Der neue Volvo-Chef Hakan Samuelsson hofft, in den Jahren 2012 und 2013 keinen Verlust einzufahren. Für die Zukunft hat er einem Medienbericht zufolge große Pläne.
Im Mai war die Produktion von Neuwagen in der EU wieder rückläufig.
München. Während Premiummarken wie Audi, BMW und Daimler einen Rekord nach dem anderen brechen, hat die schwedische Marke Volvo es schwer: Um rund sechs Prozent ist der Absatz im vergangenen Jahr zurückgegangen. Der neue Vorstandschef Hakan Samuelsson will plant einem Bericht des "Handelsblatts" zufolge, in den kommenden drei Jahren 8,5 Milliarden Euro zu investieren. Bis Ende des Jahrzehnts soll der Absatz von heute 460.000 auf 800.000 Autos pro Jahr steigen.
Mit dem Geld, das von der chinesischen Konzernmutter Geely kommen soll, will der schwedische Autobauer seine Modellpalette erneuern und international expandieren. Geplant sind eine neue Oberklasse-Plattform für die Modelle V70 und XC90 sowie ab 2018 eine Kompaktklasse-Plattform, für die noch ein Entwicklungspartner gesucht wird. Volvo will künftig dem Beispiel der Konkurrenz folgen und mehrere Modelle auf einer Plattform bauen, um Kosten zu sparen. Geely soll in Zukunft Komponenten und möglicherweise auch Motoren von Volvo bekommen.
Volvo ist im Gegensatz zu anderen Premiummarken stark auf den europäischen Markt konzentriert – sowohl bei der Produktion als auch beim Absatz. "Es könnte im kommenden Jahr schlimmer werden in Europa, deshalb werden die USA und China für uns wichtig", sagt Samuelsson. Im vergangenen Jahr setzte Volvo in China 42.000 Autos ab. Zum Vergleich: Bei Audi waren es 400.000. Mit neuen Produktionsstätten im Reich der Mitte will Volvo seinen Rückstand aufholen. Im Gegensatz zur deutschen Konkurrenz ist bei den Schweden auch der US-Absatz rückläufig.
Samuelsson setzt im Kampf gegen die Konkurrenz auf traditionelle Stärken der Marke: "Wir sind anders als die Deutschen", sagt er dem "Handelsblatt", "Unsere Werte lauten Sicherheit, Verantwortung und Design".
Forster soll helfen Volvo-Mutter Geely erhält zudem prominente Unterstützung: Wie die "Wirtschaftswoche" berichtet, haben die Chinesen den ehemaligen Opel-Chef Carl-Peter Forster für drei Jahre als nicht geschäftsführenden Direktor verpflichtet. Forster war zuletzt 2011 als CEO beim indischen Konzern Tata beschäftigt, legte das Amt aber aus privaten Gründen im September 2011 nieder.
Das Automatikgetriebe macht Volkswagen Probleme: Nach Rückrufaktionen im großen Stil in China und Japan müssen nun auch in Australien Autos wieder in die Werkstatt. Der Konzern sieht keine Alternative zum Werkstattbesuch. Auslöser der Probleme sind verstopfte, heiße Großstadtdschungel.
Die Porsche Holding ist wieder ganz im Familienbesitz: Der Staatsfonds des Emirats Katar hat seinen Anteil von zehn Prozent an der Porsche SE an die beiden Familien Porsche und Piech verkauft.
Die Europäische Union hat Deutschland eine Frist gesetzt: Zehn Wochen hat die Bundesregierung einem Medienbericht zufolge Zeit, die Einhaltung der Richtlinie zum Kältemittel in Klimaanlagen sicherzustellen – danach droht ein Verfahren.
Etwa 100.000 Personen haben sich weltweit bereits für eine Probefahrt mit dem Elektroauto BMW i3 angemeldet, wie Vertriebsvorstand Ian Robertson auf dem Kongress der Automotive News Europe in Paris bekanntgab.
Beim Stuttgarter Automobilhersteller ist die erste Limousine der neuen S-Klasse-Baureihe vom Band gelaufen. Zum Produktionsstart zeigte sich Daimler- und Mercedes-Chef Dieter Zetsche zuversichtlich, das Absatzvolumen ausweiten zu können. Der neue Produktionsvorstand Andreas Renschler will das Werk Sindelfingen zu einem der effizientesten Standorte im Mercedes-Verbund machen.
Fondsmanager Michael Muders von Union Investment hat sich in einem Interview vehement gegen ein weiteres Engagement von Mercedes ausgesprochen: "Mercedes muss raus aus der Formel 1."