Wartung gefragt
GTÜ-Mängelreport: Mehr Autos in der Werkstatt
Ulm. Liqui Moly hat seinen Umsatz im vergangenen Jahr um 17 Prozent auf den Rekordwert von 400 Millionen Euro gesteigert. Vor allem das Auslandsgeschäft konnte mit einem Plus von 26 Prozent kräftig zulegen. Inzwischen vertreibe man seine Produkte in fast 110 Länder, sagte der geschäftsführende Gesellschafter Ernst Prost. "Die weißen Flecken, die es noch auf der Landkarte gibt, werden zusehends weniger." Auch scheinbar exotische Märkte wie Myanmar zählten inzwischen zum Vertriebsgebiet. "Noch vor dem Wettbewerb ist uns der Markteintritt gelungen. Als mittelständisches Unternehmen sind wir entscheidungsfreudiger, flexibler und damit schneller als die vielen gigantischen Ölkonzerne", sagte Gerhard Riedmüller, der das Exportgeschäft verantwortet. Im Inland stieg der Absatz um zehn Prozent. Dies sei ein riesiger Erfolg, "wenn man den gnadenlosen Verdrängungswettbewerb kennt, der in Deutschland herrscht", sagte Günter Hiermaier, Vertriebsleiter Inland und Austria. "Um jedes Fass in der Werkstatt und um jeden Millimeter im Verkaufsregal wird gefochten." Zahlen zur Aufteilung des Umsatzes auf Inlands- und Auslandsgeschäft nannte Liqui Moly nicht. Aus den Steigerungswerten ergibt sich aber, dass das Inlandsgeschäft grob geschätzt 225 Millionen Euro ausmachte, das Auslandsgeschäft rund 175 Millionen. Zum Ergebnis machte Liqui Moly keinerlei Angaben.
Neues Tanklager für acht Millionen Zu den Meilensteinen des abgelaufenen Jahres zählt das Unternehmen unter anderem die Inbetriebnahme des Tanklagers in Dillingen an der Saar. In der acht Millionen Euro teuren Anlage böten zehn Tanks Platz für 18.000 Kubikmeter Rohstoffe. "Ohne diese Investition könnten wir nicht in gewünschtem Maße weiter wachsen", sagte Prost.
Das Automatikgetriebe macht Volkswagen Probleme: Nach Rückrufaktionen im großen Stil in China und Japan müssen nun auch in Australien Autos wieder in die Werkstatt. Der Konzern sieht keine Alternative zum Werkstattbesuch. Auslöser der Probleme sind verstopfte, heiße Großstadtdschungel.
Die Porsche Holding ist wieder ganz im Familienbesitz: Der Staatsfonds des Emirats Katar hat seinen Anteil von zehn Prozent an der Porsche SE an die beiden Familien Porsche und Piech verkauft.
Der Stuttgarter Autohersteller Daimler stellt weitere Weichen, um die Pkw-Vertriebsorganisation in China schlagkräftiger zu machen. In der Zentrale in Stuttgart wurde ein eigener Bereich "Vertriebssteuerung China“ geschaffen, dessen Leitung der ehemalige Audi-Manager Bernhard Auer übernimmt.
Die Europäische Union hat Deutschland eine Frist gesetzt: Zehn Wochen hat die Bundesregierung einem Medienbericht zufolge Zeit, die Einhaltung der Richtlinie zum Kältemittel in Klimaanlagen sicherzustellen – danach droht ein Verfahren.
Etwa 100.000 Personen haben sich weltweit bereits für eine Probefahrt mit dem Elektroauto BMW i3 angemeldet, wie Vertriebsvorstand Ian Robertson auf dem Kongress der Automotive News Europe in Paris bekanntgab.
Fondsmanager Michael Muders von Union Investment hat sich in einem Interview vehement gegen ein weiteres Engagement von Mercedes ausgesprochen: "Mercedes muss raus aus der Formel 1."