Nur fünf Jahre nach dem Zukauf der Motorradmarke Husqvarna veräußert BMW diese an die österreichische Pierer Industrie AG. Dies teilte BMW am Donnerstag mit. Als Grund nannte der Münchner Konzern eine Neuaufstellung der Motorradsparte.
"In der Mitte eines dunklen Tunnels"
Viele Autohändler in Italien und Spanien kämpfen angesichts immer weiter einbrechender Verkaufszahlen ums Überleben
Spezial Autohandel in Deutschland 2012
Die größte Handelsgruppe sitzt in Österreich
Von Grenzgängern und Mega-Dealern
Top-25-Händler I'm internationalen Vergleich: Die größten deutschen Gruppen verkaufen deutlich weniger Autos als ihre Kollegen in anderen europäischen Ländern und in den USA
Die Rekordjagd findet kein Ende
Neuwagenverkauf in Österreich erreicht neuen Höchststand - Handel klagt über magere Rendite
München. BMW trennt sich nach fünf Jahren von der Motorrad-Tochter Husqvarna und verkauft sie an die österreichische Pierer Industrie AG. Der Münchner Autobauer hatte den traditionsreichen Hersteller von sportlichen Geländemaschinen 2007 übernommen, es war der erste Zukauf nach dem Rover-Debakel. Nun will BMW das gesamte Zweiradgeschäft strategisch neu aufstellen, wie der Konzern am heutigen Donnerstag (31.1.) mitteilte. Als Gründe für die Neuaufstellung nennt BMW "sich verändernde Motorradmärkte, demographische Entwicklungen und steigende Umweltanforderungen". Die sportlichen Offroad-Modelle passen nicht mehr in das Gesamtkonzept des Konzerns, der das Produktangebot der Marke BMW Motorrad erweitern will, "um zukünftige Wachstumspotenziale zu erschließen". Dafür verkauft BMW die einst in Schweden gegründete Marke Husqvarna an die Pierer Industrie AG, zu der auch der Motorradhersteller KTM gehört. Über den Preis haben die Unternehmen Stillschweigen vereinbart. Die in Italien ansässige Tochter verkaufte im vergangenen Jahr 10.751 Motorräder.
Profitables Wachstum geplant Der Konzern gab ferner bekannt, mit der Sparte BMW Motorrad 2012 einen neuen Absatzrekord erzielt zu haben. Der Absatz der Marke BMW Motorrad wuchs um zwei Prozent auf 106.358 Einheiten, von der Marke Husqvarna verkaufte BMW 10.751 Stück, ein Plus von 15,8 Prozent.
Mit der Neuausrichtung des Geschäftsfelds plant BMW Motorrad, in den kommenden Jahren "weiter profitabel und nachhaltig zu wachsen". Das aktuelle Kerngeschäft umfasst Fahrzeuge aus den Bereichen "Tourer", "Enduro", "Sport", "Roadster" sowie "Maxi-Scooter" zwischen 650 und 1600 Kubikzentimeter Hubraum. Mit den Maxi-Scootern C 650 GT und C 600 Sport stieg BMW Motorrad 2012 erstmals in das Segment der urbanen Mobilität ein. Als nächster Schritt ist die Serieneinführung des Elektroscooters "C evolution" in 2014 geplant. BMW entwickelt weitere innovative Fahrzeugkonzepte, als Antriebe dienen umweltfreundliche Verbrennungsmotoren sowie reine Elektroantriebe. BMW Motorrad wird damit an die gesamte Ausrichtung des Konzerns angepasst, der im Rahmen des Project i Lösungen für Megacities, Umweltschutz und Verkehrsdichte entwickelt hat und im Fahrzeugsegment bereits erste Produkte und Dienstleistungen anbietet.
Fünf Jahre ist sie erst alt und schon ein Hotspot: Die BMW-Welt in München erweist sich als Besuchermagnet und soll Touristen zu BMW-Fans machen. Der Münchner Premium-... » mehr lesen
Audi hat die italienische Motorradmarke Ducati übernommen. Ein Ziel, das VW-Aufsichtsratschef Ferdinand Piëch nach eigener Aussage schon seit 33 Jahren verfolgt. Damit kann der... » mehr lesen
Das Automatikgetriebe macht Volkswagen Probleme: Nach Rückrufaktionen im großen Stil in China und Japan müssen nun auch in Australien Autos wieder in die Werkstatt. Der Konzern sieht keine Alternative zum Werkstattbesuch. Auslöser der Probleme sind verstopfte, heiße Großstadtdschungel.
Die Porsche Holding ist wieder ganz im Familienbesitz: Der Staatsfonds des Emirats Katar hat seinen Anteil von zehn Prozent an der Porsche SE an die beiden Familien Porsche und Piech verkauft.
Der Stuttgarter Autohersteller Daimler stellt weitere Weichen, um die Pkw-Vertriebsorganisation in China schlagkräftiger zu machen. In der Zentrale in Stuttgart wurde ein eigener Bereich "Vertriebssteuerung China“ geschaffen, dessen Leitung der ehemalige Audi-Manager Bernhard Auer übernimmt.
Die Europäische Union hat Deutschland eine Frist gesetzt: Zehn Wochen hat die Bundesregierung einem Medienbericht zufolge Zeit, die Einhaltung der Richtlinie zum Kältemittel in Klimaanlagen sicherzustellen – danach droht ein Verfahren.
Etwa 100.000 Personen haben sich weltweit bereits für eine Probefahrt mit dem Elektroauto BMW i3 angemeldet, wie Vertriebsvorstand Ian Robertson auf dem Kongress der Automotive News Europe in Paris bekanntgab.
Fondsmanager Michael Muders von Union Investment hat sich in einem Interview vehement gegen ein weiteres Engagement von Mercedes ausgesprochen: "Mercedes muss raus aus der Formel 1."