Der Stuttgarter Autobauer Daimler hat seinen Anteil an einem Gemeinschaftsunternehmen zur Herstellung von Turboladern verkauft. Dies berichtet die japanische Wirtschaftszeitung "Nikkei".
Wertentwicklung der Aktien von Daimler, BMW und Volkswagen vom 1.1.2000 bis zum 31.12.2011
Stuttgart. Daimler wird sich künftig nicht mehr an der Produktion von Turboladern beteiligen. Der Premiumhersteller hat seinen Anteil an einem 2001 gegründeten Gemeinschaftsunternehmen an seinen japanischen Partner IHI verkauft. Das berichtet das "Handelsblatt" auf seiner Website unter Berufung auf einen Bericht der japanischen Wirtschaftszeitung "Nikkei". Ein Daimler-Sprecher hat der Nachrichtenagentur "Reuters" den Verkauf bestätigt.
Zum Kaufpreis machten die beiden Unternehmen keine Angaben. Der Meldung von "Nikkei" zufolge zahlt der auf Flugzeugturbinen und elektrische Antriebe spezialisierte Maschinenbauer IHI mehrere Milliarden Yen, umgerechnet in Euro einen niedrigen zweistelligen Millionenbetrag, für den Daimler-Anteil von 49 Prozent. "Wir werden Turbolader auch künftig von IHI beziehen", sagte eine Daimler-Sprecherin. Als Grund für den Rückzug verwies der Hersteller auf den verschärften Wettbewerb. Neben den Marktführern Honeywell und BorgWarner produziert auch ein Gemeinschaftsunternehmen von Bosch und Mahle Turbolader.
Turbolader sind Verdichter, die durch den Abgasstrom angetrieben werden. Die verdichtete Luft wird zusammen mit dem Kraftstoff in die Zylinder gepumpt, was die Leistung erhöht. Turbolader gewinnen an Bedeutung, weil sie den Bau kleinerer Motoren mit weniger Zylindern ermöglichen, ohne auf Leistung verzichten zu müssen. Die Motoren werden dadurch leichter, was den Verbrauch senkt.
IHI beliefert neben Daimler auch andere Hersteller, unter anderem Toyota und Volkswagen. Werke stehen in Ichtershausen in Thüringen sowie in Cernusco in Norditalien, die Zentrale ist in Heidelberg.
Daimler-Chef Dieter Zetsche zeigt sich mit dem weltweiten Verkauf 2012 "sehr zufrieden“. Doch trotz eines Rekordabsatzes von 1,42 Millionen Mercedes- Benz- und Smart-Pkw... » mehr lesen
Überraschend schnell und geräuschlos haben IG Metall und Arbeitgeber sich auf einen neuen Tarifvertrag geeinigt: Die Beschäftigten bekommen eine Lohnerhöhung in zwei Stufen.
Daimler hat am Mittwochabend seine neue S-Klasse präsentiert. Die Luxus-Limousine strotzt vor Superlativen. Der Stuttgarter Autobauer spricht vom "besten Auto der Welt".
Der Kompaktvan Opel Zafira Tourer wird ab 2015 im Werk Rüsselsheim gebaut. Bisher wird das Modell in Bochum gefertigt. Der Betriebsrat protestierte und sprach von einer "unglaublichen Provokation".
Der Stuttgarter Autobauer Daimler hat einem Bericht des Fernsehsenders ARD widersprochen, wonach Mitarbeiter mit Werksverträgen die gleichen Tätigkeiten ausführen wie festangestellte Mitarbeiter, dafür aber erheblich schlechter bezahlt werden.
In der Europäischen Union wurden im April knapp 1,04 Millionen Neuzulassungen registriert. Dies ist ein Zuwachs um 1,7 Prozent gegenüber April 2012 - und der erste Anstieg seit September 2011.
Der VW-Konzern muss mehrere Zehntausend Fahrzeuge seiner New Small Family, zu der neben dem VW Up auch die weitgehend baugleichen Modelle Seat Mii und Skoda Citigo gehören, wegen Airbagproblemen in die Werkstätten zurückrufen.
Der amerikanische Autokonzern Ford erweitert seine Produktionskapazitäten in Russland. In Tatarstan entsteht ein Motorenwerk, außerdem soll ein weiteres Modell vor Ort produziert werden.
BMW will mit seiner neuen Submarke BMWi Bestmarken in der Produktion setzen. Auf der Automobilwoche-Konferenz in München kündigte Ulrich Kranz, Chef der Marke BMWi, erhebliche Energie-Einsparungen in der Fertigung der neuen Elektroautos an.
Der Ingolstädter Autobauer steckt Milliardensummen in neue Fahrzeuge und den Ausbau der Produktion. Dies kündigte Unternehmenschef Rupert Stadler auf der Audi-Hauptversammlung an. Dort wurde auch Ursula Piech in den Aufsichtsrat gewählt.