In den Vereinigten Staaten ist eine Diskussion um den VW-Werbespot zum Super Bowl entbrannt - weil der weiße Hauptdarsteller mit jamaikanischem Akzent spricht.
Wo klafft bei Volkswagen die größte Lücke im Modell-Angebot?
New York. VW sieht sich laut einem Bericht der Nachrichtenagentur AFP in den USA mit Rassismus-Vorwürfen konfrontiert. Grund dafür ist ein Werbeclip, den der Hersteller beim Super Bowl, dem Finale der US-Football-Profiliga NFL, am kommenden Sonntag zeigen will. Er ist schon jetzt unter anderem auf Youtube zu sehen.
In dem Kurzfilm geht es um den Angestellten Dave, der sich mit Fröhlichkeit und aufmunternden Sprüchen von seinen schlecht gelaunten Kollegen abhebt und versucht, deren Laune zu heben. Das gelingt ihm unter anderen dadurch, dass er sie in seinem VW Beetle mitfahren lässt – Motto: "Get in, get happy" (Steig ein, werde fröhlich).
Was offenbar etliche Zuschauer stört, ist der jamaikanische Akzent von Dave, einem Weißen aus dem Bundesstaat Minnesota. "Ich war schockiert – das ist rassistisch", sagte beispielsweise Barbara Lippert von Mediapost.com. Andererseits gibt es zahlreiche Äußerungen von Menschen, die keinen Rassismus in dem Spot erkennen. Der jamaikanische Tourismusminister Wykeham McNeill: "Wir sehen den Spot als Kompliment", sagte er "Spiegel Online" zufolge. "Die Leute sollen ihr inneres Jamaika finden und glücklich werden."
111 Millionen TV-Zuschauer Volkswagen zeigte sich erstaunt über die Debatte. Man habe den Film vorher zahlreichen Testpersonen, unter anderem aus Jamaika, vorgestellt und nur positive Rückmeldungen bekommen. Seit der Veröffentlichung auf Youtube habe der Konzern viel Lob bekommen. "Der Tenor war: "Wir haben es verstanden. Akzente haben keine Farben"", sagte VW-Sprecher Scott Vazin der "Washington Post". Für den Fall, dass der Druck zu groß wird, hat VW für Sonntag allerdings einen Ersatz-Spot parat. Der Super Bowl ist das größte TV-Ereignis des Jahres. Allein in den USA verfolgte im vergangenen Jahr 111 Millionen Menschen das Endspiel an den Bildschirmen. Die Werbung ist extrem teuer, 30 Sekunden kosten etwa vier Millionen Dollar. Oft gibt es spezielle Spots für den Super Bowl. Den Film auf Youtube ansehen: Hier klicken!
„Retro ist nicht unser Ding, wir schauen nach vorn.“ Das sagte VW-Designchef Klaus Bischoff ausgerechnet bei der Vorstellung des neuen Beetle Cabrio auf der Auto Show... » mehr lesen
Das Automatikgetriebe macht Volkswagen Probleme: Nach Rückrufaktionen im großen Stil in China und Japan müssen nun auch in Australien Autos wieder in die Werkstatt. Der Konzern sieht keine Alternative zum Werkstattbesuch. Auslöser der Probleme sind verstopfte, heiße Großstadtdschungel.
Die Porsche Holding ist wieder ganz im Familienbesitz: Der Staatsfonds des Emirats Katar hat seinen Anteil von zehn Prozent an der Porsche SE an die beiden Familien Porsche und Piech verkauft.
Die Europäische Union hat Deutschland eine Frist gesetzt: Zehn Wochen hat die Bundesregierung einem Medienbericht zufolge Zeit, die Einhaltung der Richtlinie zum Kältemittel in Klimaanlagen sicherzustellen – danach droht ein Verfahren.
Etwa 100.000 Personen haben sich weltweit bereits für eine Probefahrt mit dem Elektroauto BMW i3 angemeldet, wie Vertriebsvorstand Ian Robertson auf dem Kongress der Automotive News Europe in Paris bekanntgab.
Beim Stuttgarter Automobilhersteller ist die erste Limousine der neuen S-Klasse-Baureihe vom Band gelaufen. Zum Produktionsstart zeigte sich Daimler- und Mercedes-Chef Dieter Zetsche zuversichtlich, das Absatzvolumen ausweiten zu können. Der neue Produktionsvorstand Andreas Renschler will das Werk Sindelfingen zu einem der effizientesten Standorte im Mercedes-Verbund machen.
Fondsmanager Michael Muders von Union Investment hat sich in einem Interview vehement gegen ein weiteres Engagement von Mercedes ausgesprochen: "Mercedes muss raus aus der Formel 1."