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Cormeta bietet neueste SAP-Technologie für Reifenhandel
Hochregallager von Reifenhändler Krupp: Das Unternehmen aus Schifferstadt nutzt Tradesprint von Cormeta und seit neuestem auch den elektronischen Datenaustausch mti dem Branchentandard Ediwheel. (Foto: Reifen Krupp)
Das SAP-Systemhaus mit Branchenlösung Tradesprint sieht ein steigendes Interesse an der Integration von mobilen Geräten an Verwaltungssoftware und an schneller Datenanalyse.
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Ettlingen. Reifenhändler aller Größen und Handelsstufen können mit der Branchensoftware Tradesprint von Cormeta die neuesten IT-Technologien des Walldorfer Softwarekonzerns SAP nutzen. Dazu gehört die mobile Anbindung der betriebswirtschaftlichen Softwaresysteme ebenso wie die schnelle Auswertung aller unternehmensrelevanten Daten in Charts und Kennzahlen (Business Intelligence). Beide Funktionen lassen sich auch verschmelzen. "Der CEO empfängt noch unterwegs Analysen und kritische Meldungen auf seinem Smartphone oder Tablet. Er kann sofort reagieren und via E-Mail, SMS oder telefonisch Aktionen anstoßen, wichtige Dokumente freigeben und vieles mehr", so Cormeta-Vorstand Holger Behrens. Das SAP-Systemhaus mit Sitz in Ettlingen bei Karlsruhe hat sich auf IT-Lösungen für den Reifenhandel und den Kfz-Teilehandel spezialisiert. Die Basis bildet die eigene SAP-Verwaltungssoftware Tradesprint, die alle Prozesse von der Beschaffung über die Lagerverwaltung bis zu Versand und Rechnungswesen in einem System abbildet. Dazu kommen branchenspezifische Funktionen wie Kassenanbindung, Thekengeschäft sowie der elektronische Datenaustausch (EDI) mit dem Branchenstandard EDIwheel. Zudem können Artikelstammsätze und Kalkulationsbasispreise der Industrie in der Lösung hinterlegt werden. Mit dieser Lösung lassen sich laut Behrens in dem Geschäft, das stark durch Stoßzeiten bei Witterungswechseln geprägt ist, schon heute die Prozesse optimieren und der Kundenservice verbessern. Zu den Nutzern gehören Großhändler ebenso wie freie Händler oder Angehörige eines Verbunds beziehungsweise Kooperationen wie Franchisenehmer. Dabei steigt das Interesse der Unternehmen, ihre Mitarbeiter von festen Computerterminals unabhängig zu machen, wie Cormeta berichtet. Das Systemhaus bietet beispielsweise die Integration von mobilen Geräten (Apple, Android oder Blackberry) an, so dass sowohl die Kundenberatung als auch die Bestellannahme dank Zugriff auf Lager-, Verfügbarkeits- und Preisdaten ortsunabhängig erfolgen kann. Wird ein Auftrag zum Beispiel vom Außendienstmitarbeiter erfasst, gehen die Daten anschließend automatisch an Tradesprint - sie müssen also nicht nachträglich eingegeben werden. Die Software legt den Auftrag an, ein Innendienstmitarbeiter kann diesen später bei Bedarf noch um weitere Posten ergänzen. Für die Führung eines Reifengroßhändlers ist jedoch nicht eine einzelne Bestellung, sondern vielmehr das Gesamtbild wichtig. "In der Reportinglösung werden Informationen aus allen Bereichen eines Unternehmens gesammelt, die vergangene Entwicklungen, Trends und Tendenzen veranschaulichen. Dargestellt werden die Ergebnisse als grafisch aufbereitete Übersichten, Charts und Diagramme. Sie erlauben rasche Rückschlüsse und zuverlässige Prognosen", so Behrens. Laut Cormeta basiert die Software auf einer offenen Architektur, mit der SAP- und Nicht-SAP-Anwendungen nahtlos eingebunden werden können. So sollen Mitarbeiter beispielsweise weiter mit vertrauten Anwendungen wie Microsoft Office arbeiten können. Über den so genannten Business Objects Explorer kann das Reportingtool auch mobil genutzt werden.
