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Marchionne gegen Freihandelsabkommen mit Korea
Sergio Marchionne: Der Fiat-Chef fordert seit Jahren eine Restrukturierung der europäischen Autoindustrie, scheitert aber an nationalen Interessen. (Foto: Fiat)
Der Fiat- und Chrysler-Chef rechnet nicht mit einer schellen Erholung des europäischen Marktes und hofft auf wichtige politische Entscheidungen in Europa, um die Probleme der Autoindustrie endlich anzugehen.
Um auf 400.000 verkaufte Autos im Jahr zu kommen, weitet die edle Fiat-Tochter ihr Modellportfolio deutlich aus.
Detroit. Angesichts der desolaten Lage der europäischen Autoindustrie fordert Fiat- und Chrysler-Chef Sergio Marchionne ein stärkeres Engagement der Politik. "Europa muss sich entscheiden: Will es weiter einen Wohlfahrtsstaat und die Restrukturierung der Autoindustrie verhindern, dann müssen alle Freihandelsabkommen mit dem Rest der Welt gestoppt werden. Die europäischen Autohersteller können nicht gleichzeitig mit der wachsenden Konkurrenz fertig werden und den aktuellen limitierenden Rahmenbedingungen", sagte der Manager auf der Detroit Autoshow zu Journalisten. Sollte sich Europa aber dazu entschließen, dass die Autohersteller ihre Kapazitäten an die Nachfrage anpassen können, habe er keinerlei Einwände gegen Freihandelsabkommen. Marchionne richtete sich insbesondere gegen das Freihandelsabkommen mit Südkorea: "Ich war ein vehementer Gegner dieser Vereinbarung. Ich habe davon abgeraten, solange der europäische Markt sich weiter Monat für Monat verschlechtert und keine Anzeichen auf eine Erholung zu sehen sind." Dies sei auch die gemeinsame Position der europäischen Autohersteller im Branchenverband Acea gewesen. "Aber ich finde bei der Europäischen Kommission keinerlei Gehör", unterstrich Marchionne. Die europäische Automobilnachfrage ist im vergangenen Jahr das fünfte Mal in Folge gesunken, was hohe Überkapazitäten schuf. Laut Marchionne dürften die europäischen Volumenhersteller insgesamt dadurch vier bis fünf Milliarden Euro an Verlusten eingefahren haben. Dies habe auch starke internationale Auswirkungen auf Hersteller wie Ford und General Motors, die ebenso wie Chrysler im Heimatmarkt laut Marchionne wieder in die Spur zurückgefunden hätten. In diesem schwachen Markt verzeichnen Hyundai und Kia hohe Wachstumsraten und gewinnen stark an Marktanteilen hinzu.
Hoffnung auf Politik Marchionne kritisierte vor allem die Einfuhrbarrieren, mit denen Korea den Import von Fahrzeugen aus Europa faktisch behindert und limitiert: "Der Markt muss auch in der Praxis offen sein und nicht durch zusätzliche Hindernisse abgeschottet werden. Insgesamt setzt der Manager starke Hoffnungen auf politische Entscheidungen in Europa, die nach den Wahlen in Italien im Februar und den Bundestagswahlen im Herbst möglich sein sollen und die zu einer Neuordnung der Automobilindustrie beitragen können. "Wir müssen die Probleme angehen und nicht länger ignorieren. Das ist schmerzhaft muss aber gemacht werden", so der Italo-Kanadier. "Wir verkaufen in Europa Autos zu lächerlichen Preisen, keiner verdient mehr Geld. Die CEOs wissen genau, welche negativen Folgen das hat."
Arbeitgeber und IG Metall haben sich in Bayern auf den neuen Tarifvertrag für die Beschäftigten des Kfz-Gewerbes geeinigt. Unterm Strich ähnelt das Ergebnis dem Abschluss in der Industrie.
Im Bochumer Opel-Werk ruhte am Dienstag die Arbeit für mehrere Stunden die Arbeit, während die Beschäftigten an einer Informationsveranstaltung teilnahmen.
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Volkswagen hat in seinem US-Werk mittlerweile 250.000 Passat für den US-Markt gebaut. Das Fahrzeug hat großen Anteil daran, dass sich die Verkäufe der Marke VW in den USA von 2009 bis 2012 verdoppelt haben.
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Wegen Verdachts auf Bilanzbetrug hat die schwedische Justiz drei frühere Manager des insolventen Autobauers Saab verhört. Darunter ist auch der ehemalige Konzernchef Jan Åke Jonsson.
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