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BMW und Toyota entwickeln Brennstoffzellen-System
Partner mit der selben Vision: Toyota-Präsident Akio Toyoda (l.) und BMW-Chef Norbert Reithofer.
(Foto: BMW)
Autorin:
Pia Krix
pkrix@craincom.de
Donnerstag, 24. Januar 2013, 09.33 Uhr
BMW und Toyota geben erste Details ihrer erweiterten Zusammenarbeit bekannt: Sie wollen bis 2020 ein neues Brennstoffzellen-Fahrzeugsystem entwickeln, das auch die Bereiche Wasserstofftank, Motor und Batterie umfasst. Geplant ist zudem eine gemeinsame Plattform für einen mittelgroßen Sportwagen und eine Lithium-Air Batterie, deren Energiedichte weit über der der Lithium-Ionen-Batterie liegen soll.

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München. Der BMW-Konzern und die Toyota Motor Corporation haben den angekündigten erheblichen Ausbau ihrer Zusammenarbeit jetzt auch vertraglich geregelt. Wie die Unternehmen am heutigen Donnerstag (24.1.) bekannt gaben, wurde ein Vertrag unterschrieben, der die gemeinsame Entwicklung von Brennstoffzelle, Architektur und Komponenten eines Sportwagens sowie die gemeinsame Forschung und Entwicklung von Leichtbau-Technologien festlegt. Diese Vereinbarungen folgen auf die bereits im Juni 2012 unterzeichnete Absichtserklärung.
Darüber hinaus unterschrieben BMW und Toyota einen Vertrag zur gemeinsamen Forschung bei Lithium-Air Batterien, einer Post-Lithium-Batterietechnologie. "Mit dieser Vereinbarung geht die im März 2012 begonnene gemeinsame Forschung bei Lithium-Ionen-Batteriezellen der nächsten Generation in die zweite Phase", heißt es bei BMW.
Die Kooperation bietet beiden Autobauern große Vorteile: Der vergleichsweise kleine Hersteller BMW will Toyotas Vorsprung in der Brenstoffzellen- und Hybridtechnik nutzen und hohe Entwicklungskostem mit den Japanern teilen. Toyota wiederum will im Gegenzug beim Leichtbau von BMWs Carbon-Vorsprung profitieren. Zudem ist Toyota-Präsident Akio Toyoda Rennsport-Fan und besonders interessiert an der Sportwagenkompetenz von BMW.
"Toyota und die BMW Group teilen mit Blick auf die nachhaltige Mobilität der Zukunft die gleiche strategische Vision", sagt BMW-Chef Norbert Reithofer. "Die gesamte Automobilindustrie steht angesichts des anstehenden technologischen Umbruchs vor großen Herausforderungen, die wir zugleich auch als Chance sehen. Diese Kooperation ist ein wichtiger Baustein, um beide Unternehmen auch in Zukunft auf Erfolgskurs zu halten." Toyoda erklärte: "Wir gewinnen aus unserer gemeinsamen Entwicklung wichtige Erkenntnisse und arbeiten weiterhin hart an unserem gemeinsamen Ziel: immer bessere Autos zu bauen."

Gemeinsame Plattform für Sportwagen
Im Dezember 2011 hatten die BMW und Toyota erstmals eine mittelfristige Zusammenarbeit bei der Entwicklung der nächsten Generation umweltfreundlicher Fahrzeuge und Technologien vereinbart. Zum damaligen Zeitpunkt wurde auch der Vertrag zur Lieferung von Dieselmotoren des BMW-Konzerns an Toyota Motor Europe unterzeichnet.

Die jetzt unterzeichnete Vereinbarung umfasst vier Punkte: Brennstoffzelle, Sportwagen, Leichtbautechnologie und Post-Lithium-Batterie-Technologie. Die Unternehmen sehen die Brennstoffzellen-Technologie als wesentliche Voraussetzung, um Null Emissionen zu erreichen. Sie wollen ein "grundlegendes Brennstoffzellen-Fahrzeugsystem" entwickeln, das auch die Bereiche Wasserstofftank, Motor und Batterie umfasst. Die Entwicklung soll 2020 abgeschlossen sein, gab BMW heute bekannt. Ferner werden für die Entwicklung der Wasserstoff-Infrastruktur gemeinsame Codes und Standards entwickelt, die für die weitere Verbreitung von Fahrzeugen mit Brennstoffzellen-Technologie erforderlich seinen.

BMW und Toyota wollen zudem bis Ende des Jahres eine Machbarkeitsstudie zu einer gemeinsamen Plattform für einen mittelgroßen Sportwagen durchführen und kündigten an, ihre "jeweiligen Technologien und Fertigkeiten auf hohem Niveau abzustimmen". Geplant ist zudem, gemeinsam Leichtbau-Technologien für den Karosseriebau unter Verwendung neuester Materialien wie  Verbundwerkstoffe zu entwickeln. Diese Technologien sollen bei der gemeinsamen Entwicklung der Sportwagen-Plattform sowie in anderen Fahrzeugen von BMW und Toyota zum Einsatz kommen.
Die Unternehmen kündigten ferner an, eine Lithium-Air Batterie zu entwickeln, "deren Energiedichte weit über der der aktuellen Lithium-Ionen Batterien liegt".
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