Laut einer Auswertung des Autoexperten ist der Golf VII in seinen ersten Monaten schlecht gestartet. Volkswagen weist die Aussagen dagegen als "an den Haaren herbeigezogen" zurück.
Die Rangliste der in Deutschland verbrauchten Biokraftstoffe führt seit Jahren mit deutlichem Abstand Biodiesel an.
Duisburg. Die jüngste Analyse von Ferdinand Dudenhöffer sorgt wieder einmal für Ärger zwischen ihm und Volkswagen. Der Direktor des CAR-Instituts hat sich der Verkaufszahlen des neuen Golf VII angenommen und kommt zu dem Schluss, dass sich die neueste Version des Klassikers zu ihrem Marktstart im November und Dezember in Deutschland schlecht verkauft habe. In Wolfsburg heißt es dagegen, Dudenhöffer sei bei seiner Erhebung unseriös und tendenziös vorgegangen. Von einem schlechten Start könne keine Rede sein. Dudenhöffer vergleicht die Verkaufszahlen des Golf-Fließhecks für November und Dezember mit denen dieser Monate aus Vorjahren. Er kommt dabei zu dem Schluss, dass das Auto so schlecht abschnitt wie seit Langem nicht mehr und bei den Zulassungen bei Privat- und Firmenkunden sogar hinter BMW Einser und Mercedes A-Klasse zurückgeblieben sei. Das ist umso pikanter, als die A-Klasse den Golf erst kürzlich bei der vom ADAC veranstalteten Wahl zum Lieblingsauto der Deutschen geschlagen hat - dem Vernehmen nach sehr zum Missfallen der Konzernspitze.
Schlechtester Wert seit 15 Jahren Dudenhöffer zählt beim Golf im November und Dezember insgesamt 16.537 Zulassungen der Fließheck-Varianten von Golf VI und VII. Dies sei der schlechteste Wert für diese beiden Monate seit Beginn der ihm vorliegenden Zeitreihe, die bis 1995 zurückreiche. Es sei überraschend, dass genau beim Neustart die niedrigsten Zulassungen zum Tragen kämen. Dabei seien die Voraussetzungen für einen guten Verkaufsstart "nicht schlecht" gewesen, argumentiert er: So sei das Auto mit einer "breit angelegten Medienkampagne bekannt gemacht" worden, Bestellungen seien bereits seit Oktober möglich gewesen und Bestelleingänge bei den Händlern seien im Oktober und November durch eine Verkaufsprämie gefördert worden - eine für ein neues Auto ungewöhnliche Maßnahme. Noch deutlicher sei die Betrachtung bei den Zulassungen von Privat- und Firmenkunden, schreibt der CAR-Direktor. Im November und Dezember seien es zusammen nur 6119 gewesen. "Das ist der niedrigste Wert in unserer Zeitreihe, die sieben Jahre zurückgeht." Hier schneide der Golf auch schlechter ab als die Fließheck-Varianten von A-Klasse und BMW Einser. Dies sei ein "ernüchterndes Ergebnis". VW spüre "offensichtlich wie andere Hersteller den großen Gegenwind auch im deutschen Markt", schreibt Dudenhöffer. Auch deshalb sei für den neuen Golf jetzt "erneut eine Eroberungsprämie und Auftragseingangsprämie für Händler im Markt". Das Ergebnis sehe man bei Internetvermittlern, die den Golf mit Nachlässen bis zu 19 Prozent anböten. "Neben dem schwachen Markt könnte dem Golf auch der harte Preis-Wettbewerb in der Kompaktfahrzeugklasse zu schaffen machen", heißt es. Die Wettbewerber böten ihre Fahrzeuge deutlich preisgünstiger an als VW seinen Golf. Die von VW gewählte Preispositionierung des Golf VII sei "sehr anspruchsvoll".
