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Daimler steigt aus Turbolader-Produktion aus
Motor des Mercedes B200 CDI: Hersteller benutzen Turbolader, um trotz kleinerer Motoren hohe Leistung zu erzielen.
(Foto: Daimler)
Autor:
Stefan Wimmelbücker
swimmelbuecker@craincom.de
Freitag, 18. Januar 2013, 10.34 Uhr
Der Stuttgarter Autobauer Daimler hat seinen Anteil an einem Gemeinschaftsunternehmen zur Herstellung von Turboladern verkauft. Dies berichtet die japanische Wirtschaftszeitung "Nikkei".

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Stuttgart. Daimler wird sich künftig nicht mehr an der Produktion von Turboladern beteiligen. Der Premiumhersteller hat seinen Anteil an einem 2001 gegründeten Gemeinschaftsunternehmen an seinen japanischen Partner IHI verkauft. Das berichtet das "Handelsblatt" auf seiner Website unter Berufung auf einen Bericht der japanischen Wirtschaftszeitung "Nikkei". Ein Daimler-Sprecher hat der Nachrichtenagentur "Reuters" den Verkauf bestätigt.

Zum Kaufpreis machten die beiden Unternehmen keine Angaben. Der Meldung von "Nikkei" zufolge zahlt der auf Flugzeugturbinen und elektrische Antriebe spezialisierte Maschinenbauer IHI mehrere Milliarden Yen, umgerechnet in Euro einen niedrigen zweistelligen Millionenbetrag, für den Daimler-Anteil von 49 Prozent. "Wir werden Turbolader auch künftig von IHI beziehen", sagte eine Daimler-Sprecherin. Als Grund für den Rückzug verwies der Hersteller auf den verschärften Wettbewerb. Neben den Marktführern Honeywell und BorgWarner produziert auch ein Gemeinschaftsunternehmen von Bosch und Mahle Turbolader.

Turbolader sind Verdichter, die durch den Abgasstrom angetrieben werden. Die verdichtete Luft wird zusammen mit dem Kraftstoff in die Zylinder gepumpt, was die Leistung erhöht. Turbolader gewinnen an Bedeutung, weil sie den Bau kleinerer Motoren mit weniger Zylindern ermöglichen, ohne auf Leistung verzichten zu müssen. Die Motoren werden dadurch leichter, was den Verbrauch senkt.

IHI beliefert neben Daimler auch andere Hersteller, unter anderem Toyota und Volkswagen. Werke stehen in Ichtershausen in Thüringen sowie in Cernusco in Norditalien, die Zentrale ist in Heidelberg.



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