Am Mittwoch wird Fiat-Chrysler-Chef Sergio Marchionne einen erneuerten Fünf-Jahres-Plan vorstellen. Das kündigte er in Detroit an. Unter anderem wird erwartet, dass Jeep einen Luxus-SUV baut.
Mehr Crossover und weniger Varianten
Auslaufende Kooperationen ebnen neuen Peugeot-Modellen den Weg - Beim Kleinwagen 208 ersetzt ein SUV den Kombi
Detroit. Chrysler-Fiat-Chef Segio Marchionne wird am Mittwoch einen neuen, fünf Jahre laufenden Produktplan vorlegen und damit das Programm vom November 2009 aktualisieren. Das kündigte Marchionne gegenüber "Automotive News", der Schwesterzeitschrift der Automobilwoche an. Es habe genügend Änderungen an der ursprünglichen Produktplanung gegeben, um eine Neufassung zu rechtfertigen.
"Wir werden den Plan anlässlich der Telefonkonferenz mit den Analysten erneuern", versprach Marchionne. "Was sich nicht geändert hat, sind die finanziellen Ziele." Mit dem im November 2009 vorgelegten Plan hatte Marchionne erstmals die weit reichende Zusammenarbeit zwischen Fiat und Chrysler beschrieben, die von neuen Motoren und Getrieben bis hin zu gemeinsamen Fahrzeugplattformen in neuen Modellsegmenten reicht.
In Detroit wird vermutet, dass Marchionne unter anderem einen Luxus-Jeep namens Grand Wagoneer ankündigen wird, der oberhalb des Grand Cherokee angesiedelt ist und unter anderem dem Rang Rover und dem Mercedes GL Konkurrenz machen soll. Zudem wird seit Jahren die Zukunft des Minivan-Segments diskutiert, das 1984 vom Chrysler Voyager begründet wurde, mittlerweile aber von den zahlreichen SUVs auf dem US-Markt an den Rand gedrängt wurde. Marchionne könnte am Mittwoch klarstellen, ob Chrysler in dem schrumpfenden Segment bleibt, aus dem die Konkurrenten Ford und General Motors mittlerweile ausgestiegen sind.
Auch wird vom Fiat-Chrysler-Chef eine neue Kleinwagen-Strategie erwartet. Die Marken Dodge und Chrysler haben bereits Kompakt- und Mittelklasseautos auf Fiat-Plattformen auf dem Markt oder angekündigt. Diese Plattformstrategie könnte auch auf das Kleinwagen-Segment ausgedehnt werden. Bisher ist Fiat mit dem in Europa sehr erfolgreichen Modell 500 in den USA auf eher verhaltene Nachfrage gestoßen. Chrysler-Manager sind skeptisch, ob die Amerikaner angesichts der wieder gesunkenen Spritpreise ihr Herz für sparsame Kleinwagen entdecken. Einen Großteil der Gewinne macht Chrysler nach wie vor mit den Pick-ups von Dodge und den SUVs von Jeep.
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