Fehlende Tage Bei Volkswagen heißt es dagegen, die Behauptungen Dudenhöffers entbehrten "jeder Grundlage". Ein Sprecher sagte, der CAR-Direktor sollte wissen, dass man den Zeitraum einer Markteinführung nicht mit dem Vorjahr vergleichen könne, schließlich seien noch gar nicht alle Fließheck-Varianten im Markt. Unter anderem hätten im November und Dezember noch GTI, 4Motion, GTD, R und BlueMotion gefehlt. Um einen seriösen Vergleich anstellen zu können, müsse man warten, bis alle Varianten im Markt seien. Außerdem sei der Golf VII erst am 10. November eingeführt worden, betonte der Sprecher. "Wenn ich ein Drittel eines Monats ausklammere, ist es natürlich, dass die Zahlen geringer sind." Auch deswegen hinke der Vergleich. "Was sich Professor Dudenhöffer hier konstruiert, ist an den Haaren herbeigezogen." Zur Frage, ob der Start des Golfs ein Erfolg sei, verwies er auf eine Mitteilung aus der vergangenen Woche. Darin heißt es unter anderem, der Start übertreffe alle Erwartungen. VW-Chef Martin Winterkorn erklärt darin: "Seit der Markteinführung der siebten Generation liegen unseren Händlern bereits über 100.000 Bestellungen für den neuen Golf vor. Trotz des Wechsels von der sechsten zur siebten Generation und der damit verbundenen Fertigungsumstellung haben wir im Jahr 2012 wieder mehr als 800.000 Golf ausgeliefert. Kein anderes Auto Europas ist erfolgreicher und beliebter."
Streit schwelt schon länger Zwischen Dudenhöffer und Volkswagen gibt es schon seit Längerem Streit. Der Autopexperte kritisiert die Wolfsburger immer wieder in seinen Analysen. Aus dem Konzern werden dagegen immer wieder seine Methoden und Ergebnisse kritisiert. Zuletzt hatte sich der Konflikt im Herbst entladen. Damals hatte Autohändler Burkhard Weller, Inhaber einer der größten deutschen Mehrmarkenhandelsgruppe mit zahlreichen VW-Häusern, Dudenhöffer vorgeworfen, die Branche durch "Unwahrheiten" massiv zu schädigen. Volkswagen hatte sich der Kritik damals angeschlossen. Dudenhöffer hatte die Vorwürfe dagegen zurückgewiesen und den wissenschaftlichen Charakter seiner Studien betont.
Arbeitgeber und IG Metall haben sich in Bayern auf den neuen Tarifvertrag für die Beschäftigten des Kfz-Gewerbes geeinigt. Unterm Strich ähnelt das Ergebnis dem Abschluss in der Industrie.
Im Bochumer Opel-Werk ruhte am Dienstag die Arbeit für mehrere Stunden die Arbeit, während die Beschäftigten an einer Informationsveranstaltung teilnahmen.
Der erste Fünfer startete 1972 durch, jetzt bringt BMW die überarbeitete Version der sechsten Generation: Sie steht ab 20. Juli bei den Händlern. Für Limousine und Kombi bietet der Autobauer vier Benzin- und sechs Dieselantriebe an. Als Spitzenmotorisierung dient ein neuer V8-Antrieb mit 450 PS.
In Europa beklagt sich die Autobranche mit wachsender Verzweiflung über die unaufhaltsam scheinenden Marktanteilsgewinne der koranischen Autobauer. In Korea jedoch sehen sich inzwischen auch Hyundai und Kia einer wachsenden Schar erfolgreicher Importeure aus Deutschland gegenüber - wenn auch nur in dem prestigeträchtigen Segment der Luxuswagen.
Volkswagen hat in seinem US-Werk mittlerweile 250.000 Passat für den US-Markt gebaut. Das Fahrzeug hat großen Anteil daran, dass sich die Verkäufe der Marke VW in den USA von 2009 bis 2012 verdoppelt haben.
Wenn sich ein Auto nicht mehr per mechanischer Verbindung zwischen Lenkrad und Rädern steuern lässt, dürfte das viele Fahrer erst einmal irritieren. Dabei ist Steer-by-Wire - also das Lenken per Datenkabel - potenziell sicherer. Dennoch wird es vorerst die Ausnahme bleiben.
In der EU wird heftig um schärfere CO2-Grenzwerte für Autos gerungen. Aus deutscher Sicht könnten diese große Nachteile für einheimische Oberklasse-Hersteller bringen. Der mächtige Branchenverband VDA hat nun der Kanzlerin geschrieben.
2016 wollen Peugeot und Citroen ihre neue Druckluft-Hybrid-Technologie in Serienmodellen einführen. Die Hybrid Air genannte Technologie setzt auf hydraulische statt elektrische Energie, um den Verbrennungsmotor zu unterstützen.
Die neue chinesische Automarke mit großen internationalen Ambitionen nutzt als erster Autohersteller weltweit die Cloud-Plattform Windows Azure von Microsoft. Marktstart ist in der zweiten Jahreshälfte in China.
Wegen Verdachts auf Bilanzbetrug hat die schwedische Justiz drei frühere Manager des insolventen Autobauers Saab verhört. Darunter ist auch der ehemalige Konzernchef Jan Åke Jonsson.