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Neuer Opel-Chef Neumann steht hinter Rettungsplan
Karl-Thomas Neumann: Der neue Opel-Chef ist in das Sanierungskonzept eingeweiht und soll es dem Vernehmen nach ohne größere Abstriche so umsetzen.
(Foto: Opel)
Autor:
Michael Knauer
mknauer@craincom.de
Sonntag, 03. Februar 2013, 09.00 Uhr
Der neue Opel-Chef Karl-Thomas Neumann hat seinen Segen für einen Dreistufenplan erteilt, wonach der defizitäre Autobauer bis 2022 wieder profitabel werden und ab 2015/16 den Break Even erreichen will.

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Rüsselsheim. Der neue Opel-Vorstandschef Karl-Thomas Neumann steht hinter den Restrukturierungsplänen von Opel. Neumann hat nach Angaben aus dem Umfeld von Opel Einblick in das Zukunftsprojekt "Drive 2022" erhalten und will es ohne größere Veränderungen umsetzen.
Das geht aus einem Drei-Stufenplan zur Restrukturierung von Opel hervor, der der Automobilwoche in Auszügen vorliegt. Einige Punkte dieses Plans wurden jedoch nach Angaben eines Opel-Sprechers von der Automobilwoche falsch interpretiert.
Bis 2015/2016 will der angeschlagene Autobauer wieder die Gewinnschwelle erreichen und die Fixkosten um rund 500 Millionen Dollar gegenüber 2012 senken.
Gelingen soll dies unter anderem durch die stärkere Integration des Finanzdienstleisters GMAC in den Mutterkonzern General Motors. Das stellte ein Opel-Sprecher klar. Die Automobilwoche hatte zuvor berichtet, Ziel sei auch eine stärkere Integration von Opel in den Konzern, um möglichst viele kostspielige Eigenentwicklungen einzusparen.
Weiter sieht das Papier eine Neupositionierung der Preise vor. Der Opel-Sprecher bestätigte, dass das Unternehmen an einer neuen Preisstruktur arbeite. Dabei sei jedoch keine pauschale Neupositionerung der Preise und der Positionierung der Marke geplant. Vielmehr solle in Zukunft "noch genauer auf die Positionierung neuer Modelle geachtet" werden. 
Zugleich ist bis 2022 eine Auslastung der Werke von mehr als 90 Prozent vorgesehen. Dies dürfte ohne die Schließung der Fahrzeugfertigung in Bochum nicht machbar sein. Der neue Vorstandschef Karl-Thomas Neumann will die Arbeitnehmer daher zu Zugeständnissen bewegen.
Die in Europa verkauften Fahrzeuge sollen dem Restrukturierungsplan zufolge möglichst auch in Europa gefertigt werden. Der künftige Mokka-Nachfolger könnte somit aus Eisenach oder Gliwice kommen statt aus Incheon in Südkorea.
Dieses Ziel betreffe aber ausdrücklich nicht alle Modelle, stellte ein Opel-Sprecher am Sonntag klar. Es bestehe die Möglichkeit, den Nachfolger des Mokka in Europa zu fertigen, sagte er. Eine finale Entscheidung sei aber noch nicht getroffen. Für den in den USA gebauten Ampera und den in Südkorea gebauten Antara gebe es hingegen "keine Lokalisierungspläne in Europa."
Die dritte Phase des Planes sieht neben dem Wachstum in Russland auch eine Steigerung der Begehrlichkeit der Marke vor. Gelingen soll dies unter anderem mit dem Aufstieg in die Top Fünf bei der Kundenzufriedenheit.
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