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VW setzt auf Solidität der Händler in USA
Volkswagen Passat aus US-Produktion: Der im Werk Chattanooga/ Tennessee gefertigte Fünfsitzer kommt gut an bei nordamerikanischen Autointeressenten – die Karosserieform der klassischen Limousine ist in den USA noch beliebter als die der verbreiteten Geländewagen.
(Foto: Volkswagen)
Autor:
Henning Krogh
hkrogh@craincom.de
Sonntag, 13. Januar 2013, 12.15 Uhr
Konzernchef Martin Winterkorn will das Absatzvolumen in der Neuen Welt über die kommenden Jahre signifikant steigern. Eine Schlüsselrolle in seiner Strategie kommt den Vertriebspartnern der Kernmarke Volkswagen zu. Vor allem die Profitabilität des Handels soll weiter gestärkt werden.

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New York City. Volkswagen verfolgt ambitionierte Ziele bei der Stärkung seines Handelsnetzes in den Vereinigten Staaten von Amerika. "Im Zuge der Wachstumsstrategie von VW wollen wir auch die Profitabilität unserer Vertriebspartner in den USA weiter deutlich verbessern", sagte Frank Trivieri, Verkaufschef von Volkswagen of America (VWoA), bei einer Präsentation im VW-Flagshipstore in Manhattan. Die Marke Volkswagen hatte 2012 in Nordamerika gut 438.000 Neufahrzeuge abgesetzt; der Marktanteil beträgt derzeit drei Prozent. Im Jahr 2018 soll der Volkswagen-Absatz in den Vereinigten Staaten bei 800.000 Pkw liegen.
Insgesamt konnte VW im vergangenen Geschäftsjahr in den USA auf 617 Händler zurückgreifen, 372 dieser Betriebe waren Exklusivpartner. Zum Vergleich: Im Jahr 2008 hatte Volkswagen in der Neuen Welt 582 Händler unter Vertrag, davon waren 288 exklusive Repräsentanten der Marke. Auf Nachfrage der Automobilwoche zu einer möglichen Erhöhung der Gesamtzahl der Händler in den kommenden Jahren sagte Trivieri: "Wir haben hier keine Pläne für eine drastische Ausweitung – für Volkswagen stehen Sicherung und Ausbau des Profits unserer bestehenden Händler im Vordergrund."
Die durchschnittliche Händlerrendite und eine Planziffer für die Zukunft wollte Trivieri auf Anfrage nicht nennen. "Wir wissen, dass unsere Partner recht zufrieden sind", so der Executive Vice President Sales von VWoA. Seinen Angaben zufolge setzten nordamerikanische VW-Händer 2012 im Durchschnitt 710 Neuwagen ab. Drei Jahre zuvor hatte die Zahl noch bei 368 gelegen. Laut Trivieri konzentriert sich der VW-Handel auf elf Schlüsselregionen im Westen und Osten der USA. Dazu zählen etwa Ballungsräume wie Los Angeles, Miami, Chicago und eben New York/ Long Island. "In den zentral gelegenen Gebieten der USA sind wir nicht stark vertreten", räumte Trivieri ein. Dies werde sich auf absehbare Zeit auch kaum ändern.
Die wichtigsten Produkte von VW in den USA sind die Modelle Jetta, Passat, Tiguan, Golf und Beetle. "Noch vor wenigen Jahren galt VW in den Vereinigten Staaten als Jetta-Company", so Trivieri. "Inzwischen nehmen potenzielle Kunden die ganze Vielfalt unseres Angebots weitaus besser wahr." Auf die Frage, welches Fahrzeug im Modellprogramm noch fehlt, nannte der VWoA-Manager ein siebensitziges SUV. Die entsprechende Lücke will VW mit einem Tiguan-Derivat dem Vernehmen nach schnellstmöglich schließen. Eine Studie wird auf der Detroit Motor Show zu sehen sein.
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