Holger Behrens: Ist Chef des SAP-Systemhauses Cormeta AG mit Sitz in Ettlingen. Cormeta beschäftigt rund 90 Mitarbeiter und erzielt einen Umsatz von knapp 16 Millionen Euro. (Foto: Cormeta)
Reporting mit SAP-HANA Bei der Analyse und beim Reporting geht es um Informationen aus allen Bereichen des Unternehmens, etwa um Abverkaufszahlen, die Umsatzquote pro Kunde oder die Abschlussquote von Außendienstmitarbeitern. "Je nach angeforderter Analyse ist die Datenmenge teilweise enorm groß, so dass auch viel an Rechenzeit nötig ist. Da warten Anwender dann nicht selten minutenlang und in Extremfällen auch eine halbe Stunde auf ihre Auswertung", wie Behrens erklärt. "Wichtig ist den Unternehmen aber eine schnelle Auswertung ihrer Daten – egal wie umfangreich diese auch sind. Die erreichen wir durch die noch relativ neue In-Memory-Technik namens HANA." Die Abkürzung steht für High Performance Analytic Appliance. Mit dieser SAP-Datenbanktechnologie werden die benötigten Rohdaten in Echtzeit aus den verschiedenen Systemen zusammengetragen und ausgewertet. "Die Schnelligkeit ist deshalb möglich, weil alle Informationen schon verfügbar im Hauptspeicher vorliegen und nicht erst aus verschiedenen Systemen eingelesen, zwischengespeichert, ausgelesen und dann erst ausgewertet werden müssen. So benötigt HANA nur Sekunden, wohingegen andere Lösungen Minuten oder noch länger brauchen", ergänzt Behrens. Er sieht besonders wegen des saisonalen Geschäfts den Reifenhandel als potentielles Einsatzgebiet: "Beispielsweise sind Abverkaufsdaten vom POS (Point of Sale) erst mit dem nächsten Datenabgleich analysierbar. Dank HANA kann man aber noch schneller auf die Marktbedürfnisse reagieren." Zwischen acht bis 16 Wochen veranschlagt Cormeta für die Einführung bei einem mittelständischen Unternehmen.
Elektronischer Datenaustausch Ein weiterer Bestandteil von Tradesprint ist der elektronische Datenaustausch (EDI), der vor allem bei der Anbindung von webbasierten Reifenhandelsplattformen große Vorteile hat. "Das einheitliche EDIwheel-Format trägt dazu bei, die Schnittstellenprozesse zu vereinheitlichen, den Pflegeaufwand für die Schnittstellen zu reduzieren und die Fehlerhäufigkeit zu senken. Dazu müssen die B2B-Partner ihrerseits EDIwheel-konforme Daten senden und verarbeiten", so Behrens. Um weitere Marktpartner wie Bestellportale anzubinden beziehungsweise zu integrieren, braucht ein Händler nicht einmal die Hilfe von Cormeta. Stattdessen übermittelt er die Musterdatenvorlage für die zu sendenden XML-Dateien an die Partner selbst. In der Vorlage ist festgelegt, wie die Form der Order aussehen muss. Zudem schickt der Händler die EDIwheel-Fehlercodeliste und zwei Links mit den URLs für Anfrage und Angebot sowie Bestellung und Bestellbestätigung an den Partner. Die Portale kommunizieren mit Tradesprint über EDIwheel online per sicherem HTTPS-Protokoll. In den Internetshops können Kunden Anfragen starten, Preise und Verfügbarkeiten prüfen und eine Bestellung auslösen. Die Auftragsdaten fließen direkt in das System ein. Der Händler kann den Auftrag sofort bearbeiten und die Auslieferung starten. Umgekehrt ist das umgehende Einfließen in das ERP-System von Vorteil, wenn Bestellungen storniert oder geändert werden.
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