In den USA ist das Endspiel der National Football League, der Super Bowl, das wichtigste Sportereignis des Jahres. Diese Gelegenheit zur Werbung lassen sich die Autobauer nicht entgehen.
Modellvorschau für die Audi S- und RS-Modelle der Quattro-GmbH in den Jahren 2013 bis 2016
München. Am kommenden Sonntag (3. Februar) findet in New Orleans das größte Einzelsportereignis des Jahres statt: der Super Bowl. Schätzungen zufolge werden etwa eine Milliarde Menschen das Endspiel der Nationalen Football-Profiliga verfolgen.
Neben dem Duell der San Francisco 49ers gegen die Baltimore Ravens sind die aufwändigen Werbespots der zweite Höhepunkt des Tages. Laut "Wall Street Journal" schaltet sogar jeder dritte Amerikaner hauptsächlich wegen der Werbung den Fernseher an. Aufgrund der großen Reichweite sind die Werbeminuten beim Super Bowl extrem teuer: Etwa vier Millionen Dollar müssen Interessenten für die Aussendung eines 30-Sekunden-Spots zahlen. Deshalb lassen die Werbetreibenden oft eigene Clips extra für dieses Ereignis drehen. Auch zahlreiche Autobauer nutzen die Gelegenheit, ihre Produkte zu präsentieren.
Volkswagen hat mit seinem Spot eine Debatte ausgelöst. Protagonist des Films ist der aus Minnesota stammende weiße Angestellte Dave, der mit unüberhörbarem jamaikanischem Akzent seine schlecht gelaunten Kollegen aufzuheitern versucht. Kritiker bemängeln, dass Jamaikaner damit herabgewürdigt würden, die Mehrzahl der Kommentare in Internetforen ist jedoch positiv. Dennoch hat VW für alle Fälle einen anderen Spot in Reserve.
Bei Audi darf ein schüchterner junger Mann, der für den Highschool-Abschlussball keine Begleiterin gefunden hat, den Audi S6 seines Vaters fahren. Das sportliche Auto verleiht ihm soviel Selbstbewusstsein, dass er den Parkplatz des Direktors nutzt und die Ballkönigin küsst – und von deren Begleiter prompt ein blaues Auge verpasst bekommt. Der Ausgang der Geschichte ist offen – die Zuschauer können zwischen drei Möglichkeiten wählen.
Fiat bewirbt die Größe des 500 Mercedes lässt junge Männer den neuen CLA waschen. Das daneben stehende und sich in erotischen Posen räkelnde Model Kate Upton verdreht ihnen jedoch die Köpfe und lenkt sie von der Arbeit ab.
Fiat bewirbt den viertürigen 500L ebenfalls auf kreative Weise: Ein älterer Herr, der Besuch empfängt, ist sehr überrascht davon, wie viele Personen, dem kleinen Auto entsteigen. In einer anderen Version fahren zwei Hochzeitspaare mit einem 500L zur Hochzeit, wobei der Kleinwagen soviel Platz bietet, dass sich die Bräute auf der Rückbank umziehen und stylen können, obwohl, wie sich am Ende herausstellt, noch ein Junge mit ihnen auf der Rückbank gesessen hat.
Der Toyota RAV4 ist in der Super-Bowl-Werbung das Gefährt einer Fee, die den Menschen auf der Straße alle Wünsche erfüllen kann – und sich selbst offenbar nichts sehnlicher wünscht als eben dieses Auto.
"Wo kommen Babys her?" Ebenfalls sehr begehrenswert lässt Hyundai den Santa Fe erscheinen. Bei einem Familienausflug wird der Wagen von allen angestarrt, die ihm begegnen, zahlreiche Menschen ignorieren sogar andere Attraktionen wie einen Zoobesuch und laufen hinter dem Auto her.
