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Ghosn und Zetsche sehen Brennstoffzelle als Antrieb der Zukunft
Nissan Leaf: Für größere Fahrzeuge gilt eher die Brennstoffzelle als vielversprechender Antrieb der Zukunft. (Foto: Nissan)
Dienstag, 29. Januar 2013, 16.46 Uhr
Die beiden Vorstandschefs Dieter Zetsche und Carlos Ghosn sind davon überzeugt, dass zumindest für größere Fahrzeuge eine Brennstoffzelle als Antrieb besser geeignet ist als ein Elektromotor mit Batterie.
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Bochum. Daimler-Vorstandschef Dieter Zetsche und der Renault-Nissan Vorstandsvorsitzende Carlos Ghosn sehen in der Brennstoffzelle den Antrieb der Zukunft für größere Pkw-Modelle. Wenige Tage nach der Unterzeichnung eines dreiseitigen Abkommens zur Entwicklung marktreifer Brennstoffzellenfahrzeuge gemeinsam mit Ford erklärten beide Automobilmanager beim CAR-Symposium in Bochum, elektrisch angetriebene Autos mit Fuel-Cell-Technik (Brennstoffzelle) seien besser für größere Fahrzeugklassen geeignet als rein batterie-elektrische Autos.
Renault-Nissan rückt im Bereich alternativer Antrieben von seiner bislang auf batterie-elektrische Fahrzeuge fokussierten Strategie ab. "Brennstoffzellenfahrzeuge sind besser für größere Autos und Nutzfahrzeuge geeignet, batterieelektrische Systeme dagegen sind gut für kleinere Fahrzeuge geeignet", sagte Ghosn. Dennoch seien die Elektroautos der Renault-Nissan-Allianz ein Erfolg, betonte der Konzernchef. So habe Nissan im vergangenen Jahr weltweit mehr als 50.000 Leaf-Modelle verkauft, Renault von seinen verschiedenen Elektroautos mehr als 20.000 Einheiten. Die größte Herausforderung in der Fuel-Cell-Technik liege nicht mehr in der Technologie, sagte Ghosn weiter. "Was wir jetzt brauchen, ist ein Durchbruch bei den Kosten, um die Brennstoffzelle voranzubringen."
Daimler-Chef Zetsche erklärte, er rechne damit, dass das Premiumsegment zum Haupttreiber der Brennstoffzellentechnik werde, weil dort die höheren Kosten eher marktfähig seien als in anderen Segmenten. "Wir setzen weiter auf die Brennstoffzelle Sie wird einen wichtigen Beitrag zur Mobilität liefern", sagte der Daimler-Chef. Neben den wichtigen Skaleneffekten bei Entwicklung und Fertigung sorge die neue Kooperation mit Renault-Nissan und Ford im Bereich Brennstoffzelle auch für eine schneller mögliche Kommerzialisierung dieser Technik. Auch für die Lieferanten ergäben sich daraus interessante Synergien, fügte er hinzu. "Ohne flächendeckendes Netz an Wasserstoff-Tankstellen wird es aber nicht gehen," schränkte Zetsche ein. Er hoffe, dass die entsprechenden Bemühungen der Europäischen Union zum Ziel führten.
Beide Spitzenmanager betonten ihre Überzeugung, dass das Automobil noch eine große Entwicklung vor sich habe. "Ich bin fundamental optimistisch in Bezug auf unsere Industrie", sagte Ghosn. Zetsche erklärte seinerseits, dass der Weltautomobilmarkt bis zum Jahr 2020 um rund 50 Prozent wachsen werde. "Das Automobil hat die beste Zeit noch vor sich."
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