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Audi auf dem Weg zur SUV-Marke
Autor: Michael Specht
Montag, 21. Januar 2013, 00.03 Uhr
Audi entwickelt sich immer stärker zu einer SUV-Marke. Im Jahr 2020 sollen die Q-Modelle laut Rupert Stadler einen Anteil von 45 Prozent am Gesamtabsatz haben. "Der positive Trend zu SUV- und Crossover- Fahrzeugen wird sich auch in Zukunft mit gleicher Dynamik fortsetzen“, sagt der Audi-Chef.
Modellvorschau für die Audi S- und RS-Modelle der Quattro-GmbH in den Jahren 2013 bis 2016
München. Audi entwickelt sich immer stärker zu einer SUV-Marke. Im Jahr 2020 sollen die Q-Modelle laut Rupert Stadler einen Anteil von 45 Prozent am Gesamtabsatz haben. "Der positive Trend zu SUV- und Crossover- Fahrzeugen wird sich auch in Zukunft mit gleicher Dynamik fortsetzen", sagt der Audi-Chef. Seit 2000haben sich die Neuzulassungen in dieser Fahrzeuggattung in Deutschland mehr als vervierfacht. Der SUV-Anteil am Pkw-Gesamtbestand ist in der gleichen Zeit von drei auf 14 Prozent gewachsen. Der Ingolstädter Autobauer plant, langfristig insgesamt acht Q-Derivate anzubieten. Die ungeraden Typenbezeichnungen (Q3, Q5, Q7 und Q9) sollen dabei die konventionell gestylten SUVs abdecken, die geraden Ziffern stets die dazugehörigen viertürigen Coupés Q2, Q4, Q6 und Q8 benennen. Bei diesen Modellen verläuft aber nicht nur der hintere Karosserieteil anders als bei den Q-Kollegen mit ungerader Nummer. "Es sind optisch eigenständige Fahrzeuge mit flacherer Dachlinie, kleineren Fensterflächen, schrägerer Front, Coupéartigem Heck und einer insgesamt sportlicheren Ausprägung", versichert Designchef Wolfgang Egger. Einen kleinen Vorgeschmack auf den Q2 gab Audi im Spätsommer auf dem Pariser Autosalon mit der Studie Crosslane Coupé. Interessant ist hier neben der Chassis-Architektur, wie sie auch der kommende A2 haben wird, die neue Interpretation des Singleframe-Grills: Er wird dreidimensional. "Die Front erhält dadurch deutlich mehr Präsenz", sagt der Designchef. Mit einer Serienversion des Q2 ist nicht vor 2015 zu rechnen. Die alternativen Antriebskonzepte (Plug-in-Hybrid in Verbindung mit Dual-Mode-Technik), aber auch die Entwicklung der Dreizylinder- Benziner machen diesen späten Termin erforderlich. Dass der Q4, wie verschiedene Medien spekuliert haben, bereits Ende des nächsten Jahres vorgestellt wird, trifft nicht zu. Der Q4 basiert technisch auf dem Modularen Längsbaukasten (MLB) des nächsten A4 (intern als B9 bezeichnet), dessen Debüt für 2014 vorgesehen ist. Damit unterscheidet sich der sportlich positionierte Q4 auch wesentlich vom Q3, der noch die Plattform PQ35 unterm Blech trägt und erst in nächster Generation und als eines der letzten Konzernfahrzeuge 2017 auf dem Modularen Querbaukasten (MQB) aufbauen wird. Ab 2016 wird der Q4 dann zusammen mit dem nächsten Q5 in der neuen Fabrik in San José Chiapa in Mexiko gebaut. Audis wichtigster Q-Auftritt wird 2014 stattfinden. Dann steht die Markteinführung des neuen Q7 an. Eine konsequente Mischbauweise soll das Fullsize- SUV um bis zu 400 Kilo leichter machen. Schon Ende 2013 soll der Q7 zu sehen sein. Von ihm leitet sich ein Jahr später der Q6 ab, der mit rund 4,80 Meter Länge zwischen Q7 und Q5 positioniert wird. Darüber hinaus nutzt Audi den Hocharchitektur- Längsbaukasten des Q7/Q6 nicht nur für den Coupé-artigen Q8, dessen Debüt auf 2015 festgesetzt ist, sondern auch für die SUVs von Lamborghini und Bentley. Die Antriebspalette reicht ab Q6 aufwärts nicht nur vom V6-Diesel bis zum V8-Biturbo-Benziner. Reichlich Kraft und wenig Verbrauch böte zudem der Plug-in- Diesel-Hybrid, wie Audi ihn im e-tron Spyder vorstellte, dort aber nur als Mittelmotorkonzept. Und schließlich planen die Ingolstädter – hauptsächlich weil die Märkte China und USA danach verlangen – ein weit über fünf Meter großes XXL-SUV mit bis zu sieben Sitzplätzen. Für das Mega- Modell der Q-Baureihe bliebe dann nur noch eine Ziffer: die Neun.
Der größte Gegner des Dreizylindermotors ist das Vorurteil. Zum Beispiel, dass er stark vibriere, unangenehm klinge, schlaff am Gas hänge und irgendwie kein vollständiger... » mehr lesen
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