Während Absatz und Umsatz wachsen, schmilzt der Gewinn der Pkw-Sparte zusammen. Allen... » mehr lesen
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Smarte Motoren verhelfen Mazda zu Neustart
Neuer Mazda6: Das Flaggschiff der Japaner nutzt jetzt auch das neue Technikpaket SkyActiv - mit leichterem Chassis und effizienteren Motoren. (Foto: Mazda)
Mazda ist in Europa seit Jahren auf Talfahrt. Gerade noch rechtzeitig, so scheint es, haben die Japaner aber ihre SkyActiv-Technik und insbesondere ihre neue Motorengeneration entwickelt. Weil der kleine Hersteller sparen musste, wurden dafür die Entwicklungsbudgets für die laufenden Modelle eingedampft. Die riskante Strategie scheint sich aber gelohnt zu haben: Die neuen Modelle mit der neuen Technik kommen gut an und erobern neue Märkte.
Absatzzahlen der japanischen Hersteller Toyota, Nissan, Honda, Suzuki, Mazda, Mitsubishi, Daihatsu und Subaru in Deutschland in den Jahren 2008 bis 2012 sowie im ersten Quartal 2013
Ein Italiener zwischen Detroit und Tokio
Fiats Modellpolitik wird von der Chrysler-Übernahme und der Kooperation mit Mazda geprägt - Erfolgsmodell 500
Lissabon. Der Absatz von Mazda in Europa kennt seit langem nur eine Richtung: abwärts. Im vergangenen Jahr verkaufte die japanische Marke noch 128.721 Pkw in Europa nach 172.042 im Vorjahr. Der Marktanteil sank auf 0,9 (Vorjahr: 1,0) Prozent. Dennoch ist Europachef Jeffrey H. Guyton so optimistisch wie lange nicht mehr. Der Elan kommt vor allem von dem im vergangenen April gestarteten Kompakt-SUV CX-5 und der dort zum ersten Mal verbauten Spritspar-Technologie namens SkyActiv. "Die Nachfrage nach dem CX5 ist deutlich größer als erwartet, und deshalb haben wir die Jahresproduktion inzwischen von 150.000 auf 200.000 Einheiten erhöht", sagt Guyton.
1200 Vorbestellungen für den Mazda6 in Deutschland Erfolgreich ist der CX-5 auch in Deutschland, dem größten Markt für Mazda in Europa. "Fast 14.000 Kunden haben sich 2012 für den CX-5, entschieden, es konnten aber nur 8667 Fahrzeuge ausgeliefert werden", sagt Länderchef Josef A. Schmid. Jetzt freut er sich über mehr als 5000 offene Kundenbestellungen, mit denen er ins neue Jahr gestartet ist. Entsprechend selbstbewusst plant er für 2013. Dann will er bei den Kompakt-SUV auf einen Segmentanteil von satten 7,4 Prozent kommen - deutlich mehr als die mageren 1,32 Prozent am Gesamtmarkt. Am 2. Februar kommt nun das zweite Modell mit SkyActiv-Technik in die Showrooms, das Flaggschiff Mazda6 (die Automobilwoche berichtete). Von der Limousine und vom preisidentischen Kombi will Mazda in diesem Jahr 39.000 Einheiten in Europa verkaufen - das wären doppelt so viel wie vom Vorgängermodell im Vorjahr. In Deutschland peilt Länderchef Schmid 10.700 Verkäufe vom Mazda6 an. "Wir sind zuversichtlich, weil uns bereits 1200 echte Kundenbestellungen vorliegen."
