NEU: ePaper
Benutzeranmeldung:
Weilbacher unterliegt erneut vor Gericht
Mercedes-Benz Bank: Im Streit um die Erstattung von Restwerten setzte sich die Bank vor Gericht gegen das Autohaus durch.
(Foto: Daimler)
Autor: Bettina John
Donnerstag, 24. Januar 2013, 11.11 Uhr
Die Mercedes-Benz Bank hat innerhalb weniger Monate bereits zum zweiten Mal vor Gericht gegen die Automobilgesellschaft Weilbacher gewonnen. Im Streit um die Erstattung von Restwerten für Fahrzeuge aus Leasing- und Finanzierungsverträgen zog der Händler den Kürzeren.

Hintergrunddaten zum Thema:
11/2013
Aktueller durchschnittlicher Verbrauch der Premiumhersteller Audi, BMW und Mercedes in China und Ziele in den Jahren 2015 und 2015

11/2013
Der Kleintransporter Mercedes-Benz Citan und seine Rivalen Renault Kangoo und VW Caddy im Vergleich der Preise und Crawltest-Ergebnisse

10/2013
Entwicklung von Neugeschäft, Finanzierung, Leasing, Gebrauchtwagen der Autobanken in den Jahren 2004 bis 2012 (in Milliarden Euro)

Stuttgart/Eberswalde. Das Landgericht Stuttgart hat die Klage des Brandenburger Händlers Michael Weilbacher gegen die Mercedes-Benz-Bank abgewiesen. Weilbacher hatte dem Finanzinstitut vorgeworfen, von ihm zu Unrecht die Erstattung von Restwerten für Fahrzeuge aus Leasing- und Finanzierungsverträgen gefordert zu haben. Seine Auffassung, es bestehe keine entsprechende Rückkaufverpflichtung des Autohauses, wurde vom Gericht als unbegründet abgewiesen. Die Kosten des Rechtstreits muss Weilbacher tragen.   
Damit ist der Händler bereits zum zweiten Mal vor Gericht gescheitert. Im August 2012 hatte das Gericht entschieden, dass Weilbacher ein Darlehen in der vollen geforderten Höhe plus Zinsen und Mahnkosten an die Mercedes-Benz-Bank zurückzahlen muss. Den damals von Weilbacher reklamierten Zahlungsanspruch wegen angeblich falsch berechneter Zinsen hatte das Gericht zurückgewiesen.
In einem anderen Rechtsstreit hingegen konnte der Händler Ende vergangenen Jahres punkten: Er setzte vor Gericht durch, dass Daimler das Autohaus auch nach der Kündigung der Service- und Teilevertriebsverträge weiter mit Originalteilen beiefern muss.
Kommentare zum Artikel:
Weiterführende Links:
Automobilgesellschaft Weilbacher ist insolvent
Die Automobilgesellschaft Weilbacher hat im Rechtsstreit mit Daimler eine Niederlage erlitten und wird Insolvenz anmelden. Der... » mehr lesen

Weilbacher beantragt Ordnungsgeld gegen Daimler
Der Konflikt zwischen dem brandenburgischen Autohaus und dem Stuttgarter Konzern geht in die nächste Runde.... » mehr lesen

Die Grenzen des Wachstums erkennen
Konsolidieren oder expandieren: Wie Handelsgruppen ihre Strategie zwischen den beiden Polen ins Gleichgewicht bringen... » mehr lesen

Weilbacher gegen Daimler: Nächste Runde
Der Brandenburger Autohändler Michael Weilbacher hat einen Mitarbeiter des Finanzamts Stuttgart angezeigt, weil dieser sensible... » mehr lesen

Riskantes Spiel mit den Restwerten
Für viele Händler hängt eine Menge Geld an der Frage, wohin sich Restwerte und Gebrauchtwagenpreise 2013 entwickeln werden. Geraten sie angesichts von hohen Rabatten und... » mehr lesen