In einem anderen Spot stellen Vater und Sohn einige verrückte Dinge an, an deren Ende der Vater den Sohn immer ermahnt, seiner Mutter nichts zu verraten. Später sieht man allerdings, dass auch Mutter und Tochter mit dem Santa Fe Abenteuer erleben – und die Mutter die Tochter ermahnt: "Erzähl es nicht Deinem Vater!" Kia lässt eine junge Familie einen Sorento fahren. Auf die Frage des Kindes, wo die Babys herkommen, erfindet der Vaters eine Geschichte: Es gebe einen Planeten namens "Babylandia", der voller Menschen- und Tierbaby sei. Wenn die Zeit reif sei, würden die Babys in Raumschiffe steigen und sich auf die neun Monate lange Reise zu ihren Eltern auf der Erde machen. Auf eine Nachfrage des Sohnes schaltet der Vater das Radio ein und spielt ein Kinderlied. Fazit: Der Kia Sorento hat auf alles ein Antwort.
Links zu den verschiedenen Spots auf Youtube: VW - Get happy
Der neueste Schritt auf ihrem Wachstumskurs führt die Reifenhandelsgruppe Euromaster in die Türkei. Seit Herbst vergangenen Jahres ist die Michelin- Tochter mit ihrem Serviceund... » mehr lesen
Hyundai Motor Europe strukturiert sein Sportsponsoring um. Das Unternehmen hat die Sport-Aktivitäten seiner 28 Märkte auf den Prüfstand gestellt. In Europa soll der Schwerpunkt... » mehr lesen
Überraschend schnell und geräuschlos haben IG Metall und Arbeitgeber sich auf einen neuen Tarifvertrag geeinigt: Die Beschäftigten bekommen eine Lohnerhöhung in zwei Stufen.
Der Stuttgarter Autobauer Daimler hat einem Bericht des Fernsehsenders ARD widersprochen, wonach Mitarbeiter mit Werksverträgen die gleichen Tätigkeiten ausführen wie festangestellte Mitarbeiter, dafür aber erheblich schlechter bezahlt werden.
Der Kompaktvan Opel Zafira Tourer wird ab 2015 im Werk Rüsselsheim gebaut. Bisher wird das Modell in Bochum gefertigt. Der Betriebsrat protestierte und sprach von einer "unglaublichen Provokation".
Daimler hat am Mittwochabend seine neue S-Klasse präsentiert. Die Luxus-Limousine strotzt vor Superlativen. Der Stuttgarter Autobauer spricht vom "besten Auto der Welt".
In der Europäischen Union wurden im April knapp 1,04 Millionen Neuzulassungen registriert. Dies ist ein Zuwachs um 1,7 Prozent gegenüber April 2012 - und der erste Anstieg seit September 2011.
Der VW-Konzern muss mehrere Zehntausend Fahrzeuge seiner New Small Family, zu der neben dem VW Up auch die weitgehend baugleichen Modelle Seat Mii und Skoda Citigo gehören, wegen Airbagproblemen in die Werkstätten zurückrufen.
Auf der BMW-Hauptversammlung sprach sich Vorstandschef Norbert Reithofer gegen die neuesten CO2-Forderungen der EU aus. Er forderte von der Politik "verlässliche Rahmenbedingungen". Die neueste Forderung von 68 bis 78 Gramm CO2 pro Kilometer für 2050 sei "politisches Wunschkonzert" und habe "mit technischer Analyse oder Machbarkeit nichts, aber auch gar nichts, zu tun".
Der amerikanische Autokonzern Ford erweitert seine Produktionskapazitäten in Russland. In Tatarstan entsteht ein Motorenwerk, außerdem soll ein weiteres Modell vor Ort produziert werden.
BMW will mit seiner neuen Submarke BMWi Bestmarken in der Produktion setzen. Auf der Automobilwoche-Konferenz in München kündigte Ulrich Kranz, Chef der Marke BMWi, erhebliche Energie-Einsparungen in der Fertigung der neuen Elektroautos an.