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Mit Serientechnologie gegen Geisterfahrer
Geisterfahrer: Falschfahrer verursachen oft tödliche Unfälle.
(Foto: Continental)
Autor:
Klaus-Dieter Flörecke
kfloerecke@craincom.de
Mittwoch, 16. Januar 2013, 09.56 Uhr
Der Zulieferer Continental entwickelt moderne Fahrassistenzsysteme, mit deren Hilfe Geisterfahrten in Zukunft verhindert werden sollen.

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Frankfurt am Main. Drei Prozent der tödlichen Unfälle auf deutschen Autobahnen werden laut ADAC durch Falschfahrer verursacht. Elektronikspezialisten wie Continental arbeiten an Lösungen, um solche Falschfahrten zu verhindern. Fährt ein Autofahrer entgegen der Fahrtrichtung in eine Einbahnstraße oder auf die Autobahn auf, kann ein von Conti entwickeltes System dies erkennen und den Fahrer warnen. Die Verkehrsschilder werden dabei von einer Kamera aufgenommen. Der Fahrer wird durch Hinweise im Head-up-Display oder im Kombiinstrument darauf aufmerksam gemacht und mit einem Warnton oder spürbarem Feedback wie etwa einem kurzen Bremsruck noch deutlicher auf die gefährliche Situation hingewiesen.
"Mit diesem System können wir verhindern, das Fahrer aus Versehen entgegen der Fahrtrichtung auf die Autobahn auffahren", so Wolfgang Fey, der Forschung und Entwicklung von Fahrerassistenzsystemen bei der Conti-Division Chassis & Safety leitet. Ein erstes System wird noch 2013 bei einem deutschen Hersteller im Premiumbereich in Serie gehen.
Kernstück des Systems ist eine Monokamera, die hinter der Windschutzscheibe in Höhe des Rückspiegels angebracht ist. Diese erkennt unter anderem Geschwindigkeitsbegrenzungen sowie elektronische Wechselzeichen und informiert den Fahrer via Anzeige im Armaturenbrett über das einzuhaltende Tempolimit.

Mehrere Warnstufen
Eine Verbindung mit den Navigationsdaten verbessert die Erkennungsgenauigkeit des Gesamtsystems. Setzt der Fahrer seine Fahrt in die falsche Richtung fort, lassen sich die sichtbaren und hörbaren Hinweise durch spürbare Warnungen ergänzen. Beispielsweise kann das Gaspedal einen Gegendruck erzeugen, auch ein Vibrieren von Lenkrad oder Sitz sowie das Straffen des Gurtes wären möglich.
Denkbar ist auch, die Verkehrszeichenerkennung mit einer Kommunikation zu verknüpfen, die zwischen Fahrzeugen oder zwischen der Infrastruktur und dem Fahrzeug abläuft. Ein solches System könnte dann andere Verkehrsteilnehmer vor einem Falschfahrer warnen, wenn sie sich in der Nähe befinden.
"Wenn ein Geisterfahrer anhand verschiedener Informationen als solcher erkannt wird und nicht auf Warnhinweise reagiert, ist für die Zukunft auch ein automatisches Abbremsen des Fahrzeugs denkbar, um Schlimmeres zu verhindern", erklärt Entwickler Fey.
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