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Winterkorn: Volkswagen weitet Investitionen aus
VW-Konzernchef Martin Winterkorn: "Wir investieren in 2013 bei der Marke Volkswagen 700 Millionen Euro mehr als im Vorjahr und übertreffen damit erstmals die Fünf-Milliarden-Euro-Grenze“, annoncierte der Topmanager in einem vertraulichen Schreiben. Mit den geplanten Aufwendungen in den Bereichen Forschung und Entwicklung summieren sich die Investitionen gar auf mehr als acht Milliarden Euro. (Foto: Volkswagen)
Die Kernmarke des Wolfsburger Weltkonzerns soll im laufenden Geschäftsjahr mehr denn je investieren. "Damit sind nicht nur alle wichtigen Kernprojekte gesichert, sondern das gibt uns auch Spielraum für zusätzliche Modelle“, erklärte Vorstandschef Martin Winterkorn vor Kurzem VW-intern. Mit Blick auf das gesamtwirtschaftliche Geschehen warnte der Topmanager zugleich seine Führungskräfte vor: "Wir stehen vor einer ernsten Bewährungsprobe!“.
Prognose über die Wertschöpfung bei Fahrzeugen und Komponenten im Jahr 2025 im Vergleich zu 2012
Wolfsburg. VW-Chef Martin Winterkorn will das Kernlabel Volkswagen im laufenden Jahr mit Investitionen in Rekordhöhe stärken. "Wir investieren in 2013 bei der Marke Volkswagen 700 Millionen Euro mehr als im Vorjahr und übertreffen damit erstmals die Fünf-Milliarden-Euro-Grenze", kündigte Winterkorn in einem vertraulichen Rundschreiben an, das der Automobilwoche vorliegt. Mit Aufwendungen in Forschung und Entwicklung erreichen die Investitionen gar eine Höhe von mehr als acht Milliarden Euro. "Damit sind nicht nur alle wichtigen Kernprojekte gesichert, sondern das gibt uns auch Spielraum für zusätzliche Modelle", so der Konzernchef. Dies sei "einmalig in diesen schwierigen Zeiten". Winterkorn sieht VW vor einem "Härtetest". Der Topmanager: "Die Automobilwelt teilt sich auf: in die Starken und in die Schwachen. Beide verlangen uns alles ab. Die Schwachen, weil sie versuchen, uns in ihrer Verzweiflung in einen harten Preiskampf zu ziehen. Und die Starken, weil sie uns als ihren Gegner Nummer eins auf allen Feldern verfolgen." Volkswagen stehe mithin "vor einer ernsten Bewährungsprobe!".
Europa, die "Ergebnisfestung" von Volkswagen, darf nicht geschleift werden So mache die Schuldenkrise in Europa zunehmend auch VW zu schaffen. "Viele europäische Märkte sind auf historischem Tiefststand – ohne Aussicht auf schnelle Erholung", warnte Winterkorn. In Europa verkaufe die Marke VW rund ein Drittel ihrer Autos. "Und in Europa verdienen wir nach wie vor einen großen Teil unseres Geldes. Es wird allerdings immer schwieriger, diese ‚Ergebnisfestung' zu verteidigen." Doch auch außerhalb des heimischen Kontinents habe VW "ein ganzes Bündel an Problemen zu bewältigen". So sei man in wichtigen Weltmärkten "noch lange nicht am Ziel", räumte Winterkorn intern ein. Es komme etwa "darauf an, dass wir neue Märkte wie Indonesien, Thailand und Vietnam besetzen – ein Wirtschaftsraum mit 600 Millionen Menschen". Die Zukunft von VW entscheide sich "mehr und mehr in China, Russland, Indien, in den USA und in Südostasien". Dort müsse VW jetzt "Schwächen abstellen".
Das Automatikgetriebe macht Volkswagen Probleme: Nach Rückrufaktionen im großen Stil in China und Japan müssen nun auch in Australien Autos wieder in die Werkstatt. Der Konzern sieht keine Alternative zum Werkstattbesuch. Auslöser der Probleme sind verstopfte, heiße Großstadtdschungel.
Die Porsche Holding ist wieder ganz im Familienbesitz: Der Staatsfonds des Emirats Katar hat seinen Anteil von zehn Prozent an der Porsche SE an die beiden Familien Porsche und Piech verkauft.
Die Europäische Union hat Deutschland eine Frist gesetzt: Zehn Wochen hat die Bundesregierung einem Medienbericht zufolge Zeit, die Einhaltung der Richtlinie zum Kältemittel in Klimaanlagen sicherzustellen – danach droht ein Verfahren.
Etwa 100.000 Personen haben sich weltweit bereits für eine Probefahrt mit dem Elektroauto BMW i3 angemeldet, wie Vertriebsvorstand Ian Robertson auf dem Kongress der Automotive News Europe in Paris bekanntgab.
Beim Stuttgarter Automobilhersteller ist die erste Limousine der neuen S-Klasse-Baureihe vom Band gelaufen. Zum Produktionsstart zeigte sich Daimler- und Mercedes-Chef Dieter Zetsche zuversichtlich, das Absatzvolumen ausweiten zu können. Der neue Produktionsvorstand Andreas Renschler will das Werk Sindelfingen zu einem der effizientesten Standorte im Mercedes-Verbund machen.
Fondsmanager Michael Muders von Union Investment hat sich in einem Interview vehement gegen ein weiteres Engagement von Mercedes ausgesprochen: "Mercedes muss raus aus der Formel 1."