Streit zwischen Händler und Daimler eskaliert
In Brandenburg ist ein Streit zwischen der dortigen Automobilgesellschaft Weilbacher und Daimler eskaliert. Mehrere Prozesse... » mehr lesen

Mercedes-Bank will Einlagen erhöhen
Die Daimler-Tochter rechnet aufgrund der Modelloffensive von Mercedes mit einem steigenden Refinanzierungsvolumen. "Wir werden... » mehr lesen

Mercedes-Bank treibt Versicherungsgeschäft
Die Mercedes-Benz- Bank wächst im Geschäft mit Kfz- Versicherungen. Im ersten Quartal schloss der Absatzfinanzierer des Daimler-Konzerns rund 26.500 neue Policen ab – ein... » mehr lesen

Autobanken: Geld im Überfluss
Gut drei Jahre ist es her, dass die Kunden die "Schalter“ der Autobanken stürmten: Im November 2008 waren die... » mehr lesen

Die beliebtesten Inhalte der letzten 7 Tage:
3569
Leser
Arbeitgeber und IG Metall haben sich in Bayern auf den neuen Tarifvertrag für die Beschäftigten des Kfz-Gewerbes geeinigt. Unterm Strich ähnelt das Ergebnis dem Abschluss in der Industrie.
2883
Leser
Im Bochumer Opel-Werk ruhte am Dienstag die Arbeit für mehrere Stunden die Arbeit, während die Beschäftigten an einer Informationsveranstaltung teilnahmen.
2698
Leser
Der erste Fünfer startete 1972 durch, jetzt bringt BMW die überarbeitete Version der sechsten Generation: Sie steht ab 20. Juli bei den Händlern. Für Limousine und Kombi bietet der Autobauer vier Benzin- und sechs Dieselantriebe an. Als Spitzenmotorisierung dient ein neuer V8-Antrieb mit 450 PS.
2333
Leser
In Europa beklagt sich die Autobranche mit wachsender Verzweiflung über die unaufhaltsam scheinenden Marktanteilsgewinne der koranischen Autobauer. In Korea jedoch sehen sich inzwischen auch Hyundai und Kia einer wachsenden Schar erfolgreicher Importeure aus Deutschland gegenüber - wenn auch nur in dem prestigeträchtigen Segment der Luxuswagen.
2151
Leser
Wenn sich ein Auto nicht mehr per mechanischer Verbindung zwischen Lenkrad und Rädern steuern lässt, dürfte das viele Fahrer erst einmal irritieren. Dabei ist Steer-by-Wire - also das Lenken per Datenkabel - potenziell sicherer. Dennoch wird es vorerst die Ausnahme bleiben.
2106
Leser
In der EU wird heftig um schärfere CO2-Grenzwerte für Autos gerungen. Aus deutscher Sicht könnten diese große Nachteile für einheimische Oberklasse-Hersteller bringen. Der mächtige Branchenverband VDA hat nun der Kanzlerin geschrieben.
2091
Leser
Volkswagen hat in seinem US-Werk mittlerweile 250.000 Passat für den US-Markt gebaut. Das Fahrzeug hat großen Anteil daran, dass sich die Verkäufe der Marke VW in den USA von 2009 bis 2012 verdoppelt haben.
1743
Leser
2016 wollen Peugeot und Citroen ihre neue Druckluft-Hybrid-Technologie in Serienmodellen einführen. Die Hybrid Air genannte Technologie setzt auf hydraulische statt elektrische Energie, um den Verbrennungsmotor zu unterstützen.
1412
Leser
Wegen Verdachts auf Bilanzbetrug hat die schwedische Justiz drei frühere Manager des insolventen Autobauers Saab verhört. Darunter ist auch der ehemalige Konzernchef Jan Åke Jonsson.
1359
Leser
Der amerikanische Autokonzern Ford fährt seine Produktion wegen der großen Nachfrage auf dem Heimatmarkt hoch. In diesem Jahr sollen 240.000 Fahrzeuge mehr gebaut werden als zunächst geplant.