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BMW trennt sich von Husqvarna
BMW in München: Husqvarna war der erste Zukauf nach dem Rover-Debakel.
(Foto: BMW)
Autorin:
Pia Krix
pkrix@craincom.de
Donnerstag, 31. Januar 2013, 16.27 Uhr
Nur fünf Jahre nach dem Zukauf der Motorradmarke Husqvarna veräußert BMW diese an die österreichische Pierer Industrie AG. Dies teilte BMW am Donnerstag mit. Als Grund nannte der Münchner Konzern eine Neuaufstellung der Motorradsparte.

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München. BMW trennt sich nach fünf Jahren von der Motorrad-Tochter Husqvarna und verkauft sie an die österreichische Pierer Industrie AG. Der Münchner Autobauer hatte den traditionsreichen Hersteller von sportlichen Geländemaschinen 2007 übernommen, es war der erste Zukauf nach dem Rover-Debakel. Nun will BMW das gesamte Zweiradgeschäft strategisch neu aufstellen, wie der Konzern am heutigen Donnerstag (31.1.) mitteilte.
Als Gründe für die Neuaufstellung nennt BMW "sich verändernde Motorradmärkte, demographische Entwicklungen und steigende Umweltanforderungen". Die sportlichen Offroad-Modelle passen nicht mehr in das Gesamtkonzept des Konzerns, der das Produktangebot der Marke BMW Motorrad erweitern will, "um zukünftige Wachstumspotenziale zu erschließen". Dafür verkauft BMW die einst in Schweden gegründete Marke Husqvarna an die Pierer Industrie AG, zu der auch der Motorradhersteller KTM gehört. Über den Preis haben die Unternehmen Stillschweigen vereinbart. Die in Italien ansässige Tochter verkaufte im vergangenen Jahr 10.751 Motorräder.

Profitables Wachstum geplant
Der Konzern gab ferner bekannt, mit der Sparte BMW Motorrad 2012 einen neuen Absatzrekord erzielt zu haben. Der Absatz der Marke BMW Motorrad wuchs um zwei Prozent auf 106.358 Einheiten, von der Marke Husqvarna verkaufte BMW 10.751 Stück, ein Plus von 15,8 Prozent.

Mit der Neuausrichtung des Geschäftsfelds plant BMW Motorrad, in den kommenden Jahren "weiter profitabel und nachhaltig zu wachsen". Das aktuelle Kerngeschäft umfasst Fahrzeuge aus den Bereichen "Tourer", "Enduro", "Sport", "Roadster" sowie "Maxi-Scooter" zwischen 650 und 1600 Kubikzentimeter Hubraum.
Mit den Maxi-Scootern C 650 GT und C 600 Sport stieg BMW Motorrad 2012 erstmals in das Segment der urbanen Mobilität ein. Als nächster Schritt ist die Serieneinführung des Elektroscooters "C evolution" in 2014 geplant. BMW entwickelt weitere innovative Fahrzeugkonzepte, als Antriebe dienen umweltfreundliche Verbrennungsmotoren sowie reine Elektroantriebe. BMW Motorrad wird damit an die gesamte Ausrichtung des Konzerns angepasst, der im Rahmen des Project i Lösungen für Megacities, Umweltschutz und Verkehrsdichte entwickelt hat und im Fahrzeugsegment bereits erste Produkte und Dienstleistungen anbietet.
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