Der unter zu hohen Fertigungskapazitäten leidende Autobauer Renault will seine französischen Werke mit der Produktion von Nissan- oder Daimler-Fahrzeugen stärker auslasten. Dies sei eine konkrete Möglichkeit, sofern die Gewerkschaften in Frankreich zusätzlichen Flexibilisierungen zustimmten, erklärte Renault am Dienstag.
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Paris. Renault will seine unterausgelasteten Werke in Frankreich durch Fertigungsvolumen seines Allianzpartners Nissan oder seines Kooperationspartners Daimler stärker auslasten. Ab dem Jahr 2016 könne dadurch Volumen von rund 80.000 zusätzlichen Fahrzeugen pro Jahr in Frankreich hergestellt werden, erklärte Renault am Dienstag nach einer Verhandlungsrunde mit Gewerkschaftsvertretern. Voraussetzung für die "Bluttransfusion" sind allerdings Zugeständnisse der traditionell unflexiblen französischen Gewerkschaften. Eine Hauptforderung von Renault ist Zurückhaltung beim Gehalt. So soll das Gehaltsniveau im laufenden Jahr 2013 auf dem Niveau des Jahres 2012 eingefroren werden. 2014 soll es um höchstens 0,5 Prozent steigen, 2015 um maximal 0,75 Prozent. Die Lohnkosten stellten rund 60 Prozent der Fixkosten des Unternehmens dar, erklärte Renault dazu. Als weitere Forderung nannte das Unternehmen mehr Flexibilität bei Zeitarbeitskonten und geringere Zusatzkosten bei flexibleren Arbeitseinsätzen. Allein dadurch will Renault jährlich 75 Millionen Euro einsparen. Auch die Jahresarbeitszeit soll ohne Lohnaufschlag verlängert werden. Dadurch sollen jährlich weitere 65 Millionen Euro eingespart werden. Unverändert hält die Geschäftsführung auch an dem Plan fest, bis 2016 insgesamt 7500 Stellen in Frankreich abzubauen und dadurch jährlich 400 Millionen Euro einzusparen. Werksschließungen seien jedoch entgegen diverser Medienberichte nicht geplant, bekräftigte Renault am Dienstag. Ziel sei es vielmehr, alle Werke zu erhalten und auf Kündigungen zu verzichten. Der Personalabbau soll möglichst durch freiwilliges Ausscheiden und Vorruhestandslösungen erreicht werden.
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