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Aufstand der Opel-Händler
Opel: Bleiben die Rüsselsheimer beim neuen Vertriebsprogramm, dann wollen einige Händler die Fahnen vor ihren Betrieben einrollen und die Häuser schließen.
(Foto: Opel)
Autor:
Matthias Karpstein
mkarpstein@craincom.de
Autorin:
Bettina John
bjohn@craincom.de
Sonntag, 03. Februar 2013, 08.00 Uhr
Karl-Thomas Neumann hat bei Opel noch nicht einmal sein neues Büro eingerichtet, da bekommt er schon den Zorn der Opel-Händler vor Augen geführt. Das neue Vertriebsprogramm der Rüsselsheimer treibt die Händler auf die Barrikaden, einige haben bereits mit der Rückgabe von Händlerverträgen und der Schließung von Opel-Häusern gedroht.

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Rüsselsheim. Nach der Einführung eines neuen Vertriebssystems für Opel wehren sich die Händler des Unternehmens gegen komplizierte Abrechnungen und geringere Margen. Wie mehrere Autohändler der Automobilwoche berichteten, ist das Vertriebssystem an VW und Skoda angelehnt und verteuert die Fahrzeuge. Zudem sei es so komplex, dass die Verkäufer im alltäglichen Geschäft völlig überfordert seien. "Dafür muss man einen Diplom-Mathematiker einstellen", sagte ein Händler der Automobilwoche.
Das Vorgehen von Opels neuem Deutschland-Vertriebschef Matthias Seidl hat mehrere Händler des Rüsselsheimer Unternehmens so verärgert, dass sie mit Rückgabe von Verträgen und Schließung von Opel-Häusern gedroht haben. "Die Planbarkeit zu Beginn eines Quartals ist stark eingeschränkt", kritisierte ein Händler. Dadurch müsse er seine Angebote vorsichtiger kalkulieren und sei damit gegenüber der harten Konkurrenz im Volumensegment nicht mehr wettbewerbsfähig.
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