Europachef Jeffrey Guyton: "Elektro und Hybrid brauchen wir nicht, um effizient zu sein", sagt Guyton. (Foto: Mazda)
Guyton peilt 200.00 Verkäufe in Europa an Insgesamt peilt Europachef Guyton 132.000 Verkäufe in Europa an. Das wäre zwar ein Minus von drei Prozent gegenüber dem Vorjahr, für die Marke jedoch vermutlich eine Stärkung ihres Marktanteils. Langfristig sind Guytons Ziele noch ehrgeiziger: "Ab etwa 2015 wollen wir europaweit auf rund 200.000 Verkäufe kommen." Sein deutscher Geschäftsführer erwartet bereits im laufenden Jahr Wachstum. Schmid will auf 46.600 Verkäufe und einen Marktanteil von 1,55 Prozent kommen. Sein Fernziel ist noch weit anspruchsvoller: Ab 2015 will Schmid hierzulande rund 70.000 Neuzulassungen und einen Marktanteil von 2,1 Prozent erreichen. Dazu beitragen soll auch der im Herbst auf den Markt kommende Nachfolger des Kompaktmodells Mazda3 - ebenfalls mit Skyactiv-Technik. Später will Mazda auch am boomenden Segment der Kleinwagen-SUV partizipieren - ein CX3 ist dem Vernehmen nach längst in Arbeit. Im Mini-Segment und in der Oberklasse dagegen sieht sich Mazda auch künftig nicht: "Wir wollen stets global vermarktbare Autos bauen, weil wir ein relativ kleiner Hersteller sind - auch wenn wir global fast so viele Autos verkaufen wie BMW", sagt Guyton dazu. Im Mini-Segment seien die Ansprüche aber je nach Verkaufsregion sehr unterschiedlich. Auch in der Oberklasse habe man keine Pläne. "Der Markt dafür ist für uns zu klein."
Neuer 2,2-Liter Dieselmotor Der Euro-6-taugliche Diesel kommt sogar ohne aufwändige Harnstoff-Einspritzung aus. Er wird auf einer Linie mit den Benzinmotoren gefertigt - äußerst ungewöhnlich in der Branche. (Foto: Mazda)
Ungewöhnliche Liebe der Japaner zum Dieselmotor Paradoxerweise kommt Mazda dabei eine Schwäche zu gute: Weil der kleine Hersteller nach dem Rückzug von Ford auf sich allein gestellt ist und keine Ressourcen für teure, ungewisse Entwicklungen hat, verzichtete er gleich ganz auf den Elektro-Hype und den Hybrid-Trend. Statt dessen entwickelte Mazda seine bestehenden Benzin- und Dieselmotoren weiter. "Elektro und Hybrid brauchen wir nicht, um effizient zu sein", sagt Guyton dazu und strahlt über beide Ohren. Die nun verfügbaren Skyactive-Motoren gehören zu den effizientesten Aggregaten ihrer Klasse. Dabei kommt der Euro-6-taugliche Diesel sogar ohne aufwändige Harnstoff-Einspritzung aus (die Automobilwoche berichtete). Der in verschiedenen Leistungsstufen erhältliche 2,2-Liter-Diesel hat sogar die japanischen Käufer umgestimmt, die bislang noch vehementere Pkw-Dieselverweigerer waren als die Amerikaner: "Wir haben beim CX5 in Japan einen Diesel-Anteil von 80 Prozent - das ist sensationell", wundert sich selbst Guyton. Entsprechend große Hoffnungen machen sich nun die Japaner beim neuen Mazda6 mit Dieselmotorisierung in Nordamerika. "Wir erwarten dort einen Dieselanteil von rund 30 Prozent", so Guyton. Die neuen Motoren könne Mazda trotz vergleichsweise geringer Stückzahlen profitabel herstellen, betont er. Denn alle Aggregate, Diesel wie Benziner und unabhängig von ihrer Hubraumgröße, könnten auf ein und derselben Fertigungsstraße gebaut werden. Dies sei bereits bei ihrer Entwicklung so geplant gewesen und ein wesentlicher Grund dafür, dass Benzin- und Dieselaggregate ungewöhnlicherweise die selbe Verdichtung haben - so können mehr Gleichteile verwendet werden. "Weil wir klein sind, müssen wir manchmal unkonventionelle Lösungen finden - und mit Skyactiv ist uns das hervorragend gelungen", erläutert Guyton.
