiner neuen Submarke BMWi Bestmarken in der Produktion setzen. Auf der Automobilwoche-Konferenz in München kündigte Ulrich Kranz, Chef der Marke BMWi, erhebliche Energie-Einsparungen in der Fertigung der neuen Elektroautos an.
Wenn sich ein Auto nicht mehr per mechanischer Verbindung zwischen Lenkrad und Rädern steuern lässt, dürfte das viele Fahrer erst einmal irritieren. Dabei ist Steer-by-Wire - also das Lenken per Datenkabel - potenziell sicherer. Dennoch wird es vorerst die Ausnahme bleiben.
Der Ingolstädter Autobauer steckt Milliardensummen in neue Fahrzeuge und den Ausbau der Produktion. Dies kündigte Unternehmenschef Rupert Stadler auf der Audi-Hauptversammlung an. Dort wurde auch Ursula Piech in den Aufsichtsrat gewählt.