Der US-Autohersteller hat im vergangenen Jahr die eigenen Prognosen erfüllt und sieht sich weiter auf Kurs, die Ziele des bis 2014 laufenden Geschäftsplans zu erreichen. Im laufenden Jahr soll der Absatz von 2,4 auf bis zu 2,7 Millionen Einheiten ausgebaut werden.
Der Verkauf seiner EADS-Anteile hat dem Konzern über 700 Millionen Euro Gewinn eingebracht.
Auburn Hills. Chrysler hat im abgelaufenen Geschäftsjahr einen Nettogewinn von 1,7 Milliarden Dollar eingefahren und will auch 2013 bei Absatz, Umsatz und Ertrag zulegen. "Wir freuen uns über die starken finanziellen Ergebnisse im Jahr 2012. Das Unternehmen an dem wir arbeiten, ist aber noch nicht fertiggestellt", so Fiat- und Chrysler-Chef Sergio Marchionne bei Bekanntgabe des vorläufigen Jahresabschlusses von Chrysler. Fiat ist nach der Insolvenz des US-Herstellers im Juni 2009 eingestiegen und hält inzwischen 58,5 Prozent. Während der italienische Hersteller vor allem im europäischen Pkw-Volumengeschäft hohe Verluste einfährt, erweist sich Chrysler inzwischen als wichtige Ertragssäule im kombinierten Unternehmen. Während Marchionne die mittelfristigen Ziele von Fiat aufgrund der schlechten Rahmenbedingungen bereits mehrfach nach unten korrigieren musste, bekräftigte er nun den bis 2014 laufenden Geschäftsplan, den er im November 2009 aufgestellt hat. Die für 2012 von Chrysler vorgelegten Zahlen entsprechen im Wesentlichen den Vorgaben des Plans: Der Absatz stieg um 18 Prozent auf 2,2 Millionen Einheiten. Der Umsatz legte um 20 Prozent auf 65,8 Milliarden Dollar zu. Der operative Gewinn verbesserte sich um 47 Prozent auf 2,9 Milliarden Dollar, was einer Marge von 4,4 Prozent entspricht. Marchionne begründet den Anstieg mit dem höheren Verkäufen und Preisen. Das Plus sei teilweise durch den stärkeren Anteil der Pkw am Gesamtportfolio kompensiert worden. Pick-ups und SUV erzielen im US-Markt generell höhere Preise und Margen als kleinere Pkw. Im Hauptmarkt USA konnte der Hersteller stärker zulegen als die Konkurrenz von General Motors oder Ford und steigerte damit seinen Marktanteil von 10,5 auf 11,2 Prozent. Wurde 2011 noch ein Nettogewinn von 138 Millionen Dollar ausgewiesen, kommt Chrysler nun auf 1,7 Milliarden Dollar - mehr als noch zu Jahresbeginn prognostiziert. Der freie Cash-flow fiel mit 2,2 Milliarden Dollar um 300 Millionen Dollar höher aus als 2011. Die Industrieschulden gingen um 1,9 Milliarden auf 1,0 Milliarden Dollar zurück.
Mittelfristiger Geschäftplan steht Wie aus den Unterlagen zum vorläufigen Jahresabschluss hervorgeht, hält Marchionne im Wesentlichen an den Zielen des im November 2009 aufgestellten Geschäftsplans fest. Während Chrysler allerdings die Umsatzentwicklung deutlich positiver beurteilt, dürfte die Profitabilität geringer als geplant ausfallen. Im laufenden Jahr sollen die Fahrzeugauslieferungen auf 2,6 bis 2,7 (Plan: rund 2,6) Millionen Einheiten klettern. Der Umsatz soll bei 72 bis 75 (Plan: rund 62,5) Milliarden Dollar über dem ursprünglichen Ziel liegen. Dagegen wird operative Gewinn mit rund 3,8 Milliarden Dollar am unteren Ende der Range (Plan: 3,8 bis 4,4) Milliarden Dollar gesehen. Die Marge läge damit zwischen 5,0 und 5,3 Prozent (Plan: 6,1 bis 7,1 Prozent). Die Verwässerung der Marge begründet Chrysler-Finanzchef Robert Kidder mit hohen Investitionen in die Produkte und Marken. Netto traut sich der US-Hersteller einen Gewinn von rund 2,2 Milliarden Dollar zu. Der frei Cash-flow soll über einer Milliarde Dollar liegen. Im Jahr 2014 will Chrysler zirka 2,8 (Plan: 2,8) Millionen Fahrzeuge ausliefern und damit auf ein Umsatzniveau von 80 (Plan: 67,5) Milliarden Dollar kommen. Bei 4,8 (Plan: 4,7 bis 5,2) Milliarden Dollar operativem Gewinn soll die Marge auf rund sechs (Plan: 7,0 bis 7,7) Prozent steigen.
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Der amerikanische Autokonzern Ford erweitert seine Produktionskapazitäten in Russland. In Tatarstan entsteht ein Motorenwerk, außerdem soll ein weiteres Modell vor Ort produziert werden.
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