Gespräche mit Wettbewerbern über Zukauf von Mazda-Motoren Das ungewöhnliche Motorenkonzept lässt auch Wettbewerber aufhorchen. Mazda könne sich durchaus vorstellen, seine Skyactiv-Aggregate auch an andere Hersteller zu verkaufen, so Guyton. "Wir sprechen zur Zeit mit allen möglichen Unternehmen", lässt sich er sich dazu entlocken. Weniger Sorgen als erwartet macht er sich unterdessen wegen des teuren Yen. Wie alle japanischen Hersteller macht auch Mazda der Wechselkurs zu schaffen. Guyton jedoch zeigt sich gelassen: "Profitabel sind wir bei einer konservativen Haltung ab einem Euro-Yen-Kurs von etwa 100 Yen - deshalb ist die momentane Situation für uns gar nicht so schlecht." Derzeit notiert die japanische Währung bei rund 118 Yen pro Euro.
Nach Einführung der Fahrzeug- und Motorentechnik Skyactiv im Kompakt-SUV CX-5 bringt Mazda seine effizienteren Antriebe und leichteren Karosserien in die Mittelklasse. Am 2.... » mehr lesen
Arbeitgeber und IG Metall haben sich in Bayern auf den neuen Tarifvertrag für die Beschäftigten des Kfz-Gewerbes geeinigt. Unterm Strich ähnelt das Ergebnis dem Abschluss in der Industrie.
Im Bochumer Opel-Werk ruhte am Dienstag die Arbeit für mehrere Stunden die Arbeit, während die Beschäftigten an einer Informationsveranstaltung teilnahmen.
In der Europäischen Union wurden im April knapp 1,04 Millionen Neuzulassungen registriert. Dies ist ein Zuwachs um 1,7 Prozent gegenüber April 2012 - und der erste Anstieg seit September 2011.
Der erste Fünfer startete 1972 durch, jetzt bringt BMW die überarbeitete Version der sechsten Generation: Sie steht ab 20. Juli bei den Händlern. Für Limousine und Kombi bietet der Autobauer vier Benzin- und sechs Dieselantriebe an. Als Spitzenmotorisierung dient ein neuer V8-Antrieb mit 450 PS.
In Europa beklagt sich die Autobranche mit wachsender Verzweiflung über die unaufhaltsam scheinenden Marktanteilsgewinne der koranischen Autobauer. In Korea jedoch sehen sich inzwischen auch Hyundai und Kia einer wachsenden Schar erfolgreicher Importeure aus Deutschland gegenüber - wenn auch nur in dem prestigeträchtigen Segment der Luxuswagen.
Daimler hat am Mittwochabend seine neue S-Klasse präsentiert. Die Luxus-Limousine strotzt vor Superlativen. Der Stuttgarter Autobauer spricht vom "besten Auto der Welt".
Wenn sich ein Auto nicht mehr per mechanischer Verbindung zwischen Lenkrad und Rädern steuern lässt, dürfte das viele Fahrer erst einmal irritieren. Dabei ist Steer-by-Wire - also das Lenken per Datenkabel - potenziell sicherer. Dennoch wird es vorerst die Ausnahme bleiben.
In der EU wird heftig um schärfere CO2-Grenzwerte für Autos gerungen. Aus deutscher Sicht könnten diese große Nachteile für einheimische Oberklasse-Hersteller bringen. Der mächtige Branchenverband VDA hat nun der Kanzlerin geschrieben.
War das nur ein Missverständnis, oder vielleicht doch eher Missmanagement? Opel hat am Freitag seine Haltung korrigiert, das Werk Bochum bereits Ende 2014 vollständig zu schließen. Nun hat der Vorstand umdisponiert, das Warenverteilzentrum mit derzeit 430 Arbeitsplätzen soll doch noch bis ins Jahr 2016 hinein bestehen bleiben.
BMW will mit seiner neuen Submarke BMWi Bestmarken in der Produktion setzen. Auf der Automobilwoche-Konferenz in München kündigte Ulrich Kranz, Chef der Marke BMWi, erhebliche Energie-Einsparungen in der Fertigung der neuen Elektroautos an.